Wednesday, February 11, 2026

Mehrwert für Manager

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Der Kreislaufwirtschaftsexperte Brantner green solutions hat seinen Fuhrpark in einem großen Schwung erneuert: 13 Schwer-Lkw mit Verbrennermotor wurden durch umweltschonende Elektro-Lkw ersetzt. Brantner verfügt damit über die größte E-Lkw-Flotte der österreichischen Abfallwirtschaft.

Bild: Johannes Vogl

Mit der Umstellung auf E-Lkw setzt Brantner genau dort an, wo Nachhaltigkeit unmittelbar spürbar wird: Logistik und Müllentsorgung werden endlich emissionsfrei und ebnen den Weg für eine grünere Zukunft. Der aus zwei Sattelzugmaschinen, sechs Müllpresswagen und fünf Kofferfahrzeugen bestehende Elektrofuhrpark der Marke Mercedes-Benz zeigt, dass leistungsstarke Elektromobilität auch im Schwerlastbereich praxistauglich ist. Darüber hinaus profitieren Personal und Anrainer besonders von der geringen Lärmbelastung.

Josef Scheidl, Geschäftsführer von Brantner green solutions, zeigt sich erfreut darüber, mit diesem Projekt zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen zu können: “Seit Anfang 2026 sind die neuen E-Lkw vollständig in unsere Fahrzeugflotte integriert. Damit reduzieren wir nicht nur unseren eigenen CO2-Ausstoß, sondern ermutigen auch andere Unternehmen, einen Schritt in die richtige Richtung zu setzen.”

Laden mit grünem Strom

Der dreizehnte vollelektrische Mercedes-Benz eActros wurde erst kürzlich von Pappas Wr. Neudorf an Brantner green solutions ausgeliefert. Die E-Lkw werden im firmeneigenen Ladepark in maximal sieben Stunden vollständig geladen, um pünktlich zum Dienstbeginn wieder einsatzfähig zu sein. Dank umfassender Routentracking-Daten konnte Brantner in den letzten Monaten jene Strecken identifizieren, auf denen eine Umstellung am effizientesten realisierbar ist, um die Reichweiten von bis zu 550 km optimal auszunutzen.

Parallel zur Erneuerung des Fuhrparks investiert Brantner auch in die notwendige Infrastruktur, die der Betrieb der E-Lkw erfordert. So entstehen in der Brennaustraße Krems und in Hagenbrunn High-Power-Ladeparks. Die Ladeparks werden mit 100% grünem Strom gespeist. Weitere solcher Ladeparks sind in Traiskirchen, Wulkaprodersdorf und Hohenruppersdorf geplant.

Zusätzlich wurden die Dächer mehrerer Brantner-Standorte mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um einen Teil des benötigten Stroms im Rahmen einer Energiegemeinschaft selbst zu produzieren.

Eigenkapital für die Energiewende

Das notwendige Kapital für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie für die Anschaffung der Photovoltaik-Anlagen stammt überwiegend aus eigenen Mitteln – ein klares Zeichen für den unternehmerischen Willen, nachhaltige Lösungen aus eigener Kraft voranzutreiben. Ein starkes Bekenntnis zu den Emissionszielen kommt aber auch von Politik, Wirtschaft und Forschung: Die Umstellung auf die E-Lkw-Flotte wurde durch eine gezielte Förderung der Republik Österreich ermöglicht. Brantner hat dazu den Förderantrag im Rahmen des ENIN-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) erfolgreich eingereicht. Eine Unterstützung wie diese erhöht die unternehmerische Planbarkeit stark, sodass Brantner in den nächsten Jahren den Elektrofuhrpark um elf weitere Fahrzeuge erweitern möchte.

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