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Europa an die Weltspitze

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Beim Gipfeltreffen der europäischen Baustoffindustrie in Wien wurde der Politik ein Positionspapier mit konkreten Forderungen zu den drängendsten Fragen der Branche überreicht – vom Facharbeitermangel über leistbares Wohnen bis zur Kreislaufwirtschaft.

Am 21.11.2018 traf sich das Executive Board des Europäischen Baustoffherstellerverbands »Construction Products Europe (CPE)« auf Einladung seines Präsidenten Dr. Heimo Scheuch (Wienerberger) in Wien. Aufgrund der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft wurde an das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort ein Positionspapier zu den Themen »Nachhaltiges Bauen – leistbares Wohnen«, »Fachkräftemangel am Bau« und »Kreislaufwirtschaft« überreicht.

Nachhaltiges Bauen, leistbares Wohnen

Der Zugang aller Menschen zu angemessenem, sicherem und leistbarem Wohnraum ist in den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen ebenso enthalten wie in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, in der Europäischen Sozialcharta oder der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die künftige politische Strategie der EU muss daher dem Grundbedürfnis »Wohnen« unbedingt Rechnung tragen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Gebäudesektor ein wesentlicher Baustein unserer Energiepolitik ist. Es gilt daher leistbaren und gleichzeitig nachhaltigen Wohnraum für die nächsten Generationen zu schaffen, um Armut einerseits und Emissionen sowie Energiebedarf andererseits deutlich zu reduzieren. Die Nutzung der Speichermasse massiver Bauteile wird jedenfalls ein Schlüssel zur Lösung sein.

Fachkräftemangel am Bau

Die Bauwirtschaft ist der größte Arbeitgeber in der EU. Dennoch wird es schwieriger, auch entsprechend qualifiziertes Personal zu bekommen. Die zunehmende Digitalisierung trägt ihr Übriges dazu bei. Eine EU-Initiative für digitales Bauen mit einem entsprechenden Förderprogramm ist ein Gebot der Stunde, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU und die Attraktivität der Arbeitsplätze im Bausektor zu erhöhen.

Kreislaufwirtschaft

Der EU-Aktionsplan »Bau und Abriss« ist zwar integraler Bestandteil der europäischen Kreislaufwirtschaftsstrategie, dennoch fehlt eine definierte Kreislaufstrategie für den Sektor Bau. Mit der Forderung nach verpflichtenden Recyclingquoten alleine ist jedoch noch nichts geschehen. Vielmehr sollte Recycling dort gefördert werden, wo es technisch sinnvoll, ökologisch machbar und ökonomisch darstellbar ist. Kunstgriffe durchzuführen, um der politischen Forderung gerecht zu werden, sind weder effizient noch der Sache dienlich.

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