Monday, April 27, 2026

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Am AKH Wien ist mit dem Stationsgebäude Süd im Frühjahr 2026 ein Neubau in Holzmodulbauweise baulich fertiggestellt worden. Das Gebäude dient als Ausweichquartier für die Modernisierung des Bettenhauses Ost; die Brandschutzplanung übernahm Hoyer Brandschutz.

Stationsgebäude Süd des Universitätsklinikums AKH Wien; © Robert Tober


Das Gebäude hat rund 4.000 Quadratmeter Nutzfläche. Es umfasst 46 Zimmer für 88 Patient:innen, 45 Therapieräume und eine tagesklinische Versorgung. Die vier Obergeschoße wurden aus 112 vorgefertigten Holzmodulen errichtet.

Brandschutz im Mittelpunkt

Holzbau, hoher Vorfertigungsgrad und die Anforderungen eines Krankenhausbetriebs mussten in diesem Projekt zusammengeführt werden. Wegen der Gebäudehöhe wurden die beiden Treppenhäuser als nicht brennbarer Massivbau ausgeführt. Dazwischen konnten die Holzmodule ohne wesentliche Abweichungen von der Bauordnung neben- und übereinander angeordnet werden.

Entscheidend sind die Anschlüsse

Für die Tragfähigkeit im Brandfall war der Abbrand des Holzes ein zentraler Punkt. Nach Angaben von Hoyer Brandschutz erreichen die Module wegen ihrer größeren Dimensionierung nicht nur die geforderten 30 Minuten Feuerwiderstand, sondern 90 Minuten.

Besonders genau geprüft wurden die Übergänge zwischen den 112 Modulen. Auflager, Knotenpunkte, Befestigungen und Hohlräume mussten so geplant werden, dass das Gesamtsystem auch im Brandfall tragfähig bleibt. Werner Hoyer-Weber, Geschäftsführer von Hoyer Brandschutz, sagt: „Oft liegt im Brandschutz die Herausforderung darin, das schwächste Glied zu finden.“

Betrieb und Evakuierung

Jedes Obergeschoß wurde als Brandabschnitt ausgebildet und in drei Evakuierungsabschnitte gegliedert. Laut Hoyer Brandschutz ist vorgesehen, dass Patient:innen im Brandfall bis zu 60 Minuten im Zimmer verbleiben können. Gleichzeitig soll eine Evakuierung in benachbarte Abschnitte auf derselben Ebene oder über Aufzüge möglich sein.

Hinzu kommen eine Brandmeldeanlage im Vollschutz, stille Alarmierung und eine Objektfunkanlage. Die Alarmierung geht laut Hoyer Brandschutz an festgelegte Stellen wie Feuerwache, Leitstelle oder Stationsstützpunkte.

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