Samstag, Juli 04, 2026

Mehrwert für Manager

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ABB setzt die "Ansible Automation Platform" des Open-Source-Spezialisten Red Hat für seine Teams weltweit ein. Vereinfacht werden damit die Konfiguration von Systemen, die Bereitstellung von Anwendungen und die Verwaltung komplexer Workflows in hybriden IT-Umgebungen.

ABB setzt auf Open-Source-Plattform
Bild: iStock

Der neue standardisierte Ansatz von ABB hat seit Januar 2025 zu einer durchschnittlichen Zeitersparnis von 57 Stunden pro Monat in 32 Teams geführt. Die Automatisierung hat außerdem die Compliance vereinfacht, eine schnellere Bereitstellung von IT-Services für Endbenutzer unterstützt und zu einer Kostensenkung beigetragen.

Als globales Unternehmen, das in mehr als 100 Ländern tätig ist, basiert ABB auf einem dezentralen Modell, bei dem jeder Geschäftsbereich die Autonomie hat, die Lösungen zu wählen, die am besten zu seinem lokalen Markt passen. Jahrzehntelange technische Exzellenz und eine lange Tradition der Innovation haben jedoch zu einer hochkomplexen IT-Landschaft geführt, die eine vielfältigen Verbund aus modernen Cloud-Plattformen, lokalen Systemen und langjährig bewährten Industrietechnologien umfasst. In dieser Landschaft verwendeten unterschiedliche Teams verschiedene Automatisierungstools und -frameworks, oft mit engem Anwendungsbereich und in isolierten Fällen. Diese Bemühungen brachten zwar einen Mehrwert, aber der fragmentierte Ansatz führte zu Doppelspurigkeit, höherem Betriebsaufwand und uneinheitlichen Sicherheitsstandards.

Für seine neue zentralisierte globale Automatisierungsplattform entschied sich ABB für die Red Hat Ansible Automation Platform mit ihrem breiten Community-Ökosystem, dem starken Support durch den Anbieter und den Multitenancy-Fähigkeiten. Sie wurde innerhalb von weniger als einem Jahr für Teams in allen Geschäftsbereichen von ABB entwickelt und implementiert. Das Group Information Systems (IS)-Team von ABB verwaltet die Red Hat Ansible Automation Platform zentral, während die Mandantenfähigkeit der Lösung es jedem Geschäftsbereich, internen IT-Team und externen Dienstleister ermöglicht, unabhängig zu arbeiten und gemeinsam genutzte Automatisierungen über ein zentrales Repository wiederzuverwenden, ohne dabei ihre Autonomie aufzugeben. Die Red Hat Ansible Automation Platform unterstützt mittlerweile mehr als 75 Live-Anwendungsfälle, wobei weitere 150 Anwendungsfälle in der Entwicklung sind, unterstützt durch eine Infrastruktur, deren Größe sich seit der Einführung verdoppelt hat.

Teams innerhalb von ABB berichten von schnelleren Bereitstellungen, höherer Effizienz und messbaren Kosteneinsparungen, wie aus den vierteljährlichen Umfragen zum Geschäftswert der Automatisierung hervorgeht. Ein Team allein hat durch einen einzigen Anwendungsfall Kosteneinsparungen in Höhe von umgerechnet CHF 80.000 über einen Zeitraum von drei Jahren erzielt. Die Automatisierung hat auch zu erheblichen Effizienzsteigerungen in den Kerngeschäftssystemen geführt. So hat etwa das SAP-Team in China die monatliche Patch-Zeit für über 100 Server von 6,5 Stunden auf nur 20 Minuten pro Server reduziert und damit den Aufwand und die Wartungsfenster verringert. Um die Ausfallsicherheit zu erhöhen und den manuellen Aufwand zu reduzieren, hat ABB die Workflows für die Notfallwiederherstellung automatisiert, einschließlich Failover und Tests.

ABB hat mehrere Service-Desk-Workflows automatisiert, indem es die Red Hat Ansible Automation Platform in ServiceNow integriert hat. Dadurch werden 4.000 Tickets automatisch bearbeitet, was die Bearbeitungszeit um fast 40.000 Stunden reduziert. Beispielsweise ist die Wiederherstellung von Active-Directory-Passwörtern nun vollständig automatisiert, sodass Mitarbeiter schneller Lösungen erhalten, ohne auf die manuelle Bearbeitung von Tickets warten zu müssen. ABB hat Disaster-Recovery-Workflows automatisiert, darunter Failover und Tests, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Auch die Konfigurationseinstellungen wurden automatisiert, um die Compliance zu standardisieren und zu vereinfachen: Einige Systeme verfügen über bis zu 400 Konfigurationselemente, von der Verschlüsselung bis zur Dateifreigabe, deren Verwaltung mit manuellen Prozessen sehr zeitaufwendig war.

Der kulturelle Wandel hin zu einer automatisierungsorientierten Denkweise unterstützt die kontinuierliche Verbesserung bei ABB. Dabei werden die Teams dazu ermutigt, bestehende Prozesse zu hinterfragen, Wissen auszutauschen und Innovationsmöglichkeiten zu untersuchen. Aufbauend auf dem Erfolg mit der Red Hat Ansible Automation Platform evaluiert ABB derzeit Red Hat OpenShift, um einen zentralisierten, skalierbaren Ansatz für die Modernisierung von Anwendungen zu unterstützen.

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