Montag, Mai 27, 2024

Auch heuer wieder hat der Bau & Immobilien Report führende Baumaschinenhersteller nach spektakulären, herausfordernden oder einfach nur interessanten Einsatzberichten gefragt. Herausgekommen ist ein Sammelsurium nicht alltäglicher Einsätze: vom Kranballett über einen heiklen Baumtransport zu einem Duett echter Giganten bis zur moralisch einwandfreien Zerstörung von Elfenbein.

Caterpillar: Granit für die Welt


In einem Schremser Steinbruch gewinnt das lokale Unternehmen Granitwerke Kammerer eine der wenigen Granitsorten, die auch als sogenannte »Technische Steine« eingesetzt werden können. Diese werden etwa für Feinmesstische oder als Teil von Präzisionsmaschinen gebraucht. Bevor der Granit in der Hightech-Industrie verarbeitet werden kann, muss er aber erst einmal gewonnen, transportiert und bearbeitet werden. Dabei kommt neben einem Cat Radlader 990 jetzt auch ein Cat 992C zum Einsatz. Der 992er verfügt über eine Leistung von 699 PS und ein Einsatzgewicht von 88 Tonnen. Der Gabelträger ist eine Sonderanfertigung und für ein Gewicht bis zu 60 Tonnen ausgelegt. Neben den »Technischen Steinen«, die mittlerweile für mehr als 50 % des Umsatzes sorgen, stellt Kammerer aus den Rohblöcken jede Menge Natursteinprodukte für Steinmetzbetriebe, Pflasterunternehmen, Gartenlandschaftsbauer und Baufirmen her. Die Steine aus Schrems liegen in der Kärntner Straße, auf dem Stephansplatz oder auch in der Tuchlaubenpassage. Aktuell wird die Mariahilferstraße mit Granit-Bodenplatten aus den Waldviertel gestaltet. Und auch die Sitzmöbel werden mit Hartberger Granit aus Schrems gefertigt.

Felbermayr: Duett der Giganten

Eine Raffinerie muss in der Regel alle vier Jahre heruntergefahren und gewartet werden. Das klingt einfach, bedeutet aber jede Menge Arbeit. Im Falle der Raffinerie der OMV-Tochter Petrom im rumänischen Ploiesti kamen dabei 68 Krane und 22 Bühnen von Felbermayr zum Einsatz. Highlight war die Einhebung eines 56 Meter langen und 358 Tonnen schweren Butylensplitters, einer Trennkolonne, die Flüssiggase in ihre Bestandteile zerlegt. Diesen Job übernahmen ein LR1750 mit einer maximalen Tragkraft von 750 Tonnen und der 1.000-Tonnen-Kran vom Typ LR11000, beide aus dem Hause Liebherr. Für die 358 Tonnen schwere Komponente wurde sogar ein neues erdbebensicheres Fundament hergestellt. Langsam, aber stetig erhob sich der Reaktorkopf in die Höhe, bis er letztendlich eine Höhe von etwa 68 Metern erreichte. Der LR1750 führte die Last nach und verhinderte so ein Schwingen der 56 Meter hohen Kolonne. Der Ausleger des LR11000 erreichte dabei eine Höhe von 93 Metern. Danach konnte der LR1750 abgeschlagen werden. Zusammen mit 450 Tonnen Schwebeballast, 210 Tonnen Drehbühnenballast und 50 Tonnen Zentralballast drehte sich jetzt der LR11000 noch um 180 Grad. Anschließend musste der Kran mit schwebender Last noch um einige Meter verfahren werden, sodass die Kolonne zentimetergenau über dem Fundament platziert werden konnte, bevor die Last in Millimeterarbeit abgesenkt werden konnte.

