Donnerstag, Oktober 29, 2026

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ÖBB-CEO Andreas Matthä und voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner haben im Beisein von Bundesminister Peter Hanke, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Günther Steinkellner am Linzer Hauptbahnhof erstmals eine weltweit einzigartige Schiene verlegt: Das wasserstoffbasierte Einsatzmaterial wurde mit Netto-Null-CO₂-Emissionen produziert. 

Erste wasserstoffbasierte Schiene
Arbeiter bei der Verlegung der Grünen Schiene. (Foto: Andreas Scheiblecker)

Erstmals weltweit wurde eine Schiene mithilfe wasserstoffbasierter Technologie gefertigt. Dabei ersetzt grüner Wasserstoff fossile Brennstoffe im Produktionsprozess. voestalpine CEO Herbert Eibensteiner: „Als voestalpine sind wir auf unserem Weg zur grünen Stahlerzeugung bereits erfolgreich gestartet und schreiten mit den Bauarbeiten zur Errichtung der beiden grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz zügig voran. Parallel forschen wir gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft an unterschiedlichen Breakthrough-Technologien. Die Herstellung der weltweit ersten wasserstoffbasierten Schiene an unserem Standort in Donawitz ist ein historischer Meilenstein.” Gleichzeitig leistet die klimaneutrale Schiene einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft – denn sie besteht vollständig aus recyceltem Material.

High-Tech aus Donawitz
Produziert wurde die Innovationsschiene im steirischen Donawitz, einem der modernsten Schienenwalzwerke weltweit. Von dort wurde sie innerhalb weniger Stunden just-in-time an den Linzer Hauptbahnhof geliefert – ganz im Sinne regionaler Wertschöpfung und effizienter Logistik. Die neue Schiene unterstreicht damit einmal mehr die internationale Vorreiterrolle österreichischer Bahntechnologie.

Die Schiene wurde im Zuge der Bauarbeiten bei der Westausfahrt des Linzer Hauptbahnhofs verlegt. Dieser Abschnitt ist eine der Schlüsselstellen für den durchgängig viergleisigen Ausbau der Weststrecke von Wien nach Wels. Mit dem Neu- und Ausbauprojekt „Linz Hauptbahnhof Westseite“ werden wichtige Kapazitäten für den Bahnverkehr der Zukunft geschaffen. „Vier Gleise öffnen den Engpass zwischen Linz und Wels. So entsteht ein besseres Zugangebot im oberösterreichischen Zentralraum“, ist sich Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner sicher. Die Anzahl an Zügen für Personen und Güter steigt. Die nötige Kapazität dafür schafft der viergleisige Ausbau von Linz aus Richtung Wels. Für Fahrgäste werden enorme Vorteile spürbar: ein dichteres S-Bahn-System im Raum Linz-Wels, ein integrierter Taktfahrplan und insgesamt ein besseres Angebot im Regional- und Schnellzugverkehr. Zusätzlich profitieren Fahrgäste von neuen, modernen und barrierefreien Haltestellen mit Park&Ride-Anlagen.

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