Friday, April 03, 2026

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Warum die klassische Trennung zwischen Netzwerkbetrieb und Sicherheitsarchitektur ausgedient hat und wie Secure Networking die Cybersecurity voranbringt. Ein Kommentar von Peter Hanke, Country Manager Austria bei Fortinet.

Peter Hanke leitet das Österreichgeschäft bei Fortinet.


Die IT-Sicherheitslandschaft vieler Unternehmen gleicht einem Puzzle aus Einzellösungen. Das hat einen Grund: Unternehmen haben über die Jahre für jede neue Bedrohung, für jede neue Anforderung eigene Tools eingeführt – Firewalls, Endpoint-Schutz, Cloud-Gateways, Monitoring-Systeme. Zwar erfüllt jede Komponente ihren Zweck, doch das Zusammenspiel ist oft brüchig. Schnittstellen, Überschneidungen und manuelle Prozesse schaffen nicht nur Ineffizienzen, sondern auch neue Angriffsflächen.

Diese Komplexität ist zu einem echten Cybersecurity-Risiko erwachsen. Angesichts immer größer werdender Fluten von Angriffen sowie notwendiger Reaktionszeiten, die sich teils im Sekunden- und Millisekundenbereich abspielen, hat ein manuelles Abarbeiten von Alarmen (und oftmals falschen Alarmen) keine Chance mehr. Hinzu kommen steigende Betriebskosten, Fachkräftemangel und der wachsende Druck, hybride und Cloud-Umgebungen zuverlässig abzusichern.

Security und Netzwerk wachsen zusammen
Eine Erkenntnis sickert – zum Glück – bei immer mehr heimischen Unternehmen durch: Mehr Tools bedeuten nicht automatisch mehr Cybersecurity. Das Zeitalter der Security-Konsolidierung ist da. Es gilt, viele isolierte Einzellösungen zu integrierten Plattformen zu verbinden. Plattformen, die Netzwerke und Sicherheit eng verzahnen.

Das schafft Vorteile: Eine konsolidierte Architektur reduziert nicht nur den Verwaltungsaufwand, sondern ermöglicht Transparenz und Konsistenz. Wenn Security-Funktionen über ein gemeinsames Betriebssystem, einheitliche Richtlinien und eine zentrale Datenbasis gesteuert werden, lassen sich Bedrohungen schneller erkennen und effizienter bekämpfen.

Die klassische Trennung zwischen Netzwerkbetrieb und Sicherheitsarchitektur hat ausgedient. Moderne Ansätze wie Secure Access Service Edge (SASE) oder Secure SD-WAN führen beide Welten in einer gemeinsamen Plattform zusammen. So entsteht ein System, das Datenverkehr steuert, überwacht und absichert – unabhängig davon, ob Benutzer im Büro, zu Hause oder in der Cloud arbeiten.

Bei Fortinet sprechen wir in diesem Zusammenhang von einer Security Fabric, die alle Komponenten eines Unternehmensnetzwerks miteinander verknüpft. Im Mittelpunkt steht dabei eine gemeinsame Betriebsebene, auf der Netzwerk, Security-Funktionen und Analysen nahtlos zusammenarbeiten. Das Ziel: weniger Komplexität, konsistente Richtlinien und ein ganzheitlicher Schutz über alle Umgebungen hinweg.

Ein System statt viele Einzellösungen
Konsolidierte Systeme bieten nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Effizienz. Eine gemeinsame Verwaltungsoberfläche und einheitliche Automatisierungsfunktionen entlasten IT-Teams, vereinfachen Updates und verhindern Konfigurationsfehler. KI-gestützte Analysen können auf konsistente Telemetriedaten zugreifen und so präziser reagieren.

Angesichts verteilter Infrastrukturen, KI-gestützter Angriffe und steigender Compliance-Anforderungen führt an einem integrierten Cybersecurity-Ansatz kaum ein Weg vorbei. Wer auf gewachsene, uneinheitliche Architekturen setzt, erkauft sich kurzfristige Flexibilität auf Kosten der Stabilität. Eine konsolidierte Plattformstrategie funktioniert hingegen wie ein geschlossenes System: Sie verbindet Netzwerke, Clouds und Benutzer über einheitliche Steuerungslogik, anstatt sie nur lose zu verknüpfen. So entwickelt sich Cybersecurity von vielen einzelnen Abwehrmechanismen hin zu einer konsistenten, intelligenten Verteidigungslinie.

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