Montag, April 22, 2024
Bisher wechselte die Präsidentschaft alle zwei Jahre nach einem Rotationsprinzip. Jetzt soll der Präsident für eine längere Zeit gewählt werden. Außerdem wird ein permanentes Sekretariat eingerichtet. "Wir brauchen einfach eine gewisse Kontinuität", so der zuständige UCTE-Projektleiter Olivier Feix.

Im Herbst werde die Kandidatenliste stehen, bis Jahresende die UCTE ihren neuen Präsidenten haben. Bis dahin führt der derzeitige Präsident Jürgen Stotz die Geschäfte. Gewählt werden sollen übrigens auch der Vizepräsident, der Präsident des Exekutivkomitees und der Sekretär. Auch ein besonders heikler Punkt steht im Mai auf dem Programm: Die geplante Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips. Bis jetzt konnte jedes Mitglied eine ihm nicht genehme Entscheidung verhindern. Doch die geplanten änderungen sind keine gmahte Wiesn. Damit sie in Kraft treten können, ist ein Beschluss der Gründungsmitglieder erforderlich. Erraten: ein einstimmiger.

Es wird eifrig gearbeitet am Umweltzeichen, das in Zukunft grünen Strom österreichweit als Markenprodukt kennzeichnen soll. Dieses ökologische Markenzeichen wird derzeit vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Umweltministeriums ausgearbeitet.

"Unsere Vorstellung ist, dass nur ein Unternehmen, das mehrere verschiedene alternative Energieformen im Angebot hat, ein Umweltzeichen bekommen kann", so Hannes Spitalsky, Geschäftsführer des VKI.

Eine erste Gesprächsrunde über mögliche Kriterien sei "durchaus positiv und konstruktiv" verlaufen. Schon ab März könnte das Gütesiegel fertig sein und bald darauf erstmals verliehen werden, so der Wunsch von Umweltminister Wilhelm Molterer.

Neuer Auftrag für die größten atomgetriebenen Unterseeschiffe der Welt, die russischen Typhoons: Sie könnten als öltanker das Nordpolarmeer befahren, heißt es aus dem russischen Verteidigungsministerium. Weil sie unter dem Packeis navigieren und angeblich bis zu drei Meter dickes Eis durchbrechen können, seien sie das ganze Jahr über einsetzbar. Die Transportkapazität sei allerdings ziemlich bescheiden: Russischen Angaben zufolge verdrängen die 172 Meter langen Typhoons getaucht 48.000 Tonnen Wasser, westlichen Einschätzungen zufolge lediglich 26.000 Tonnen. Insgesamt wurden in den 1980er-Jahren sechs Schiffe gebaut, drei befinden sich derzeit offiziell noch im Dienst. An Waffen tragen die Typhoons 20 Langstreckenatomraketen mit je acht Sprengköpfen, Antischiffsraketen und Torpedos.

Ihr Zustand wird in Expertenkreisen als schlecht beschrieben. Allerdings müssten sie ohnehin umgebaut werden, bevor sie ihren Dienst als Tanker aufnehmen könnten. Da ginge die Grundüberholung gleich in einem.

Einer breiten öffentlichkeit bekannt wurden die Typhoons durch den Film "Jagd auf Roter Oktober" nach dem gleichnamigen Roman von Tom Clancy. In dem Streifen brachte Sean Connery als abtrünniger sowjetischer U-Schiff-Kommandant Marko Ramius einen Typhoon in die Hand der US-Navy.

