Freitag, Juni 21, 2024

Report-Umfrage: Prominente Vertreter der heimischen Wirtschaft werfen einen Blick in die Glaskugel und verraten, was sie vom neuen Jahr erwarten. Teil 4 mit Leonhard Schitter (Salzburg AG), Andreas Schlecht (Hitachi), Hans-Jörg Schweinzer (Loytec), Angelika Aulinger (Fermacell), Jan Trionow (CEO 3), Christian Weinhapl (Wienerberger) und Günter Thumser (Henkel).

Das Öko-Studierendenheim »GreenHouse« wurde 2015 als eines der ersten Gebäude in der Seestadt Aspern eröffnet.  Gemeinsam betrieben von ÖJAB, ÖAD und WBV-GPA, ist das Wohnheim Teil eines bis 2018 laufenden Forschungsprojekts der Aspern Smart City Research (ASCR). Im Passiv­hausstandard konstruiert, wird das Gebäude über eine am Dach befindliche Photovoltaikanlage aus 738 Hochleistungsmodulen mit Energie versorgt. Bei voller Sonneneinstrahlung kann somit der gesamte elektrische Tagesbedarf des Wohnheims gedeckt werden, jeder Energieüberschuss wird für später gespeichert. Einige der 313 Heimplätze werden via Energiemonitoring unter Beachtung des Datenschutzes auf CO2-, Wärme- und Stromverbrauch überwacht. Im nächsten Jahr soll das internationale Vorzeigeprojekt dementsprechend erste Ergebnisse zeigen.

Bürgermeister Gerhard Mock im Gespräch zu Wirtschaftlichkeit und den Zielen der Energiestrategie in St. Veit – sowie anfangs oft geäußerter Kritik.

Die Kärntner Stadtgemeinde St. Veit an der Glan macht derzeit vor, wie eine saubere  Energiezukunft zum Vorteil von Bevölkerung und Wirtschaft gleichermaßen umsetzbar ist.

Die Automobilbranche sieht in Hybrid- und Elektroantrieben die Zukunft, das Interesse der Kunden hält sich aber noch in Grenzen. Auch bei der Ausstattung wird oft am falschen Fleck gespart. Andreas Kostelecky, Geschäftsführer von Mitsubishi Österreich, erklärt, warum Sicherheit immer vorgehen sollte, auch wenn schöne Alufelgen manchen wichtiger erscheinen.

Sennheiser übernimmt per April das Geschäft seines Vertriebspartners Grothusen Audio Video Vertriebs Ges.m.b.H. mit Sitz in Wien und gründet eine Tochtergesellschaft, die Sennheiser Austria GmbH. Die neue Tochtergesellschaft wird ihre Geschäftstätigkeit am 1. April 2016 aufnehmen. Björn Grefer, der bislang als President of Finance and Operations bei der Sennheiser (Schweiz) AG fungierte, wird Operations Manager des neuen Unternehmens.

Dirk Lukaschik ist Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Systems in Österreich. Mit Report(+)Plus spricht er über ein anhaltend wachsendes IKT-Geschäft und das Schlagwort des Jahres 2016: Digitalisierung.

ABB-Vorstandsvorsitzender Franz Chalupecky sieht große Herausforderungen im Energiemarkt und wünscht sich ein ­engagierteres Vorgehen Wiens beim Thema Elektro­mobilität.

Die Zufriedenheit der Österreicherinnen und Österreicher mit ihrem Job ist in den letzten fünf Jahren erheblich zurückgegangen quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Gaben 2010 noch 82 Prozent ihrem Arbeitsplatz eine gute Benotung, so sind dies aktuell nur noch 63 Prozent. Die Durchschnittsnote für den Job sank von 1,8 auf 2,5. Dies geht aus einer aktuellen repräsentativen Vergleichsstudie der Allianz Versicherung hervor.

