Montag, November 02, 2026

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Im November wird bei einer Konferenz in Wien über Stablecoins, Regulierung und die Sicherheit digitaler Assets diskutiert. Erstmals werden "Bluechip Awards" vergeben.

Bild von Bühne und Publikum einer Konferenz.


Stablecoins entwickeln sich vom Krypto-Instrument zur Infrastruktur für Zahlungsverkehr und Settlement. Banken, Payment-Anbieter und Technologieunternehmen arbeiten an konkreten Anwendungen, damit rücken Sicherheit, Regulierung und belastbare Standards in den Mittelpunkt.

Nach der Premiere im Vorjahr bringt die "Bluechip26 – The Crypto Safety Conference" am 10. und 11. November 2026 bei der Raiffeisen Bank International (RBI) in Wien erneut internationale Entscheidungsträger:innen aus Bankwesen, Payment, Regulierung, Technologie und Investment zusammen. Presenting Partner ist die RBI, Strategic Partner Mastercard, Awards Partner BearingPoint.

Auf der Bühne stehen unter anderem RBI-CEO Michael Höllerer, EU-Kommissionsberater Peter Kerstens, Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und Garett Jones, Professor an der George Mason University und Chefökonom von Bluechip.

"Wien ist in kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Standorte für regulierte Krypto-Anbieter in Europa geworden. Was jetzt zählt, ist die Qualität dahinter. Wir bewerten Stablecoins nach den Maßstäben des Anleihemarkts und sehen große Unterschiede zwischen Anbietern, die von außen gleich aussehen. Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, ob institutionelles Geld in den Markt kommt. Deshalb müssen Banken, Regulierer und Anbieter gemeinsam reden, nicht getrennt", sagt Benjamin Levit, Gründer und CEO der Rating-Agentur Bluechip.

Banken setzen auf Stablecoins

Die RBI zählt zu den Gründungsbanken von Qivalis, einem europäischen Konsortium, dem mittlerweile 37 Finanzinstitute aus 15 Ländern angehören. Am 14. Oktober 2026 erhielt Qivalis von De Nederlandsche Bank (DNB) die Zulassung als E-Geld-Institut. Damit ist eine wichtige regulatorische Voraussetzung für die Ausgabe eines auf Euro lautenden E-Geld-Tokens (EMT) gemäß der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) erfüllt. Die Ausgabe soll in den kommenden Monaten beginnen.

RBI-CEO Michael Höllerer sieht darin einen grundlegenden Wandel: "Der Finanzsektor befindet sich in einem Umbruch, der in absehbarer Zeit zu einer deutlich höheren Nachfrage nach digitalen Assets führen wird. Mit unseren Finanzdienstleistungen – von der Tokenisierung von Vermögenswerten bis hin zu EUR-Stablecoins – sind wir dafür bestens aufgestellt. Wir haben die Ambition, stets optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Dazu konzentrieren wir uns auf unsere Stärken, sind aber offen für Partner, die mit ihren innovativen Technologien eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Wir freuen uns auf zahlreiche erfolgreiche Kooperationen."

Ähnlich sieht es Mastercard. Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Österreich: "Stablecoins haben die Testphase verlassen. Im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr lösen sie heute Probleme, mit denen Unternehmen seit Jahrzehnten leben: Überweisungen dauern Tage, Settlement ist teuer. Mit der Übernahme von BVNK, einem Anbieter von Stablecoin-Infrastruktur, haben wir unser globales Netzwerk direkt mit den Zahlungswegen auf der Blockchain verbunden. Unsere Bankpartner können Stablecoin-Zahlungsströme damit über eine Infrastruktur abwickeln, der sie schon heute vertrauen. Entscheidend bleibt, dass diese Innovationen auf belastbaren Sicherheits- und Governance-Standards basieren. Genau darum geht es auf der Bluechip26."

Gemeinsam mit BearingPoint vergibt Bluechip erstmals die Bluechip Awards. Ausgezeichnet werden Personen in vier Kategorien. "Wir begleiten Banken seit Jahren durch die Digitalisierung. Bei digitalen Vermögenswerten stellt sich für unsere Kunden immer dieselbe Frage zuerst: Auf wen kann man sich verlassen? Hinter jeder guten Antwort darauf stehen Menschen, die Standards setzen, statt auf sie zu warten. Genau die zeichnen die Bluechip Awards aus, in den Kategorien Media & Information, Security & Risk Management, Governance & Transparency sowie Leadership & Accountability. Ein junger Markt braucht sichtbare Vorbilder, und wir freuen uns, diese Bühne zu geben", sagt Christian Knedelstorfer, Partner bei BearingPoint.

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