Saturday, May 02, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Laut einer neuen Studie sind über 70 Prozent der Befragten aus dem Energiesektor der Meinung, dass digitale Technologien – insbesondere KI  und Netzsoftware – für die saubere Energiewende unerlässlich sind. Denn diese unterstützen die Integration von erneuerbaren Energien, den Übergang zur Elektrifizierung und die Optimierung der Energieeffizienz – drei zentrale Hebel, um den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken.


Für den Siemens Infrastructure Transition Monitor wurden 1.400 Führungskräfte befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 59 Prozent der Vertreter des Energiesektors größere Investitionen in autonome Systeme für Stromnetze planen und 68 Prozent darin den Schlüssel sehen, um Emissionen zu reduzieren. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen dieser Branche erwarten, dass sich ihr Geschäftsbetrieb in den nächsten drei Jahren durch KI verändern wird. 74 Prozent gehen davon aus, dass KI dazu beiträgt, kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen.

Der verstärkte Einsatz von autonomen Systemen, um Stromnetze zu verwalten, dürfte den Befragten zufolge im wahrscheinlichsten Fall die Betriebskosten senken, die Energieeffizienz steigern und die Zuverlässigkeit erhöhen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Infrastructure Transition Monitor 2023 lässt die diesjährige Studie bei einer Reihe wichtiger Ziele – wie dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern, dem Ausbau groß angelegter Energiespeicher und der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen – zwar deutliche Fortschritte erkennen. Trotzdem ist das vorhandene Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft.

Tatsächlich gibt mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dem Energiesektor (58 Prozent) an, dass Unsicherheiten bezüglich der künftigen Gestaltung des Energiesystems Investitionen in saubere Energietechnologien verzögern. Und während 65 Prozent der Befragten die Elektrifizierung für die gangbarste Option auf dem Weg zu Netto-Null-Energiesystemen halten, geben 73 Prozent an, dass dies durch eine unzureichende Netzinfrastruktur behindert wird.

Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software, sagt: „Veraltete Netzinfrastruktur stellt eine ernsthafte Bedrohung für die saubere Energiewende dar. Indem digitale Technologien eingesetzt werden, um autonome Netze zu entwickeln, lässt sich die Netzkapazität steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit erhöhen. Daher müssen auch Regulierungen mit der Digitalisierung und Innovationen Schritt halten. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass unsere Energiesysteme für die Anforderungen einer sauberen Energiezukunft gerüstet sind.“

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Was 2026 kommt und wichtig wird

Wir haben unsere Leser*innen befragt, was 2026 kommt und wichtig wird....

Überraschendes Aus für Sanierungsbonus

Nach nur zwei Monaten ist Schluss. Seit 2. Februar sind keine Anträge für die...

Cybersecurity im Fadenkreuz

Digitale Sicherheit ist längst Chefsache. KI-gestützte Angriffe, geopolitische...

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Aus der Praxis: Verlust des Werklohns

In der Rubrik „Aus der Praxis“ gibt Roland Weinrauch, Weinrauch Rechtsanwälte, den Leser*innen...

Die Top 12 Persönlichkeiten, die Österreich bewegen

Wechsel, Neubestellungen und Verantwortungen: Wer zu Jahresbeginn 2026 für...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

Eventtipp: Enquete KI 2026

In einer Zeit, in der Unternehmen mit dauerhaft hohen Energiepreisen,...

Aus für Sanierungsbonus: Das sagt das Ministerium

Am 2. Februar verkündete das Umweltministerium das überraschende Aus für die...

Langer Weg mit viel Potenzial

Trotz technologischer Fortschritte verläuft der Ausbau der...

Mit Stromspeichern Geld verdienen

Die Energiewende bringt nicht nur herausfordernde Umstellungen für Unternehmen mit sich,...