Friday, January 23, 2026

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Krieg, Klimakollaps, Polykrisen: Es war schon einmal schöner auf diesem Planeten. Aber Kopf hoch: Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Ein Überblick.

Bild: iStock


Dass China eine neue globale Supermacht in Sachen erneuerbare Energie ist, wissen wir längst. Die neuen Zahlen lassen aber auch Insider staunen: In den ersten fünf Monaten diesen Jahres hat der asiatische Riese Kraftwerke mit 198 GW Solar- und 46 GW Windkraft-Kapazität neu installiert. Dieser Zuwachs allein übertrifft die Stromerzeugung von Indonesien, der Türkei und Großbritannien. Allein im Mai wurde die Rekordleistung von 93 GW Solar- und 27 GW Windanlagen installiert - umgerechnet sind das 230 Millionen Solarpaneele und 5.300 Windturbinen. Das heißt: China hat in hier 100 neue Solarpaneele pro Sekunde und eine neue Windturbine alle zehn Minuten aufgestellt. Kleiner Wermuts­tropfen: Der Rekordausbau im Mai ist dem Beginn eines neuen Förderregimes mit Stichtag Anfang Juni geschuldet, das die weitere Ausbaugeschwindigkeit wieder etwas reduzieren wird. Trotzdem hat China damit einen historischen Meilenstein erreicht: eine Gesamtsolarkapazität von 1,08 TW.

Coole Häuser dank neuer Farbe
Wer aktuell in der Sommerhitze schwitzt, sucht nach Möglichkeiten, sich abzukühlen. Neben Energiefressern wie Klimaanlagen könnte bald auch eine vergleichsweise simple, aber effektive neue Technologie zum Einsatz kommen: Ein neu entwickelter Fassadenanstrich mit dem Kürzel CCP-30 soll dank neuer Materialstruktur die Energiekosten für Kühlung von Gebäuden um bis zu 40 Prozent senken. Das verwendete Calcium-Silikat-Hydrat mit Nanopartikeln wird wie streichbarer Zement ausgebracht und reflektiert bis zu 92 Prozent des Sonnenlichts. CCP-30 sorgt aber auch dafür, dass die Wärme nicht nur in die Umgebungsluft abgegeben wird, sondern quasi direkt wieder aus der Erdatmosphäre als Wärmestrahlung reflektiert wird. Ergebnisse von im Fachmagazin Science veröffentlichten Studien in Singapur zeigen, dass die Kühlleistung des neuen Materials jene herkömmlicher Materialien um das Zehnfache übertrifft.

Die Batterierevolution ist (fast) da
24 Stunden, rund um die Uhr Solarstrom nutzen - das ist eine Vision, die bislang nicht wirklich umsetzbar war. Dank neuer Batterietechnologien ist das Ziel aber näher als je zuvor. Der internationale Energie-Thinktank Ember kommt in einer aktuellen Analyse zum Schluss, dass die Kombination aus einem kompakten 17 kWh Batteriespeicher und einer 5 kW Energie aus Solarpanelen ausreichen, um in halbwegs sonnigen Breitengraden eine Dauerversorgung mit Strom sicherzustellen, auch wenn keine Sonne scheint. Dazu passt eine erfreuliche Meldung aus Italien: Dort hat das lombardische Start-up-Unternehmen Heiwit mit Sitz in Varese soeben eine Natrium-Ionen-Batterie für den Hausgebrauch vorgestellt, die günstiger als Lithium-Ionen-Batterien und weitaus weniger feuergefährlich ist.

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