Tuesday, March 10, 2026

Mehrwert für Manager

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In Wien fiel der Startschuss für das Energy Launchpad, einer neuen europäischen Plattform für Energieinnovation. Ziel der Initiative ist es, Startups, Forschung und Industrie über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und gemeinsam skalierbare Lösungen für die Energietransformation schneller Realität werden zu lassen. Im Zentrum steht das Prinzip der Open Innovation: Hochschulausgründungen, junge Technologieunternehmen und etablierte Player entwickeln dabei gemeinsam Ansätze, die Energiesysteme resilienter machen, Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Transformation vorantreiben.

Bild: Annina von Mentlen Head Outreach & Education, Energy Science Center, ETH Zurich; Michael Strugl CEO VERBUND; Lisa Kratochwill Startup Engagement Managerin VERBUND; Jens Schneider Rektor TU Wien; Christian Schaffner Executive Director, Energy Science Center, ETH Zürich; Ruth Happersberger Geschäftsleitung Energie 360° AG; Christian Hoffmann Senior Advisor Innovation & Beteiligungsmanagement TU Wien; Franz Zöchbauer Managing Director VERBUND Ventures GmbH; Lars Eiermann CSO & CBDO TUM Venture Labs; Sylvia Stojilkovic Managing Partner Cleantech & Energy International UnternehmerTUM; Robin Knapp Executive and Strategy Assistant Enpulse/EnBW; Rene Hofmann Head of Institute of Energy Systems and Thermodynamics TU Wien; Josefine Gruber Innovation Inhouse Consultant VERBUND. (Foto: Noah Neumair

Das Energy Launchpad vereint führende Universitäten, Startup-Ökosysteme und Energieunternehmen aus dem gesamten DACH-Raum. Aus jedem Land ist je eine Spitzenuniversität und ein führendes Unternehmen vertreten: die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), und Energie 360° aus der Schweiz, die Technische Universität Wien und die VERBUND AG aus Österreich sowie die Technische Universität München, UnternehmerTUM GmbH und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG aus Deutschland.

„Europa braucht Strukturen, die Innovationen nicht nur fördern, sondern auch skalierbar machen. Das Energy Launchpad schafft genau diese Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gründerszene. Die Energietransformation ist eine der größten industriellen Aufgaben unserer Zeit. Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, müssen wir neue Technologien schneller zur Anwendung bringen und zwar gemeinsam, über Ländergrenzen hinweg“, erläutert Michael Strugl, CEO von Verbund.

Auch Jens Schneider, Rektor der TU Wien betont die Bedeutung des neuen Netzwerks: „Als Universität setzen wir wissenschaftliche Exzellenz in Innovation um – durch Lehre, Kooperationen und Formate wie das Energy Launchpad. Diese Plattform ermöglicht Startups und Spin-offs, Forschungsergebnisse direkt in skalierbare Lösungen zu übersetzen – und so unmittelbar zur Stabilität und Nachhaltigkeit unserer Energiesysteme beizutragen“

Aktuelle Mission

Das Energy Launchpad verfolgt eine klare Mission: europäische Technologien und Startups so zu fördern, dass wirtschaftliche Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Spin-offs und Startups erhalten Unterstützung beim Eintritt in den Markt und bei der Skalierung ihrer Ideen. Gleichzeitig werden gemeinsame Innovationsprojekte angestoßen, die Wissenschaft und Industrie enger verzahnen. Ein weiterer zentraler Bestandteil ist der Austausch von Best Practices mit dem Ziel, ein starkes, europaweites Ökosystem für Energieinnovation aufzubauen.

„Das Energy Launchpad ist mehr als ein Netzwerk. Hier interagieren Startups, Forschungsteams und Industriepartner direkt miteinander, tauschen Ideen aus und entwickeln daraus innovative Projekte. Forschungsresultate werden so umsetzbar, Innovationen werden erfolgreich, und Lösungen für die Energietransformation schaffen echten Mehrwert und das deutlich schneller.“ – betont Christian Schaffner, Executive Director des Energy Science Centers (ESC) der ETH Zürich.

Agenda 2026

Das Jahr 2026 steht im Zeichen zentraler Zukunftsthemen, die zeigen, wie eng Innovation und Resilienz zusammengehören. Im Mittelpunkt steht die Resilienz von Energie- und Infrastruktursystemen: von Cyber- und physischer Sicherheit über klimaangepasste Infrastruktur bis hin zu widerstandsfähigen Lieferketten. Ziel ist es, Energiesysteme zu entwickeln, die auch unter Extrembedingungen zuverlässig funktionieren und gleichzeitig die Klimaziele erfüllen. Gleichzeitig gewinnen Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Quantum Computing an Bedeutung. Sie ermöglichen effizientere Netze, optimierte Laststeuerung und intelligente Ressourcennutzung. Gemeinsam mit Startups und Forschungseinrichtungen entwickelt das Launchpad Strategien, wie datenbasierte Innovationen die Energieversorgung nachhaltiger und widerstandsfähiger gestalten können.

2026 bietet das Energy Launchpad eine Vielzahl an Formaten, die Innovation erlebbar machen – von thematischen Challenges über Summer Schools bis hin zu Awards und Konferenzen. So entstehen neue Räume für Austausch, Kooperation und sichtbare Ergebnisse der Energietransformation. Nach dem Kick-off in Wien am 23. Oktober startet eine Roadshow durch den DACH-Raum. Nächster Halt ist die ETH Zürich am 11. November 2025 im Rahmen der Energy Week @ ETH.

Das Energy Launchpad ist als wachsendes Netzwerk angelegt. Weitere Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem europäischen Innovations-Ökosystem sind eingeladen, sich zu beteiligen und gemeinsam die Energietransformation voranzutreiben.

Das ist Website zum Energy Launchpad mit weiteren Details: https://launchpad.energy

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