Wednesday, February 04, 2026

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Am 18. November 2025 verabschiedeten die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union die von Österreich initiierte „Declaration for European Digital Sovereignty“ (Link). Der Schritt ist für A-Trust-CEO Markus Vesely ein wesentlicher Baustein für ein souveränes, sicheres und werteorientiertes digitales Europa.

Markus Vesely ist CEO von A-Trust.

„Nicht erst seit Veröffentlichung der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA steht Europa, und mit ihm Österreich, vor der großen Herausforderung, sich in einer dramatisch verändernden Welt zu behaupten. Digitale Souveränität ist dabei kein Selbstzweck, sondern eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit, Stabilität und Vertrauen in digitale Services. Jetzt gilt es, diese Entwicklungen konstruktiv zu nutzen und konsequent in nachhaltige Lösungen zu investieren“, so Markus Vesely, CEO der A-Trust GmbH.

Datenhoheit durch die EUDI Wallet

Die „Declaration for European Digital Sovereignty“ bezeichnet Datenhoheit als von zentraler Bedeutung für die Stärkung von Europas digitaler Souveränität und den Schutz seiner Daten vor unzulässigen externen Eingriffen oder außereuropäischen Rechtsvorschriften. In diesem Zusammenhang werden laut der eIDAS-Verordnung von 2024 praktische Instrumente wie die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) wichtige Werkzeuge im Streben nach wirtschaftlicher Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der europäischen Werte im Cyberspace sein. Zentrale digitale Dienste wie etwa die qualifizierte elektronische Signatur (QES) sollen künftig sicher, benutzerfreundlich und europaweit einheitlich über die Wallet genutzt werden können.

Markus Vesely über die Mitwirkung von Österreichs führendem Vertrauensdiensteanbieter an der Entwicklung der Wallet: „Vor kurzem haben wir gemeinsam mit dem deutschen Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS), dem Digitalverband Bitkom sowie mehr als 75 anderen Unternehmen ein ‚Memorandum of Understanding‘ zur erfolgreichen Einführung der EUDI-Wallet [2] unterzeichnet. Damit wollen wir mithelfen, eine europaweit nutzbare digitale Identität aufzubauen und den grenzüberschreitenden Einsatz der Wallet im Jahr 2027 zu ermöglichen.“

So hat A-Trust in POTENTIAL, einem von sechs Large-Scale-Pilotprojekten zur Entwicklung der EUDI Wallet, zwei konkrete Einsatzmodelle erfolgreich in einer Referenzumgebung umgesetzt, die ab sofort interessierten Partnerunternehmen zur Verfügung steht: Eine Wallet-gesteuerte QES, wobei die Wallet das Dokument anzeigt und den Vorgang beim qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (QTSP) freigibt. Sowie eine QTSP-gesteuerte Signatur, bei der eine Relying Party (eine natürliche oder juristische Person, die sich auf eine digitale Identität, eine elektronische Signatur oder eine andere Form der elektronischen Authentifizierung verlässt) die Wallet nutzt, um beim QTSP zu signieren.

Garant digitaler Souveränität

Darüber hinaus sind gesicherte digitale Identitäten essenziell, um selbstbestimmt die Hoheit über die eigenen Daten ausüben zu können. Hierbei bieten staatlich garantierte Lösungen neben einem hohen Maß an Cybersicherheit und Datenschutz – ID Austria entspricht der höchsten Sicherheitsstufe gemäß eIDAS-Verordnung – auch die größtmögliche Datensouveränität. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die Tatsache, dass alle Daten unter Einhaltung strengster Datenschutz-Richtlinien in einem österreichischen Hochsicherheitsrechenzentrum verarbeitet werden. 

Markus Vesely: „Aufgrund des behördlichen Registrierungsprozesses für die ID Austria können sich ihre Nutzer:innen auf hohe Rechtssicherheit und einen ausgezeichneten Schutz der Privatsphäre verlassen. Da die personenbezogenen Attribute aus staatlichen Registern stammen, profitieren sie zusätzlich auch von der großen Aktualität der Daten.“

Lange To-do-Liste für Europa

Fast die gesamte digitale Infrastruktur Europas liegt bei einigen wenigen Anbietern, die sich europäischer Kontrolle entziehen. Die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit wie etwa der Ausfall eines AWS-Rechenzentrums in Virginia im Oktober sowie die bereits erwähnte neue nationale Sicherheitsstrategie der USA zeigen nur zu deutlich, dass dies rasch geändert werden sollte, heißt es.

Markus Vesely: „Der Aufbau einer souveränen Daten- und Cloud-Infrastruktur sowie die Förderung offener, interoperabler EU-Technologien und gemeinsamer Standards zählen aus meiner Sicht zu den dringlichsten Aufgaben. Als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter gemäß eIDAS ist A-Trust schon seit Langem ein beständiger Partner der österreichischen Verwaltung und Wirtschaft und freut sich, auch im gesamteuropäischen Kontext an der Stärkung unserer digitalen Souveränität mitwirken zu können.“

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