Nun ist es soweit: Wien darf in Holz bauen. Die lang diskutierte Novelle zur Wiener Bauordnung, die die Errichtung von drei Voll- und einem Dachgeschoß in Holzkonstruktion bei gleichzeitiger massiver Ausführung des Sockelgeschoßes erlaubt, gilt. Bei der Umsetzung in die Praxis herrscht Nachholbedarf, der durch ein einjähriges Forschungsprogramm, das vom Technologieministerium im Rahmen des Programms "Haus der Zukunft" initiiert wurde, ausgeglichen werden soll. Alles, was Rang und Namen hat im Holzbaubereich, war daran beteiligt, bautechnische Holzbau-Varianten zu erforschen. Am 12. Februar wird im Rahmen eines öffentlichen Abschluss-Workshops an der Technischen Universität Wien Resumee über das Forschungsprojekt gezogen. Von ohren Erfahrungen berichten werden unter anderem Wolfgang Winter, Professor für Holzingenieurbau an der TU, Ferdinand Schmid, pensionierter Leiter der MA 35-Brandschutz, und Herbert Ludl, Chef der gemeinnützigen Sozialbau AG.
Kennen Sie das Wort des Jahres 1998? Nein? Sie werden sich doch noch an Viagra erinnern, oder an Rot-Grün. Im vergangenen Jahr war es - ganz klar - Millennium und Y2K. Welcher Begriff heuer gute Chancen hat? Green Card ist ein guter Kandidat, Schwarz-Blau nicht zu vergessen, und mehr als nur Außenseiter-Chancen hat wohl WAP, das Handy-Internet. Man redet von WAPlern, es wird geWAPelt, mit einem oder Doppel-P, WAP ist einer der am meisten verwendeten Begriffe in den Medien. Wer "in" sein will, muss ein WAPler sein. Fast könnte man meinen, es gibt im Mobilfunk nichts anderes als das Wireless Application Protocol, das aus jedem Mobiltelefon einen Surf-Terminal macht. Surfen auf einem Binnensee, denn in die Weite des WorldWideWeb kann man mit einem WAP-Handy nicht vorstoßen, doch das Angebot an Seiten wird täglich, ja fast stündlich erweitert. Fast könnte man meinen, der Mobilfunk ist eine olympische Disziplin geworden, denn die Netzbetreiber und Content-Provider versuchen sich auch in der Attraktivität ihrer Angebote zu übertreffen. Schlagzeilen, Sportnachrichten, Wetter oder Lottozahlen - das kann jeder. Interessant werden die Angebote im Detail.
Dietmar Steiner brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: "Architekturmagazine leben vom guten Einvernehmen mit den Architekten. Daher werden die Texte nach wie vor nur für sie geschrieben." Der Leiter des Architekturzentrums Wien hatte den diesjährigen Kongress nicht den Architekten und Architekturtheoretikern gewidmet, sondern denen, die über sie schreiben. "Architektur und Publizistik" lautete der Titel und damit war gleich vorweggenommen, worum es nicht ging: um Journalismus. Kriterien wie Ausgewogenheit oder das Vermeiden eigener Meinungen sind in der Architekturpublizistik kein Thema.
Videoconferencing und Telework haben sich am österreichischen Markt noch nicht wirklich etabliert. Dabei scheitert es nicht unbedingt an technischen Voraussetzungen. Ist das mangelnde Plug-and-play-Verständnis eine Frage der Zeit, der Vernunft oder einfach Ausdruck österreichischer Gemütlichkeit?

Videoconferencing hilft der Flexibilität eines Unternehmens ordentlich auf die Sprünge. Integrierte Computer ermöglichen zeitgleiches Bearbeiten und Diskutieren von Konzepten, Dokumenten und Applikationen. Die Zeitersparnis ist bei großen Distanzen enorm, aber wie sieht es mit technischem Aufwand und Kosten aus? Theoretisch kommt es für ein Unternehmen insgesamt gesehen günstiger, einmal in ein gut funktionierendes Videokonferenzsystem zu investieren als Mitarbeitern teure Reisen zu finanzieren.

ISDN - und schon kanns losgehen. "Mitreden" können in der Konferenzgrundausstattung immer zwei Systeme, die über ISDN verbunden sind. Mithilfe von mietbaren MCU-Geräten (MCU steht für Multipoint Control Unit) sind auch Konferenzen mit beliebig vielen Teilnehmern möglich. Sony bietet Geräte mit bereits integriertem MCU an, allerdings für maximal vier Teilnehmer. Kommuniziert wird dabei an mehreren Konferenzendpunkten, im Videokonferenznetzwerk werden die Daten gesammelt in einem einzigen Signal übermittelt.

Basis für Videokonferenzen ist das digitale Telefonnetz ISDN. Auch das seit Ende des vergangenen Jahres eingeführte ADSL will demnächst videokonferenztauglich sein, derzeit wird noch an der Bild- und übertragungsqualität getüftelt: "Das hinter ADSL stehende Datennetz ermöglicht Videokonferenzen in einer neuen Dimension. Da die übertragung mit dem Standard-Internet-Protokoll TCP/IP erfolgt, sind jedoch vergleichsweise höhere Bandbreiten notwendig als bei ISDN. Dennoch sind die bisherigen Tests viel versprechend", zeigt Hartwig Tauber von WBS die noch zu bewältigenden Probleme bei ADSL in puncto Videokonferenztechnik auf. Das auf Telekommunikation spezialisierte Beraterunternehmen WBS betreute die Projektabwicklung von ADSL in der ersten Testregion, im Waldviertel. Bei ADSL werden die bei der Sprachübertragung noch freien Kapazitäten der Zwei-Draht-Kupferleitungen genützt. Eine hohe übertragungsgeschwindigkeit mit Bandbreiten bis zu zwei MBit/s können erreicht werden. Bei ISDN werden die Daten mit einer übertragungsgeschwindigkeit von zwei mal 64 kBit/s pro Hauptanschluss digital übertragen. Neben der hohen übertragungsgeschwindigkeit von ISDN sind auch die Fehlerkorrekturmaßnahmen, die eine sichere übertragung gewährleisten, ein weiterer Vorteil.

