Freitag, Juli 31, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Urban Mining & BIM

In Zukunft wird BIM detaillierte Angaben zu Art und Menge von in Gebäuden verwendeten Materialien liefern und damit eine wichtige Grundlage für Urban Mining und Kreislaufwirtschaft sein. 

Auf der Suche nach geeigneten Rohstoffen war die Menschheit seit jeher bereit, neue Gebiete zu entdecken, in lebensfeindliche Bereiche wie die Tiefen der Ozeane oder die eisigen Polregionen vorzudringen oder kilometertief in die Erde zu graben. Riesige Landstriche werden umgeschichtet und ganze Berge für Stein, Kies und Erze abgetragen und das in Dimensionen, die ein Mensch gar nicht fassen kann.

Doch die Zeiten, in denen die Reserven unerschöpflich wirkten, sind lange vorbei. Heute spricht man von Rohstoffknappheit und einstige Helden, die der Wildnis die benötigten Materialien abrangen, werden heute von vielen als Ausbeuter und Zerstörer unseres Lebensraums betrachtet. Auch die Aufwände zur Gewinnung notwendiger Rohstoffe sind deutlich gestiegen und so scheint es unumgänglich, endlich die größten Rohstofflagerstätten unserer Zeit zur Materialgewinnung in Angriff zu nehmen, nämlich unsere Städte und Siedlungen.

Der Begriff »Urban Mining« beschreibt die Stadt als Mine, als Sammelort aller möglichen Roh- und Wertstoffe, welche von der Gesellschaft benötigt werden. Recycling und Kreislaufwirtschaft lautet das Gebot unserer Zeit, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und dabei Vermeidung von Transportwegen und Energieverbrauch. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, kann auch hier die »BIM-Methode« unterstützen und in Zukunft detaillierte Angaben zu Art und Menge von in Gebäuden verwendeten Materialien liefern.

Durch Integration von Materialkennwerten sowie einer festgelegten Lebensdauer der Teilkonstruktionen, sind nicht nur Umweltauswirkungen wie CO2-Bilanz und Primärenergiebedarf quantifizierbar, sondern auch die anfallenden Abfall- und Recyclingmassen und deren Zusammensetzung. Dies ermöglicht nicht nur einen objektivierbaren Vergleich unterschiedlicher Planungslösungen hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen, man kann diese nun auch kalkulatorisch bewerten. Nicht zuletzt ist das die Grundlage einer zukünftigen Materialdatenbank, in der die potenziellen Rohstoffvorkommen der Städte verzeichnet sind.

×
Stay Informed

When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.

Nützliche Tipps zum Aktienhandel
»Wenn alle wollen und trotzdem nur wenig passiert«

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/

Firmen | News

Firmen | News
29 Juli 2026
Firmen | News
Die Welt von VMware ist im Umbruch – mit anderen Lizenzmodellen, einem neuen Partnerprogramm und einem konsolidierten Portfolio. Axians ist in Österreich Pionier der Virtualisierungsplattform und begleitet Unternehmen auch künftig von der Lizenzierun...
Vertiv
23 Juli 2026
Firmen | News
Die Investition steigert die Produktion von Kältemaschinen, die Testkapazitäten und die Beschäftigungsmöglichkeiten am Standort Vertiv, ein weltweit führender Anbieter für kritische digitale Infrastrukturen, gibt Investitionen zur Erweiterung der Fer...
Firmen | News
23 Juli 2026
Firmen | News
Wer KI-Modelle dauerhaft trainiert oder produktiv betreibt, stößt mit Cloud-GPUs bei Dauerlast schnell an Kostengrenzen – und gibt Daten aus der Hand. Dedizierte KI- und GPU-Server im eigenen Rechenzentrum bieten planbare Kosten, volle Datenkontrolle...
Nagarro
07 Juli 2026
Firmen | News
Warum sich der Erfolg von KI-Projekten erst nach der Einführung entscheidet. Manche Prinzipien gelten unabhängig von Branche oder Sport. Während bei der Fußball-WM gerade Millionen Menschen über Aufstellungen, Taktik und Favoriten diskutieren, erlebe...

Neue Blog Beiträge

29 Juli 2026
Intelligente Netze
Neue Welt des Arbeitens
Warum die meisten Organisationen KI einführen und trotzdem alles beim Alten lassen. 1890 kauften Fabrikbesitzer den Elektromotor. Sie stellten ihn dorthin, wo vorher die Dampfmaschine gestanden hatte. Die Produktivität stieg um null Prozent, und das ...
24 Juli 2026
Intelligente Netze
Mensch und Gesellschaft
500 Milliarden fließen dieses Jahr in KI. Die Produktivitätskurve zuckt kaum. Irgendwo dazwischen sitzt der Fehler — und er sitzt nicht im Chip. 1987 sagte der Ökonom Robert Solow einen Satz, der bis heute hält: Man sehe das Computerzeitalter überall...
23 Juli 2026
Mensch und Gesellschaft
In jedem zweiten Strategiegespräch fällt früher oder später derselbe Satz: „Wir stellen uns neu auf." Gemeint ist fast immer ein neues Org-Chart. Neue Boxen, neue Berichtslinien, neue Titel. Selten gemeint ist das, was tatsächlich über Wirkung entsch...