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„Wir müssen das Ziel 2050 ernst nehmen"
Die Transformation der Baubranche hin zu Klimaneutralität ist keine Frage der Technologie, sondern des Bewusstseins, ist Alexander Sieh von der FH Campus Wien überzeugt. Im Interview erklärt der Bauphysik-Experte, wie die Hochschule junge Menschen für nachhaltiges Bauen ausbildet – und warum die Zeit drängt.
Die Transformation der Baubranche hin zu Klimaneutralität ist keine Frage der Technologie, sondern des Bewusstseins, ist Alexander Sieh von der FH Campus Wien überzeugt. Im Interview erklärt der Bauphysik-Experte, wie die Hochschule junge Menschen für nachhaltiges Bauen ausbildet – und warum die Zeit drängt.
Video by Gerhard Popp. Mehr von Gerhard Popp gibts hier
Klimaresilienz, Kreislauffähigkeit und Klimafreundlichkeit – diese drei Pfeiler prägen laut Alexander Sieh die Ausbildung am Department Bauen und Gestalten der FH Campus Wien. „Wir wollen Schaffende ausbilden, die in Zukunft das Potenzial haben, diese Transformation – die Dekarbonisierung des Marktes – zu schaffen", erklärt er.
Das Besondere an der Fachhochschul-Ausbildung: Theorie und Praxis gehen Hand in Hand. Gemeinsam mit externen Lektoren arbeitet das Team täglich daran, Studierende für die Herausforderungen der Zukunft zu sensibilisieren und mit ihnen konkrete Lösungen zu erarbeiten.
Klimaneutralität 2050: Nicht die Technik fehlt, sondern das Bewusstsein
Auf die Frage, woran es aktuell am meisten fehlt, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, überrascht Sieh mit seiner Antwort: Es mangelt weder an Technologien noch an digitalen Tools. „Ich glaube, es fehlt eher am Bewusstsein, es wirklich anzugehen", so der Experte.
Das Problem sei die gefühlte Distanz zum Zieldatum. „Das Jahr 2050 wirkt so weit für uns, aber es kommt in Riesenschritten. Es sind nur noch 24 Jahre", warnt Sieh. „Wenn wir jetzt nicht anfangen, die Weichen zu stellen, werden wir es in den letzten fünf Jahren irrsinnig stressig haben."
Seine Überzeugung: Das Ziel muss ernst genommen werden, die verbleibende Zeit komplett genutzt werden. „Es braucht einfach mehr Anstrengungen von allen Seiten."
Mehr dazu erfahren Sie im Video.
Hintergrund:
Das Video ist im Rahmen des von der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) und der DREA (Digital Real Estate Association) veranstalteten Events „Bau.Material.Digital – Ressourcen neu denken, Gebäude neu planen" im Reallabor Fassfabrik der STRABAG entstanden.
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