Wir glauben, dass wir dringend gebraucht werden." Der Vorsitzende der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie (VöZ) Martin Kriegner hegt keine Zweifel, dass die heimische Zementindustrie nach In-Kraft-Treten der Deponieverordnung zu Beginn des Jahres 2004 eine wichtige Akteurin für die Verwertung von Abfall werden wird. Mit diesem Datum wird die Deponierung thermisch verwertbarer Abfälle hierzulande verboten.

Kriegner rechnet damit, dass diese Regelung rund zwei Millionen Tonnen Abfälle auf den Markt bringen wird. Ein Häppchen davon, etwa 300.000 Tonnen, möchte die Zementindustrie für die energieaufwändige Produktion des grauen Guts für sich beanspruchen. "Unser Ziel ist es, durch Abfall 70 Prozent der herkömmlichen Brennstoffe zu ersetzen", kommentiert Kriegner die gewünschte Größenordnung. Dies würde mehr als eine Verdoppelung der gegenwärtigen Nutzung von Alternativbrennstoffen, die mit 27 Prozent beziffert wird, bedeuten.

Besonders interessant findet der VöZ-Chef Abfälle aus der Industrie, dem Gewerbe sowie Hausmüll. "Jeweils vorbehandelt", wie Kriegner betont, denn ohne Aufbereitung seien die Stoffe für die Zementproduktion größtenteils ungeeignet. Nach Berücksichtigung sämtlicher Investitionen, die an den Drehöfen notwendig sind, beziffert Kriegner die dadurch zu lukrierenden Einsparungen mit einem "überschlagsmäßig knapp dreistelligen Millionenbetrag".

Zur Untermauerung des Begehrens auf Müll hat die VöZ eine Studie in Auftrag gegeben, aus der Bewertungskriterien für die Eignung einer thermischen Verwertung diverser Stoffe in Zementwerken abgeleitet werden können.

Ziel des vom TU-Professor Paul Brunner erstellten Papiers ist die Erstellung so genannter Positivlisten, die auch Auskunft darüber geben, in welcher Einsatzmenge diverse Abfälle verbrannt werden können, ohne dass lufthygienische Grenzwerte überschritten werden. Als Vergleichswerte wurden die Daten der Müllverbrennungsanlage Spittelau herangezogen.

Die Zukunft gehört den Sinnen", lautet das zentrale Ergebnis einer deutschen Studie zum Thema "Wohnen 2040". Stumpfsinn, wie das permanente Heraufbeschwören der Feuersbrunst, ist damit mit Sicherheit nicht gemeint. Vielmehr geht es in der vom Trendbüro Hamburg im Auftrag der Zeitschrift "Schöner Wohnen" erstellten Studie darum, wie es sich die Menschen in Zeiten des ausufernden Cyberspace einrichten.

Einige Trends sind klar erkennbar: Schnell muss es gehen, und die Gefühlswelt der Individuen muss adäquat bedient werden. Ausgefeilte Hightechhäuser, ökologiehochburgen sowie rein sinnstiftende Gebäudeelemente werden in zwei, drei Jahrzehnten zur Normalität gehören. Wohncontainer, faltbare Einweg- und Nomadenhäuser werden die Antwort auf veränderte dynamische Lebenswelten sein. Diese schon als Prototypen entstehenden Neuhäuser lassen sich per Lastwagen fast grenzenlos an den jeweiligen Ort des Geschehens transferieren. Ihre filigrane Konstruktion wird ganz nebenbei Heimwerkerherzen höher schlagen lassen. Massive Eingriffe wie Umbauten und Erweiterungen werden innerhalb weniger Stunden erledigt sein. So wie Stemmarbeiten zur Rarität verkommen, wird der Tratsch über den Lattenzaun zum seltenen Hobby vergangenheitsverliebter Romantiker. Der Mausklick wird Mittel der Kommunikation, die Baustoffe werden leicht und handhabbar.

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