Komatsu: Ersatzstrasse in Rekordzeit

Am 14. Mai 2013 zerstörte ein Felssturz im Gemeindegebiet Matrei in Osttirol Teile der Felberntauernstraße. Rund 35.000 Kubikmeter Geröll und Fels stürzten auf die Straße. Eine Lawinengalerie wurde auf einer Länge von 95 Metern komplett zerstört. Die herausfordernde Aufgabe der Errichtung einer Ersatzstraße innerhalb von nur sechs Wochen übernahm die Erdbaufirma Ludwig Mariacher. Das für das ehrgeizige Projekt notwendige Baugerät stammten von Kuhn Baumaschinen, darunter mehrere Komatsu-Raupenbagger und zwei FRD-Hydraulikhämmer.

Liebherr: Grosseinsatz in der Seestadt

Die Seestadt Aspern zählt zu den größten Stadtentwicklungsprojekten in Europa. Damit das Megaprojekt langsam Gestalt annimmt, ist jede Menge großes Gerät im Einsatz. Von Liebherr etwa kommen für die erste Bauphase über 40 Turmdrehkrane der Kransysteme EC-B und EC-H. Aufgrund der modularen Bauweise dieser Kranbaureihen lässt sich jeder Kran optimal an die Baustellenanforderungen anpassen. Die Module Unterwagen, Turmstücke, Übergangsstücke, Auslegersegmente und Antriebe können in unterschiedlichen Kombinationen verwendet werden. Zu einiger Berühmtheit weit über die Grenzen der Baubranche hinaus brachte es die Kranflotte im Rahmen des Kranballetts »Kranensee« Mitte Februar. Die Dichte an Turmdrehkranen und ihre Positionierung vor der Wiener Skyline wurden in der Dämmerung für die Zuschauer zu einem faszinierenden und einzigartigen Bühnenerlebnis. Rund 40 beleuchtete Turmdrehkrane bewegten sich zu einer musikalischen Komposition kombiniert mit einem atemberaubenden Lichtspiel. Mehr als 14.000 Besucher kamen zum Kranspektakel der etwas anderen Art.

Palfinger: Heikler Baumtransport in Frankfurt

Wenn ausgewachsene Bäume durch ein einzelnes Fenster in 30 Metern Höhe gehoben werden müssen, dann ist Fingerspitzengefühl gefragt. Diesen heiklen Auftrag erhielt die Spezialtransportfirma Meister am Frankfurter Flughafen. Dabei kam der neue Langarmkran PK 200002 L SH von Palfinger zum Einsatz, dessen neue Technologie entscheidend zum Gelingen des Projekts beitrug. Ausgestattet mit acht hydraulischen Ausschüben und einem Fly-Jib verfügt der Kran über eine hydraulische Reichweite von 45,3 Metern, das entspricht einer Hubhöhe von mehr als 49 Metern. Doch die erreichbare Höhe allein war bei diesem spektakulären Kranmanöver nicht das wichtigste Kriterium. Seine Trümpfe spielt der neue Langarmkran mit seiner Multifunktionalität aus. Mit seinem zweiten Knickarmsystem an der Spitze konnte der Kranführer auf 30 Metern Höhe die sperrige Last im Innenhof des Hochhauses punktgenau auf den vorbestimmten Platz positionieren. Das elektronisch geregelte Standsicherheitsüberwachungssystem HPSC des neuen Palfinger-Ladekrans garantierte in jedem Moment der rekordverdächtigen Aktion ein Maximum an Komfort und Sicherheit. Denn schon der leichteste Kontakt der Pflanzenfracht mit den aufwendigen Glasfensterfronten hätte einen enormen Gebäudeschaden verursacht.

