Montag, November 02, 2026

Mehrwert für Manager

Beim Neubau der Luegbrücke auf der Brennerautobahn liefert Doka Schalungssysteme für laut Unternehmensangaben 46 bis zu 65 Meter hohe Pfeiler. In der steilen Hanglage kommen neben einer Sonderkonstruktion für die Pfeilerköpfe auch digitale Messverfahren zur Überwachung der Betonfestigkeit zum Einsatz.

Baustelle der Luegbrücke an der Brennerautobahn mit gelber Pfeilerschalung, Bewehrungsstäben und Baukran unmittelbar neben dem bestehenden Brückentragwerk in steiler Hanglage.

Der Neubau der Luegbrücke erfolgt in steilem, geologisch anspruchsvollem Gelände. Für die Herstellung der Brückenpfeiler kommen Schalungssysteme von Doka zum Einsatz. © Doka

Die rund 1.800 Meter lange Luegbrücke auf der A13 bei Gries am Brenner wird nach mehr als 55 Jahren schrittweise ersetzt. Rund 32.000 Fahrzeuge nutzen die Verbindung laut Doka täglich. Bauherr ist die ASFINAG, die Arbeiten führt eine Arbeitsgemeinschaft von PORR und STRABAG aus. Zunächst entsteht talseitig ein neues Tragwerk, auf das später der Verkehr umgeleitet werden soll.

Pfeilerbau am Hang

Die steile Hanglage, schwierige geologische Verhältnisse und begrenzte Arbeitsflächen erschweren die Bauausführung. Für die Herstellung der Pfeiler liefert Doka eine Kombination aus Rahmenschalung Framax Xlife und Kletterschalung MF240. Schalung und die rundum abgeschlossene, 2,40 Meter breite Arbeitsbühne werden gemeinsam per Kran in die nächste Position versetzt. Dort finden Schal-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten statt. Treppentürme ergänzen die Zugänge zu den Arbeitsbereichen.

Eine eigene Lösung wurde für die rund sechs Meter hohen und bis zu 9,3 Meter langen Pfeilerköpfe entwickelt. Doka kombiniert dafür die Sperrenschalung D22 mit Framax Xlife. Ein stirnseitiger Universal-Abstützbock dient sowohl als Arbeitsbühne als auch als Traggerüst. Er leitet Lasten aus dem Pfeilerkopf ab und trägt zur Sicherung gegen Wind bei. Projektspezifische Schalungselemente an den Übergängen sollen die geforderte gleichmäßige Sichtbetonoberfläche ermöglichen.

„Dieses Projekt verlangt eine Lösung, die unter schwierigen Bedingungen präzise funktioniert: in großer Höhe, in steilem Gelände und mit hohen Anforderungen an die Betonoberfläche“, sagt Harald Zulehner, Geschäftsführer von Doka Österreich.

Betonentwicklung im Blick

Zum Einsatz kommt auch das Betonmonitoring Concremote. Sensoren erfassen die Temperaturentwicklung im Betonbauteil. Aus den Messwerten und einer Kalibrierung ermittelt das System die Entwicklung der Druckfestigkeit. Die digital bereitgestellten Daten unterstützen die Baustellenverantwortlichen bei der Planung weiterer Arbeitsschritte, etwa beim Ausschalen und Umsetzen der Schalung. Eine Freigabe allein aufgrund der Messwerte ist damit nicht verbunden.

Termine weiterhin geplant

Laut Doka war die Fertigstellung sämtlicher Pfeiler für Herbst 2026 vorgesehen. Eine aktuelle Bestätigung, dass dieser Meilenstein erreicht wurde, liegt nicht vor. Das erste neue Tragwerk soll Ende 2027 fertig sein; danach ist die Verkehrsverlegung vorgesehen. Bis 2030 soll nach dem Abbruch der Bestandsbrücke auch das zweite neue Tragwerk entstehen. 

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