Mittwoch, Juli 17, 2024

Mit dem ersten Multistakeholderforum in Wien fiel im Bundesrechenzentrum der offizielle Startschuss für das Projekt PEPPOL in Österreich. Das europaweite Pilotprojekt wird in den nächsten drei Jahren von einem europäischen Konsortium durchgeführt und hat sich die Vereinheitlichung und Vereinfachung der elektronischen Beschaffungsprozesse zwischen öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen zum Ziel gesetzt.


Für die gelungene Umsetzung des Projekts wird besonderes Augenmerk auf die Kooperation mit und zwischen allen Stakeholdern aus der öffentlichen Verwaltung, den dazugehörigen IT-Dienstleistern und Unternehmen gelegt. Mit dem ersten Multistakeholderforum Anfang Dezember wurde PEPPOL bei den Interessensgruppen positioniert und lud diese dazu ein, sich aktiv an der Umsetzung zu beteiligen. Ziel ist es, die Stakeholderbewusst in den Entwicklungsprozess einzubinden und damit eine starke Diskussionsplattform zu schaffen.

Organisationsübergreifendes Projekt
An dem internationalen Projekt beteiligen sich die E-Government-Vorreiter Österreich, Norwegen, Deutschland, Italien, Dänemark, Finnland, Frankreich und Ungarn. Österreich ist innerhalb des Projekts federführend in den zwei Arbeitspaketen Öffentlichkeitsarbeit und E-Bestellung. Das Bundesministerium für Finanzen, die Bundesbeschaffung GmbH sowie das Bundesrechenzentrum zeichnen als Arbeitsgemeinschaft für die Umsetzung dieser beiden Teilbereiche verantwortlich und wirken darüber hinaus an der Durchführung vier weiterer Arbeitspakete mit. Das BRZ übernimmt die Bereitstellung und Servicierung der IT-Infrastruktur.

Europaweites Projekt
PEPPOL (Pan-European Public Procurement Online) wird in ganz Europa einen gemeinsamen Standard für elektronische Beschaffung definieren, der es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, Ausschreibungen der öffentlichen Verwaltungen eines anderen EU-Landes wahrzunehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird zunächst daran gearbeitet, die Anforderungen an eine standardisierte elektronische Beschaffung sowie deren infrastrukturelles Design zu definieren. Dabei werden bestehende, nationale Systeme in Betracht gezogen, auf die in der weiterführenden Implementierung aufgebaut wird. Dies bedeutet eine notwendige Abstimmung von Software, Prozessen und Verfahren, die von Mitgliedsstaaten bereits zur elektronischen Beschaffung genutzt werden. In Österreich kann hierbei bereits auf eine Vielzahl von existierenden Lösungen und Portalen wie E-Shop, SAP des Bundes oder FinanzOnline verwiesen werden, die als Grundlage für das Projekt gelten.

Meistgelesene BLOGS

Alfons A. Flatscher
21. März 2024
 Mit KI-Technologien bleibt kein Stein auf dem anderen. Ganze Berufsstände, die sich bisher unangreifbar fühlten, geraten plötzlich in eine Krise. Legionen von Programmierern arbeiten gerade an d...
Firmen | News
25. März 2024
Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel und Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Unternehmen weltweit erkennen zunehmend die Bedeutung von KI für ihre Produktivität und W...
Andreas Pfeiler
27. März 2024
Die Bundesregierung hat ein lang überfälliges Wohnbauprogramm gestartet. Ausschlaggebend dafür war ein Vorschlag der Sozialpartner, der medial aber zu Unrecht auf einen Punkt reduziert und ebenso inte...
Redaktion
09. April 2024
Die Baubranche befindet sich gerade in einem riesigen Transformationsprozess. Dabei gilt es nicht nur, das Bauen CO2-ärmer und insgesamt nachhaltiger zu gestalten, sondern auch Wege zu finden, wie man...
Firmen | News
27. Mai 2024
Die Zeiten, in denen man eine Bankfiliale besuchen musste, um sich über finanzielle Produkte zu informieren, sind längst vorbei. Heute, in einer Ära, in der praktisch jede Information nur einen Klick ...
Fujitsu
05. April 2024
Die IT-Landschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Früher dominierten zentralisierte Rechenzentren, ein neuer Trend favorisiert nun aber eine verteilte IT-Infrastruktur. Diese erstreckt...
Bernd Affenzeller
02. Juni 2024
Am 9. Juni findet in Österreich die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Überschattet wird der Wahlkampf derzeit von Vorwürfen gegen die grüne Kandidatin Lena Schilling. Trotz der heftigen Turbulenz...
Marlene Buchinger
21. April 2024
Derzeit gibt es Unmengen an Schulungsangeboten und ESG-Tools schießen wie Pilze aus dem Boden. Anstelle das Rad neu zu erfinden, lohnt es sich bestehende Strukturen zu neu zu denken. Herzlich Willkomm...

Log in or Sign up