Donnerstag, Oktober 29, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Laut einer neuen Studie sind über 70 Prozent der Befragten aus dem Energiesektor der Meinung, dass digitale Technologien – insbesondere KI  und Netzsoftware – für die saubere Energiewende unerlässlich sind. Denn diese unterstützen die Integration von erneuerbaren Energien, den Übergang zur Elektrifizierung und die Optimierung der Energieeffizienz – drei zentrale Hebel, um den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken.

Motor für nächste Phase der sauberen Energiewende


Für den Siemens Infrastructure Transition Monitor wurden 1.400 Führungskräfte befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 59 Prozent der Vertreter des Energiesektors größere Investitionen in autonome Systeme für Stromnetze planen und 68 Prozent darin den Schlüssel sehen, um Emissionen zu reduzieren. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen dieser Branche erwarten, dass sich ihr Geschäftsbetrieb in den nächsten drei Jahren durch KI verändern wird. 74 Prozent gehen davon aus, dass KI dazu beiträgt, kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen.

Der verstärkte Einsatz von autonomen Systemen, um Stromnetze zu verwalten, dürfte den Befragten zufolge im wahrscheinlichsten Fall die Betriebskosten senken, die Energieeffizienz steigern und die Zuverlässigkeit erhöhen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Infrastructure Transition Monitor 2023 lässt die diesjährige Studie bei einer Reihe wichtiger Ziele – wie dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern, dem Ausbau groß angelegter Energiespeicher und der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen – zwar deutliche Fortschritte erkennen. Trotzdem ist das vorhandene Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft.

Tatsächlich gibt mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dem Energiesektor (58 Prozent) an, dass Unsicherheiten bezüglich der künftigen Gestaltung des Energiesystems Investitionen in saubere Energietechnologien verzögern. Und während 65 Prozent der Befragten die Elektrifizierung für die gangbarste Option auf dem Weg zu Netto-Null-Energiesystemen halten, geben 73 Prozent an, dass dies durch eine unzureichende Netzinfrastruktur behindert wird.

Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software, sagt: „Veraltete Netzinfrastruktur stellt eine ernsthafte Bedrohung für die saubere Energiewende dar. Indem digitale Technologien eingesetzt werden, um autonome Netze zu entwickeln, lässt sich die Netzkapazität steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit erhöhen. Daher müssen auch Regulierungen mit der Digitalisierung und Innovationen Schritt halten. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass unsere Energiesysteme für die Anforderungen einer sauberen Energiezukunft gerüstet sind.“

Populär

In New York werden ungenutzte Luftrechte zu handelbarem Baupotenzial. So können neue Baukörper über oder neben bestehenden Gebäuden entstehen. Foto: REPORT/Eva Flatscher

Haus über Haus: Wie New York mit Luftrechten baut

In New York wird nicht nur mit Grundstücken gehandelt, sondern auch mit dem...
Luftaufnahme des Knauf-Standorts in Ferndorf in Kärnten mit Produktionshallen, Bahntrasse sowie angrenzenden Feldern und Gewässern.

Knauf investiert 30 Millionen Euro in Recyclinganlage

In Ferndorf in Kärnten entsteht eine neue Recyclinganlage für Glas- und...
Batterieelektrische Scania-Zugmaschine in Dreiviertelansicht.

Langstrecke unter Strom

Scania will batterieelektrische Lkw stärker für längere Strecken einsetzen....
Buchcover: Homo Universus von Matthias Strolz
Cover: Edition Platin

Homo Strolzus

Matthias Strolz widmet sich in „Homo Universus“ den großen Fragen des...
Gruppenbild Studierende mit Michael Nowak vor der verbotenen Stadt

Studierende tauchten in Chinas Tech-Welt ein

Das Bildungsprogramm „Seeds for the Future“ fand in diesem Jahr zum zwölften...
Gespräch am Tisch im Businessumfeld

Umfrage: Wie gut sind Unternehmen auch kommunikativ auf NIS2 vorbereitet?

Am 1. Oktober 2026 tritt in Österreich die NIS2-Richtlinie in Kraft. Damit...

Leben & StilView all