Rubblemaster: Zwei in einem

Nach eigenem Dafürhalten nichts weniger als eine Revolution präsentierte Rubblemaster auf den Demo Days Anfang Juli in Eferding. Denn der RM V550GO! vereint die Technik eines Kegel- und eines Rotorschleuderbrechers (Kubizierer) mit den Vorteilen des RM GO! Prinzips. Dieses vollmobile Splitt- und Sandwerk produziert aus Überschusskörnungen Sand oder bereitet Hartgestein wie Granit oder Basalt zu Wertkorn auf. Aus 8–16 mm Überschusskörnung produziert der RM V550GO! ca. 50 Tonnen Sand 0–4 mm pro Stunde. Der Durchsatz für Hartgestein (Aufgabe 70–200 mm) liegt bei einem 0–32 mm großen Endprodukt bei ca. 140 Tonnen pro Stunde. Als Ergänzung für den RM V550GO! hat Rubblemaster das raupenmobile Haldenband RM MTS2010 im Angebot. »Das Haldenband ersetzt de facto einen Radlader. Damit spart sich der Anwender massiv Kosten ein. Er benötigt nur noch ein Drittel des Treibstoffes. Man hat keine Verschleißkosten beim Radlader und kann das Personal in einem anderen Bereich gewinnbringender einsetzen«, sagt RM-CEO Gerald Hanisch. Das RM MTS2010 schüttet Halden bis zu einer Höhe von acht Metern auf und ist mit einem Tieflader transportierbar.

Rockster: Kampf dem Elfenbeinhandel

Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 1989 verboten ist, boomt das Geschäft mit dem »weißen Gold«. Durchschnittlich wird alle 15 Minuten in Afrika ein Elefant erschossen, der Bestand der Tiere hat sich seit den 1980er-Jahren halbiert. Bisher hatte Frankreich ebenso wie viele andere Länder das beschlagnahmte Elfenbein in Zolllagern, Museen oder Gerichtsräumen aufbewahrt. Anfang des Jahres änderte die Regierung ihre Vorgehensweise und beschloss die systematische Zerstörung des beschlagnahmten Elfenbeins. Mit der Aufgabe betraut wurde der größte französische Baukonzern Eurovia/Vinci. Zum Einsatz kam Parallel-Hybrid-Prallbrecher R1100DE von Rockster. Stück für Stück des illegal erworbenen Elfenbeins wurde von den Zollbeamten auf ein Förderband gelegt, welches zur Vibrorinne des Rockster-Brechers führte. Insgesamt 698 rohe oder bearbeitete Stoßzähne mit einem Gewicht von 2,3 Tonnen sowie 15.357 Einzelstücke wie Armreife, Ketten und Statuen wurden innerhalb kurzer Zeit von Rocksters R1100DE zu feinem Sand zermahlen.

Volvo: Im Auftrag der voestalpine

Im oberösterreichischen Steyrling wird seit 1948 Kalkstein abgebaut. Im Tagbaubetrieb gewinnt die voestalpine Stahl GmbH mit Scheibenabbau und untertägiger Abförderung hochwertigen Kalk für die Stahlindustrie. 95 % des Materials gehen an die drei Voestalpine-Standorte in Linz, Kapfenberg und Donawitz, der Rest an private Abnehmer. Seit Oktober steht mit einem Volvo EC700C ein 70-Tonnen-Bagger im Zentrum des Materialumschlags. Der Bagger wurde seinem Einsatzbereich entsprechend mit zusätzlichen Ausrüstungen bestellt: eine zusätzliche Bodenplatte, Steinschlagschutz für die Kabinenverglasung sowie Schutzeinrichtungen für Hub- und Löffelzylinder. Von den 1,2 Millionen Tonnen Jahresleistung bewegt der Volvo EC700C rund 50 % bei der Muldenbeladung. Aus logistischen Gründen bedienen bis zu sechs Fahrer abwechselnd den 70to-Bagger.

