Friday, April 03, 2026

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Der Ladenetzbetreiber Smatrics EnBW will 2026 weitere 250 Ultraschnellladepunkte, insbesondere bei neuen Ladeparks und Handelspartnern, errichten. Bis 2030 soll das Ladenetz um mehr als das Doppelte auf 1.500 HPC-Ladepunkte anwachsen.

SMATRICS EnBW Ladepark bei ZGONC in Wien.

„Ultraschnellladen ist kein Zukunftsversprechen mehr, es ist beim Ladeinfrastrukturausbau in Österreich schon längst zur Regel geworden“, betont Thomas Landsbek, CEO von Smatrics EnBW. „Mit unseren Ultraschnellladestationen der höchsten Leistungsklasse stehen wir aktuell je nach Fahrzeugmodell bei einer Ladezeit von 15 Minuten für bis zu 400 km Reichweite – und die Prognosen zeigen: es wird noch schneller.“

Bis 2030 verfolgt Smatrics EnBW das Ziel, 1.500 Ultraschnellladepunkte in Betrieb zu haben. Aktuell kann das Unternehmen insgesamt 655 HPC-Ladepunkte an 109 Standorten in Österreich vorweisen – und liegt damit bei den eigenen Ausbauzielen über Plan. Im netzeigenen Bundesländervergleich zeigt sich: Ober- und Niederösterreich bleiben die Ladehotspots mit gemeinsam 240 HPC-Ladepunkten. Die größten Anstiege gab es in Wien, Tirol und der Steiermark.

Bereits heute befindet sich rund jeder zweite Standort bei Handelspartnern. Speziell diese Schnellladestandorte ermöglichen die ideale Integration der E-Mobilität in den Alltag. „Schnellladen beim Handel ermöglicht de facto Aufladen ohne Zeitverlust: das Auto lädt, solange ich meinen Erledigungen nachgehe. Wir sehen hier naturgemäß sehr großen Bedarf das Laden und Einkaufen zu verbinden. Daher haben wir von Anfang an auf ein umfangreiches und stabiles Partnernetz gesetzt – und das Potenzial ist nach wie vor groß“, erklärt Landsbek. Aktuell betreibt der E-Mobilitätsspezialist alleine bei REWE – also Billa, Billa Plus und Penny – mehr als 280 Ladepunkte an über 50 Standorten. Auch bei Kooperationspartnern wie Metro, Zgonc und Baushaus stehen über 70 Ladestandorte zur Verfügung.

Schnellstraßen und Autobahnen im Fokus

Smatrics setzt zudem auf Lademöglichkeiten entlang von Autobahnen und Schnellstraßen. Bereits 63 Standorte mit 415 HPC-Ladepunkten sind dort in Betrieb – ein Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein besonderer Fokus lag 2025 auf dem Ausbau entlang der Südachse A2 und A9 mit 24 neuen Standorten.

Ein zentraler Ausbauschwerpunkt liegt auch auf Ladeparks: Als solche gelten Standorte mit mehr als acht Ladepunkten und einer verfügbaren Ladeleistung von mindestens 400 Kilowattstunden. Bereits heute betreibt Smatrics knapp 40 dieser Standorte an strategisch wichtigen Punkten in ganz Österreich. Im Jahr 2025 wurde zudem in Regau der erste Ladepark mit eigenen LKW-Stellplätzen in Betrieb genommen. Für 2026 sind weitere 19 Ladeparks in Planung, unter anderem in Hallein, Altlengbach, Sebersdorf und Pingau. Neben Leistung und Verfügbarkeit spielen Komfort und Aufenthaltsqualität eine entscheidende Rolle: Überdachung der Ladesäulen, Jausenplätze und Verpflegungsmöglichkeiten sowie Sicherheitsüberwachungen gehören zunehmend zum Standard. Photovoltaik-Anlagen und Speicherlösungen erhöhen zusätzlich die Wirtschaftlichkeit der Standorte.

Ultraschnellladen ermöglicht es, ein E-Fahrzeug innerhalb eines kurzen Zeitfensters für eine Reichweite von hunderten Kilometern zu laden und ist damit ein entscheidender Faktor der Mobilitätswende. Das HPC-Ladenetz mit aktuellen Ladeleistungen bis 400 kW wird auch 2026 bedarfsgerecht entlang von Fernverkehrsrouten, im urbanen Bereich und beim Einzelhandel ausgebaut. Unabhängig von Standort oder Anzahl der verfügbaren Ladesäulen stammt der Strom für den Betrieb zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie vom Verbund.

Österreich am Weg zur Mobilitätswende

Auch außerhalb des Smatrics EnBW-Netzes zeigt sich in ganz Österreich ein klarer Trend zum High-Power-Charging: Mit Ende 2025 standen landesweit über 4.000 öffentliche HPC-Ladepunkte zur Verfügung – damit hat sich der Anteil der Ultraschnellladestationen in zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Die installierte HPC-Leistung liegt inzwischen bei mehr als einem Gigawatt. Parallel ist der Anteil an batterieelektrischen PKW im Bestand 2025 im Österreich-Schnitt auf 4,9 Prozent angestiegen.

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