Friday, January 23, 2026

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Steigende Kosten und ein selektiveres Konsumverhalten verändern die Rahmenbedingungen für Österreichs Gastronomie. Moments of Taste 2026 reagiert darauf mit einem kuratierten Zugang, der unterschiedliche Genussadressen in einem gemeinsamen Format bündelt und neue Wege der Ansprache eröffnen will.

©Oliver Jiszda

V.l.n.r.: Franz Bernthaler (Geschäftsführer, Culinarius & House of Viva Verlags GmbH), Elena Vacano (Geschäftsführung House of Viva) und Michael Dvoracek (Geschäftsführer, Culinarius & House of Viva Verlags GmbH) © LEADERSNET/ A. Felten


Die Herausgeber führen an, dass im Vorjahr 3.500 Bücher verkauft wurden und Restaurants durch eingelöste Gutscheine zusätzliche Umsätze erzielen konnten. Für die neue Ausgabe bringen Culinarius und die House of Viva Verlags GmbH erneut Haubenrestaurants, Hotels, Weingüter und regionale Betriebe zusammen. Die Auswahl soll ein Bild jener Vielfalt vermitteln, die die österreichische Genusskultur derzeit prägt — und zeigt, wie unterschiedlich Betriebe auf veränderte Marktbedingungen reagieren.

Kuration als ökonomischer Versuch

Das Prinzip bleibt konstant: rund hundert 2-for-1-Erlebnisse, ein Preis von 129 Euro. Die Intention dahinter formuliert Franz Bernthaler, Geschäftsführer von Culinarius und House of Viva, als doppelte Bewegung: „Moments of Taste zeigt, wie stark Kulinarik als Wirtschaftsfaktor wirken kann. Wir schaffen ein Produkt, das Gäste inspiriert und Betrieben echte Frequenz bringt.“ Sein Kollege Michael Dvoracek betont die Verbindung von Angebot und Wirkung: „Dieses Projekt verbindet Kulinarik, Marketingkraft und reale Wertschöpfung. Wir erreichen Menschen, die bewusst Qualität suchen und Neues entdecken wollen.“

Die beiden Aussagen machen deutlich, worauf Moments of Taste abzielt: qualitätsorientierte Häuser sollen auf ein Publikum treffen, das bereit ist, neue gastronomische Adressen auszuprobieren – auch wenn der Zugang über Preisvorteile erleichtert wird.

Unterschiedliche Handschriften, ein gemeinsamer Raum

Die beteiligten Häuser beschreiben teils sehr eigene Motive. Für Grand Chef und Sternekoch Toni Mörwald bleibt Esskultur untrennbar mit ihrem handwerklichen Hintergrund verbunden: „Essenszeit ist Lebenszeit – und genau das spiegelt dieses Projekt wider.“ Angelika Strasser-Edhofer, Inhaberin des Restaurants Markthof in Siegersdorf, verweist auf regionale Herkunft als zentralen Teil ihres Zugangs: „Wir stehen für Regionalität, Authentizität und echten Genuss – das passt perfekt hierzu.“ Haubenkoch Nicolas Engel hebt die individuelle Handschrift hervor: „Feinschmecker suchen heute mehr denn je Emotion und Individualität.“

In der Zusammenschau entsteht ein Bild der Branche, das von Vielfalt geprägt ist: unterschiedliche Küchenphilosophien, unterschiedliche Zielgruppen, unterschiedliche Formen des Erlebens — aber ein gemeinsames Interesse daran, sichtbar zu bleiben.

Ein internationaler Rahmen

Unter den Partnern findet sich auch American Express, ein Unternehmen, das in Österreich seit Jahren kulinarische Initiativen begleitet – etwa durch frühere Reservierungsvorteile im Rahmen der Wiener Restaurantwoche oder Unterstützungsaktionen während der Pandemie. Erkennbar ist eine wiederkehrende Konstellation: Internationale Zahlungsanbieter treten dort in Erscheinung, wo lokale Genussformate um Aufmerksamkeit und Frequenz ringen. Welche ökonomischen Effekte daraus entstehen, bleibt offen; sichtbar ist lediglich die Überschneidung zweier Systeme, die aus unterschiedlichen Interessen heraus im selben Feld agieren.

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