Thursday, February 19, 2026

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23 Windräder mit rund 122 Megawatt Leistung produzieren ab sofort 251 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. „Damit können rund 70.000 Haushalte mit Strom versorgt werden und über den Fanclub Burgenland Energieunabhängig 20 Jahre einen sicheren Strompreis von 10 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Das ist einzigartig in Österreich und in Europa“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Mittwoch beim Start des größten Windpark Österreichs in Neusiedl am See/Weiden gemeinsam mit Bundesminister Peter Hanke und Burgenland Energie-CEO Stephan Sharma.

Das Ziel des Burgenlands sei es, bis 2030 mit Windenergie, Sonnenstrom und Speichern bilanziell energieunabhängig zu sein. „Mit dem Windpark in Neusiedl/Weiden wird der nächste große Schritt auf diesem Weg gesetzt“, so Doskozil. Der Windpark sei als eines der Vorzeigeprojekte des „Project Tomorrow“ auch ein Leuchtturmprojekt auf europäischer Ebene. „Gemeinsam mit der europäischen Investitionsbank haben wir dieses europäische Infrastruktur-Projekt umgesetzt.“

Infrastrukturminister Hanke erklärte, dass ein solches Projekt auch im Kontext der Industriestrategie von besonderer Bedeutung sei. „Österreich ist besonders in den Wintermonaten in seiner Stromversorgung von Importen abhängig. Daher brauchen wir mehr Winderzeugung, die gerade in dieser Zeit besonders stark ist und daher einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet.“ Es handle sich hier um eines der großen Infrastrukturprojekte, wie sie in der Industriestrategie abgebildet werden. „Die Eröffnung des größten Windparks Österreichs ist ein wichtiges Signal, denn damit fördern wir die Erzeugung heimischen Stroms für die heimische Industrie.“ Die Investitionen, die hier getätigt wurden, führen auch zu österreichischer und regionaler Wertschöpfung: „Hier wird nicht nur Windstrom geerntet, hier werden österreichische Wertschöpfung geschaffen und Arbeitsplätze gesichert.“

Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie, unterstrich, dass das gesamte Windprojekt im Einklang mit der Natur stattfinde. „An diesem Standort haben wir 44 alte Windräder abgebaut, vollständig recycelt und 23 neue, bessere Windräder errichtet. Die Anzahl der Windräder wurde halbiert und gleichzeitig die Stromproduktion verdoppelt. Österreichs größtes Windprojekt ist ein Gemeinschaftsprojekt, das nur gemeinsam mit der Bundespolitik, der Landespolitik, den Bürgermeistern, den NGOs, den Menschen und Unternehmen vor Ort möglich war“, so Sharma. Das Projekt sei deshalb ein Mutmacher für ganz Österreich.

„Es gibt keine Ausreden mehr: Dieses große Energieinfrastrukturprojekt zeigt, dass wir uns unabhängig vom Ausland machen können, denn Österreich deckt noch immer 60 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland. Wir haben von der Planung bis zur Errichtung nur rund drei Jahre benötigt und schaffen hier Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit für die Region für mehr als 20 Jahre, solange werden diese neuen Windanlagen Strom für die Region produzieren.“

Als nächsten Schritt betonte Sharma, sei vorgesehen, auch hier einen Hybridpark zu errichtet: „Zu diesen Windrädern wird in den nächsten Monaten ein Agri-Photovoltaikpark errichtet. Der Strom aus diesen Anlagen gehört den Menschen und Unternehmen. Mit Burgenland Strom kann jeder den Strom aus den Wind- und Photovoltaikanlagen im Burgenland sicher und unabhängig von den Marktpreisentwicklungen zum dauerhaften Fixpreis von 10 Cent auf 20 Jahre nutzen. Burgenland Strom – die Beteiligung an unseren Wind- und Photovoltaikanlagen – gibt es für Haushalte und Unternehmen. Die hohe Anzahl an Anfragen und Abschlüssen zum Burgenland Strom zeigt, was möglich ist, wenn wir diese Projekte gemeinsam mit den Menschen entwickeln und sie daran beteiligen, denn der Strom aus diesen Projekten gehört den Menschen und Unternehmen in unserem Land.“

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Bild: Stephan Sharma (Burgenland Energie), Bundesminister Peter Hanke und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

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