Saturday, May 02, 2026

Mehrwert für Manager

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Wie Jasmin Roopra-Pfeffer, Geschäftsführerin von The Scan Remote & Service, die Gesundheitsbranche mit einem neuen Ansatz für die Bereitstellung von Fachkräften unterstützt.

Bild: Die erfahrene Radiologietechnologin Jasmin Roopra-Pfeffer war Fachbereichsleiterin der MTDG (Abteilung für medizinische, therapeutische und diagnostische Gesundheitsberufe) im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien und hat ihr Unternehmen 2025 gegründet.

Die Radiologie leidet wie viele Bereiche des Gesundheitswesens unter einem deutlichen Fachkräftemangel. Für Jasmin Roopra-Pfeffer, Gründerin und Geschäftsführerin von The Scan Remote & Service FlexCo, ist dieser Engpass seit vielen Jahren spürbar. Sie berichtet, dass ineffizient genutzte Geräte, Überstunden und hohe Fluktuation von Radiologietechnolog*innen Menschen und Organisationen gleichermaßen unter Druck setzen. „Wir bedienen unterschiedlichste Maschinen und jedes Institut arbeitet anders. Das braucht viel Erfahrung und gründliche Einschulungen“, berichtet sie über die Arbeit.

Mit dem in Österreich neuen Konzept des Remote Scanning will ihr Unternehmen diese Situation entschärfen. Radiologietechnolog*innen können dabei MRT-, CT- oder PET-Geräte aus dem Homeoffice steuern. Roopra-Pfeffer erklärt, dass diese Lösung weltweit bereits seit rund zehn Jahren etabliert ist und enorme Vorteile bietet. „Erfahrene Remotescanner können zwei Geräte gleichzeitig bedienen. Zudem können Teilzeitkräfte leichter aufstocken, weil sie nicht mehr an lange Wegzeiten gebunden sind.“

Vor Ort bleibt dennoch medizinisches Personal für den Patientenkontakt oder Notfälle notwendig. Dass Remote Scanning technisch und rechtlich möglich ist, sei klar geregelt. Entscheidend sei jedoch Vertrauen in die Qualität. „Die Skepsis ist da, weil es in Österreich neu ist. Daher setzen wir ausschließlich auf hochqualifiziertes Personal“, betont sie – und erhält auch positives Feedback aus der Branche. So sieht der Wiener Radiologe Priv.-Doz. Dr. Claudio Spick in den Remote-Technologien „die Zukunft der Versorgung“.

Als Kernangebot plant nun The Scan Remote & Service nicht nur die Bereitstellung von Remote-Fachkräften, sondern auch die komplette Prozessprojektierung in bestehenden Strukturen. Institute profitieren laut Roopra-Pfeffer von erhöhter Ausfallsicherheit, weil kurzfristige Personallücken durch Abrufbereitschaften geschlossen werden können. „Es gibt nichts Schlimmeres als überfordertes Personal vor Ort. Wir können uns zuschalten und unterstützen.“ Röntgenuntersuchungen sind von dem Remote-Angebot ausgenommen, da sie manuelles Agieren direkt am Patienten erfordern.

Auch Kapazitätsengpässe lassen sich reduzieren. Durch verlängerte Öffnungszeiten und die Zusammenarbeit mit dem Teleradiologie-Partner Telescan können auch die Wartezeiten bei Befundungen sinken. „Aktuell warten Patienten oft vier Wochen oder länger auf einen Kassen-MRT. Unsere Lösung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

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