Mittwoch, Mai 22, 2024

Österreichs Zement- und Betonbranche macht die Nachhaltigkeit ihrer Produkte zur Top-Priorität. Die Zement- und Betonhersteller in Österreich stellen sich ihrer Verantwortung und unterziehen ihre Produkte transparenten Prüfungen in puncto Umweltverträglichkeit.

Die transparente Ökobilanz von Zement und Beton ist eine wesentliche Voraussetzung für die Dekarbonisierung der gesamten Wertschöpfungskette dieser Baustoffe. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Umweltproduktdeklarationen (EPDs), in denen die umweltrelevanten Eigenschaften eines Produkte abgebildet werden. Diese EPDs werden nach den Vorgaben von entsprechenden Normen erstellt und decken viele Auswirkungen ab, die das Produkt auf seine Umwelt während des gesamten Lebenszyklus haben kann. »EPDs können als ein zukünftiges Must-have der Bauwirtschaft bezeichnet werden. Damit können wir den ökologischen Mehrwert von Bauwerken darstellen«, erklärt Florian Gschösser von der Uni Innsbruck.

Die Erstellung und Verifizierung des EPD-Rechners für Zement wurde bereits Ende Juli 2023 erfolgreich abgeschlossen. Die ersten 15 EPDs eines Zementunternehmens wurden Anfang Dezember 2023 veröffentlicht. Der GWP (Global Warming Potential)-Rechner für Transportbetonprodukte steht seit Ende 2023 als Online-Anwendung zur Verfügung. Mit dem Tool kann das GWP für die Bereiche Rohstoffherstellung, Rohstofftransport, Betonherstellung und Auslieferung von Beton ermittelt werden. Der Abschluss des Verifizierungsprozesses für den EPD-Rechner für Betonfertigteilprodukte erfolgt im ersten Halbjahr 2024. Parallel dazu werden bereits auch erste Umweltproduktdeklarationen für einzelne Betonfertigteile bzw. Produktbereiche verifiziert.

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