Mittwoch, Oktober 28, 2026

Mehrwert für Manager

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Netzwerke ermöglichen Wissenstransfer und sorgen dafür, dass gute Ideen schneller in die breite Umsetzung kommen. Sie bilden den Kern der Karriere von Helene Konrad, u. a. bei der IG Lebenszyklus Bau.

Helene Konrad
Bild: Foto: FINK Kommunikations- und Projektagentur/Oliver Gast

Bild: Helene Konrad ist Kommunikationsexpertin für die Bau- und Immobilienwirtschaft. Ihr Schwerpunkt liegt im Aufbau und in der Betreuung unternehmensübergreifender Plattformen zu Lebenszyklus-, Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsthemen.


»Technik war nie mein Fall, ist sie bis heute nicht. Mein Können und mein Engagement gelten der Sprache«, betont Helene Konrad. Nach diesem Motto hat die 47-Jährige ihre bisherige Karriere gestaltet, zunächst das Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Politikwissenschaft an der Uni Wien absolviert. Jahre später sollte noch die Ausbildung NLP Practitioner & Master in Wien und Berlin folgen, die sich mit effektiver Kommunikation, Selbstreflexion und Verhaltensänderung befasst. »Ich habe kein technisches Studium und rückblickend betrachtet war das kein Hindernis. Im Gegenteil, es hat mir den unvoreingenommenen Blick auf die Branche erlaubt.«

Sprache entscheidet
Nach dem Studium war Konrad vorerst in der PR bei Goldmedia Media Consulting in Berlin tätig, gefolgt von Öffentlichkeitsarbeit für World Vision & Gemeinsam für Afrika. »Die NGO-Arbeit hat mich damals in die weite Welt geführt, auch nach Afrika und Asien. Ich habe viel Erfahrung mit internationalem Journalismus und Krisenkommunikation sammeln können.« Anschließend wechselte die Wienerin in die Unternehmenskommunikation, hat für die PR-Agentur Alpha Affairs gearbeitet und erste Immobilienkontakte geknüpft. »Danach wollte ich selbstständig arbeiten, habe überlegt, wie ich die NGO-Seite mit der wirtschaftlichen verknüpfen kann, habe ein Portfolio entwickelt und an rund 100 Unternehmen geschickt.« Reagiert hat damals v. a. die Bau- und Immobilienwirtschaft. Das war Konrads Start in die nachhaltige Immobilienwirtschaft. Durch ein Unternehmen ist sie in Kontakt mit der ÖGNI gekommen, hat diese kommunikativ mit aufgebaut und begleitet. Die Kommunikationsexpertin hat bereits mehrere Initiativen mit auf den Weg gebracht, dazu zählen auch das Innovationslabor Digital findet Stadt und die Plattform Sanierungsgipfel.at.

Innovation zählt
Helene Konrad erinnert sich: »Kurz nach der ÖGNI kam Karl Friedl von M.O.O.CON auf mich zu.« Er wollte einen Verband gründen, der die bislang isolierten, von Einzelinteressen geprägten Bereiche Planung, Errichtung, Bewirtschaftung und Finanzierung in der Bauwirtschaft zusammenführt. Das war die Gründung der IG Lebenszyklus Bau, die sie als Geschäftsleiterin konzeptionell aufgebaut hat und heute noch betreut. »Als Frau in der männerdominierten Baubranche waren die ersten Jahre durchaus herausfordernd. Doch der Umgang miteinander funktionierte zunehmend gut.« Es habe sich viel verändert, v. a. mit der jungen Generation, die jetzt in die Führungsebene aufsteigt. Familie sei kein Tabu mehr – Helene Konrad ist Mutter einer sechsjährigen Tochter. »Integriertes Arbeiten ist möglich, natürlich besteht noch viel Luft nach oben«, lacht sie. In ihren Kommunikations- und Netzwerkaufgaben blüht Helene Konrad auf, ebenso bei ihrem größten Hobby, dem Tanzen, genauer gesagt beim Tango Argentino.

Innovation für den Bau
Ein großes Thema der IG Lebenszyklus Bau ist heute der Baubestand. »Neben dem ökologischen Aspekt stecken darin neue Geschäftsmodelle und Nutzungsarten, viele Unternehmen haben das bereits erkannt. Die IG Lebenszyklus Bau bietet dazu Leitfäden, technische Lösungsansätze im Rahmen der Kreislaufwirtschaft an und entwickelt mit Digital findet Stadt neue Ansätze für die digitale Bestandserfassung.« Konrad betreibt zudem die Kommunikationsagentur Fink, mit der sie weitere Kunden aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, wie z. B. den Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI), betreut.

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