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Laut Zahlen des Umweltbundesamts sind die Treibhausgasemissionen in Österreich von 2023 auf 2024 um 2,56 Prozent gesunken. Forscher:innen der Universität Graz haben nun analysiert, worauf die Reduktion im Vorjahr zurückzuführen ist.

Ursache für gesunkene Treibhausgase
Bild: iStock

In den letzten Jahren ist der CO2-Ausstoß Österreichs deutlich gesunken: 2022 um 5,8 Prozent, 2023 um 6,4 und 2024 um rund 2,6 Prozent, jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Abgesehen vom starken Rückgang durch den COVID-bedingten Lockdown hatten sie sich davor lange Zeit auf einem relativ stabilen Level gehalten. „So wenig Treibhausgas-Emissionen wie 2024 hatten wir zuletzt 1970“, weiß Karl Steininger vom Wegener Center der Universität Graz. Um das Ziel für 2030 zu erreichen, brauche es aber noch größere Anstrengungen.

Klimaschutz zahlt sich aus
In ihren Analysen berechneten Steininger und sein Team den Einfluss verschiedener Faktoren: „Knapp zwei Drittel des Rückgangs der österreichischen Treibhausgasemissionen im letzten Jahr sind auf klimafreundliche Veränderungen bei Produktionsverfahren, Heizsystemen und im Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen. Ausgelöst wurden diese unter anderem durch Preissignale, wie etwa die CO2-Steuer“, berichtet der Forscher. Etwas mehr als ein Drittel der Reduktion liegt in der schwachen Konjunktur (0,1 Prozentpunkte) und dem außerordentlich milden Winter (0,9 Prozentpunkte) begründet.

Mehr Anstrengungen für Emissionsziel 2030 nötig
„Internationale Klimaabkommen ziehen als Referenz für ihre Zielvorgaben das Emissionsniveau von 1990 heran. Österreich emittiert heute knapp 16 Prozent weniger. Was unseren Zielpfad gemäß EU-Vereinbarung betrifft, so liegen wir aber noch darüber“, mahnt Steininger und gibt zu bedenken: „Hätten die Wintertemperaturen und der Konjunkturzyklus dem Zehn-Jahres-Mittel entsprochen, wären die Emissionen um zwei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – drei Prozent – höher gewesen. Damit Österreich die Ziele für 2030 erreicht, müssen die Einsparungen daher in den nächsten Jahren deutlich stärker ausfallen als 2024“, so der Wissenschaftler.

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