Wacker Neuson: Einsatz am Dachstein

Der Auftrag an sich war nicht außergewöhnlich. Der Weg dorthin schon. Mithilfe der Dachstein Gletscherbahn wurde ein Wacker Neuson Kompaktkettenlader 1101cp des Irdninger Erdbauunternehmens Baumgartner auf den Dachstein transportiert, um dort bei Pflasterarbeiten eingesetzt zu werden. In 2.700 Metern Höhe sollte ein Platz neu gepflastert und die Maschine für Fräsarbeiten und diverse andere Tätigkeiten eingesetzt werden. An der Talstation wurde der Kompaktlader über die Transportösen mit entsprechenden Gurten an einer Kabine der Pendelbahn befestigt. Der gut vorbereitete Transport vor eindrucksvoller Kulisse dauerte rund acht Minuten für eine Streckenlänge von 2.174 Metern und verlief ohne Probleme. Der Kompaktkettenlader 1101cp ist dank der optionalen Zusatzhydraulik »powerflow« für Anbaugeräte mit erhöhtem hydraulischen Leistungsbedarf bestens für anspruchsvolle Outdoor-Einsätze gerüstet und kann auch als Systemträger überzeugen: Ob im Erdbohrereinsatz, mit der Asphaltfräse oder mit Kehrmaschine, dank Speedcontrol ist auch ein ermüdungsfreies Arbeiten in der Schleichfahrt möglich.

Alternde Bausubstanz und Umwelteinflüsse führen dazu, dass viele Gebäude sanierungsbedürftig sind. Das Fraunhofer Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP hat fliegende Prüfroboter entwickelt, mit denen Gebäudeinspektionen beschleunigt und vereinfacht werden sollen.

Noch bis 22. September sind Einreichungen für den vom Aluminiumfensterinstitut AFI ausgeschriebenen Aluminium-Architektur-Preis möglich. 

Schneller als erwartet ist Griffner in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Der bereits vierte Kongress der IG Lebenszyklus Hochbau steht in diesem Jahr unter dem Motto »Revitalisierung – Sanieren mit Weitblick«.

Lansky, Ganzger + partner lud zum ersten LGP Smart City Talk und mehr als 100 Besucher folgten der Einladung der Wirtschaftskanzlei. Dabei erläuterte unter anderem Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Kernziele des Wiener »Smart City«-Konzeptes.

Mit Mai 2014 hat Ernst Gregorites bei Rockwool Handelsgesellschaft Österreich die Funktion als Leiter des Technischen Services übernommen. Damit ist er für die technische Beratung von Architekten, Gewerbetreibenden, Handelspartnern und Privatkunden verantwortlich und vertritt darüber hinaus das Unternehmen als Experte in Normengremien, Fachverbänden und Prüfungsinstituten.

Wie bringt man exotisches Urlaubsfeeling und hautnahes Naturerlebnis mitten ins Zentrum einer steirischen 10.000-Seelen Gemeinde? Ganz einfach: Man nehme ein innovatives Planungsbüro, eine mondäne Bauherrin und kombiniere dies mit einer bahnbrechenden Technologie.

Christian Greicha, der jahrelang im Management von URSA und  REHAU beschäftigt war, hat Mitte Juli 2014 die Geschäftsführung von fischer Austria übernommen.

Das Maracana-Stadion in Rio zählt seit seiner Errichtung 1950 zu den berühmtesten Stadien der Welt, seit der Sanierung ist es auch eine der intelligentesten Sportstätten weltweit.

Eine echte Allzweckwaffe für viele Baustoffe ist der Express Cement Premium von fischer.

In der Rubrik »Fragen an die Politik« haben Vertreter der Bau- und Immobilienbranche die Möglichkeit, konkrete Fragen an Politiker zu formulieren. In der aktuellen Folge kommt Reinhold Lindner, Sprecher von Bau!Massiv!, zu Wort. Gerichtet wurde die Frage an Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin in Kärnten.

... oder Angriff auf die Wohnqualität? Die Wohnbauförderungsnovelle in Oberösterreich und der damit einhergehende Ausstattungskatalog haben für Wirbel gesorgt. Während die Gegner die Zukunft des geförderten Wohnbaus als Ansammlung trostloser Sozialbunker sehen, sehen die Befürworter in den neuen Vorgaben die einzige Chance, dauerhaft leistbaren Wohnraum zu sichern. Der Bau & Immobilien Report hat den für die neuen Richtlinien verantwortlichen Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner und Günter Lang, Sprecher der Plattform »Nachhaltig leistbarer sozialer Wohnbau«, zum verbalen Schlagabtausch gebeten.

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