Mittwoch, Oktober 21, 2026

Mehrwert für Manager

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Wie gelingt die digitale Transformation beim größten Infrastrukturbetreiber Österreichs? Die ÖBB schafft gemeinsam mit SAP eine Rundumerneuerung ihrer SAP-Landschaft.

RJ Doppelstock neu im Stadler-Werk in Altenrhein in der Schweiz
Foto: ÖBB/Hummel

 

Die Partnerschaft zwischen ÖBB und SAP zeigt beispielhaft, wie eine umfassende digitale Transformation geplant werden muss, um langfristig Mehrwert zu schaffen. Der größte Eisenbahnkonzern und Infrastrukturbetreiber Österreichs entschied sich, seine SAP-Landschaft rundum zu erneuern. Die bisherigen SAP-Systeme der ÖBB – für alle Bereiche von Finanzen über Einkauf und Logistik bis hin zu Personal – stießen an ihre Grenzen, neueste digitale Innovationen konnten nicht mehr vollumfänglich genutzt werden. Daher geht das Unternehmen nun einen entschlossenen Schritt und modernisiert seine SAP-Systeme von Grund auf. Mit den Cloud-Lösungen von RISE with SAP hat die ÖBB dafür die passende Antwort gefunden.

Die alte SAP-Landschaft der ÖBB war zwar funktional, bestand aber aus vielen unterschiedlichen Systemen. Das machte es kompliziert bis unmöglich, technologische Innovationen über den ganzen SAP-Betrieb hinweg zu implementieren. Gemeinsam mit SAP hat die ÖBB daher jetzt die SAP-Systeme komplett aufgeräumt, modernisiert und vereinheitlicht. Das führt in Zukunft zu einer spürbaren Erleichterung durch den gemeinsamen Betrieb der ÖBB- und SAP-Betriebsmannschaften: Die Teams haben ein gemeinsames Verständnis der Systeme und kommen so schneller zu konkreten Lösungen.

Schrittweise Entwicklung und klare Zuständigkeiten
Bei einem Unternehmen von der Größe und Breite der ÖBB war klar, dass ein digitaler Wandel nicht nach dem Prinzip „Hau-Ruck“ funktioniert. Daher wurde gemeinsam mit SAP bewusst auf eine schrittweise Transformation gesetzt, bei der jede und jeder den eigenen Zuständigkeitsbereich genau kannte und die Teams jeden Meilenstein gemeinsam erreichten. Es gab ein klares Bewusstsein dafür, dass ein Wandel dieser Größe seine Zeit braucht.

Dazu wurden klare, gut strukturierte Entscheidungswege und Prozesse etabliert. Das klingt vielleicht selbstverständlich, wird aber oft vernachlässigt. Hier aber konnte man früh sicherstellen, dass der Wandel bei allen ankommt.

Datenmanagement als Innovationsbooster
Konkret ziehen die ÖBB mit ihrer gesamten SAP-Systemlandschaft in ein hochsicheres, geschütztes digitales Rechenzentrum um, die SAP Private Cloud. Hier laufen die Daten von Abteilungen wie Finanzen, Einkauf, Personal und Zuglogistik zentral zusammen. Das ist die entscheidende Voraussetzung, um das volle Potenzial digitaler Technologien auszuschöpfen: Das saubere und stabile Datenmanagement sorgt dafür, dass mit modernen Werkzeugen Aufgaben bestmöglich bewältigt werden können und damit den Teams der Arbeitsalltag erleichtert wird. Im Gegensatz zur herkömmlichen SAP-Landschaft der ÖBB bietet diese modernisierte Plattform jetzt die Möglichkeit, künftige digitale Innovationen über den ganzen Betrieb hinweg rasch und reibungslos zu implementieren.

„Man spürte Zusammenhalt und gemeinsamen Willen“
Martin Seiser, ÖBB Group CIO und IT-Geschäftsführer der ÖBB-Business Competence Center GmbH, betont dabei besonders den Wert der gemeinsamen Anstrengung: „Eine solche digitale Transformation lässt sich nicht per Knopfdruck umsetzen. Es ist eine intensive Teamarbeit, bei der alle Rädchen ineinandergreifen müssen. Es gab eine spürbare Motivation im gesamten Team, diesen großen Schritt gemeinsam zu schaffen.“

Die ÖBB und SAP haben damit ein Kernprinzip des digitalen Wandels in die Tat umgesetzt: Eine echte, wirksame Transformation passiert nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit und umsichtige Planung, damit alle mitgenommen werden. Die Bestätigung, dass dieser Weg der richtige war, kam nach intensiver Vorbereitung im entscheidenden Moment des Projekts, dem „Cutover-Wochenende“: die endgültige Umstellung auf die neuen SAP-Systeme. Martin Seiser bringt es auf den Punkt: „Im ganzen Team und in jeder Minute spürte man den Zusammenhalt, die Motivation und den gemeinsamen Willen, dieses Ziel zu erreichen. Und das taten wir. Das zeigt mal wieder: Der entscheidende Teil ist nicht die Technik, sondern die Menschen dahinter. Und genau mit diesem Spirit werden wir uns jetzt laufend weiterentwickeln und neue digitale Innovationen nutzen, für unsere Teams und für unsere Kundinnen und Kunden.“

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