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Testlabor für High-Performance-Computing
Der Rechenzentrums- und Colocation-Anbieter Digital Realty hat die Eröffnung eines neuen "Data Center Innovation Lab" in den USA bekannt gegeben. Mit dem Testlabor will das weltweit tätige Unternehmen Kunden dabei unterstützen, komplexe IT-Infrastrukturen für künstliche Intelligenz und Hybrid-Cloud-Lösungen unter realistischen Bedingungen zu erproben.
Das Data Center Innovation Lab befindet sich auf dem Digital-Realty-Campus in Northern Virginia. Die Besonderheit: Kunden können eigene Workloads einbringen oder vorkonfigurierte Infrastrukturen nutzen, um ihre Systeme praxisnah zu prüfen und zu optimieren. So lassen sich mögliche Risiken minimieren, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Über die Plattform ServiceFabric werden zudem direkte Verbindungen zu Cloud- und Netzwerkanbietern ermöglicht, was eine realitätsnahe Testumgebung schafft.
„In einer Welt, in der Datenmengen und der Einsatz von KI rasant zunehmen, ist Innovation keine Option, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung“, betont Chris Sharp, Chief Technology Officer von Digital Realty. Viele Unternehmen würden bislang komplexe Infrastrukturen einführen, ohne sie zuvor unter realen Bedingungen testen zu können. Das neue Labor schließe diese Lücke, indem es eine leistungsstarke, hochverdichtete Umgebung für datenbasierte Tests bietet.
Das Lab ist vor allem auf die Anforderungen von KI- und High-Performance-Computing-(HPC)-Workloads zugeschnitten. Es ermöglicht Leistungen von bis zu 150 Kilowatt pro Rack und bietet damit eine besonders leistungsfähige Umgebung für rechenintensive Anwendungen. Zusätzlich können Unternehmen prüfen, wie sich Stromverbrauch, Kühlung und GPU-Nutzung auf ihre individuellen KI-Anwendungen abstimmen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Validierung von Hybrid-Cloud-Strategien. Das Lab ermöglicht, unterschiedliche Cloud-Umgebungen miteinander zu verknüpfen und Latenztests über mehrere Standorte hinweg durchzuführen.
Die Eröffnung des Data Center Innovation Lab ist in Zusammenarbeit mit Technologieherstellern erfolgt. So hebt AMD hervor, dass seine EPYC-Prozessoren und Instinct-Accelerators im Lab in einer flüssigkeitsgekühlten, hochverdichteten Umgebung ihre volle Leistung entfalten können. Damit sollen Unternehmen KI- und HPC-Projekte schneller vorantreiben können.
Auch Cisco sieht in dem Labor einen Baustein für fundierte KI-Investitionen. Laut Kevin Wollenweber, Senior Vice President und General Manager für Data Center und Internet Infrastructure, können Kunden dort komplette Cisco-Systeme testen, um Anforderungen an Netzwerk, Rechenleistung und Sicherheit exakt zu bestimmen – eine Voraussetzung, um KI-Anwendungen erfolgreich in den produktiven Betrieb zu bringen.
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