Wenig Geld, keine Karriere

„Bei Gehalt und Karrierechancen driften Wunsch und Wirklichkeit am meisten auseinander“, kommentiert Dr. Inge Schulz, Leiterin Human Resources der Allianz Gruppe in Österreich, die Umfrageergebnisse. Bezeichneten anno 2010 noch 58 Prozent der Befragten ihr Einkommen als zufriedenstellend, so sind dies heute nur noch 36 Prozent - identisch bei Männern und Frauen. Noch weniger Berufstätige, nämlich 34 Prozent, sind mit den Karrierechancen an ihrem Arbeitsplatz glücklich. Eher noch im „grünen Bereich“ liegen
die Work-Life Balance, die gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und die Zufriedenheit mit den Kollegen, wenngleich auch hier durchwegs ein Rückgang von sechs bis acht Prozentpunkten zu verzeichnen ist.

Die extremsten Einbußen bei den Zufriedenheitswerten mussten die Gastronomie (von 81 auf 53 Prozent), die Finanzwirtschaft (von 88 auf 62 Prozent) und das Gesundheitswesen (von 87 auf 65 Prozent) hinnehmen. Neue Zufriedenheits-Spitzenreiter sind damit das Unterrichtswesen und die Industrie. Mit ihrem Beruf besonders zufrieden sind Freiberufler und Beamte – abgesehen vom Einkommen, das als deutlich zu gering eingestuft wird. Am unteren Ende des Rankings liegen die Lehrlinge, von denen nur jeder zweite seinem Arbeitsplatz ein halbwegs positives Zeugnis ausstellt.

Angst um Arbeitsplatz nimmt zu Trotz stark nachlassender Zufriedenheit wollen sieben von zehn Österreicherinnen und Österreichern laut Umfrage ihrem derzeitigen Job treu bleiben. Allerdings halten 20 Prozent ihren Arbeitsplatz für latent, 12 Prozent sogar für akut gefährdet. Wechselbereitschaft herrscht am ehesten bei den Unter-35-Jährigen, während lediglich 16 Prozent der Menschen über 50 einen anderen Arbeitsplatz in Erwägung ziehen. „Generell ist Job-Hopping hierzulande selten“, betont Allianz Expertin Schulz. Im Durchschnitt arbeiten Herr und Frau Österreicher seit fast 9 Jahren in ihrem derzeitigen Unternehmen, nur 24 Prozent hatten in ihrem Leben mehr als 5 Arbeitgeber.

Job-Zufriedenheit als Spiegelbild des Arbeitsmarktes

„Die dramatischen Ergebnisse der Umfrage spiegeln die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt wider“, ist Schulz überzeugt. Ein Blick auf die Fakten zeigt: Die Zahl der Arbeitslosen ist seit 2010 um 42 Prozent – von 250.000 auf 354.000 – gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 9,1 Prozent (2010: 6,9 Prozent). Eklatant geworden ist das Problem insbesondere in der Gruppe der Über-50-Jährigen: 94.000 Menschen in diesem Alter sind heute ohne Job – rund 80 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dem gegenüber steht eine rückläufige Zahl an gemeldeten offenen Stellen und ein erhöhter Mobilitätsaufwand (200.000 Pendler mehr als 2010). Die Versicherungswirtschaft habe, so Schulz, in diesem Zeitraum ihren Beschäftigtenstand von rund 26.000 weitgehend  halten können, während im Bankenbereich ein Abbau von einem Drittel der rund 75.000 Arbeitsplätze in den nächsten Jahren befürchtet werde.

Die Allianz selbst konnte sich, wie eine aktuelle Mitarbeiterbefragung beweist, von der Negativentwicklung der Berufszufriedenheit in den letzten Jahren abkoppeln: 87 Prozent sind mit der Allianz als Arbeitgeber zufrieden und gaben an, mit Stolz bei diesem Unternehmen zu arbeiten. Gelobt wurden vor allem die Diversity-Strategie und die überdurchschnittlichen Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. „Für Unternehmen ist es in Zeiten eines rauen Klimas am Arbeitsmarkt wichtiger denn je, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Offenheit und Vertrauen zu begegnen und ihnen eine echte Entwicklungsperspektive zu geben“, so Schulz abschließend. Insbesondere in den Bereichen Kundenberatung und IT sei im Übrigen eine weitere Verstärkung des Teams durchaus willkommen.

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Nielsen im Auftrag der Allianz als Online-Befragung durchgeführt. Befragt wurden - wie auch 2010 - 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren.

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