Dienstag, September 29, 2026

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Bei der neuen Prager Metro-Linie D erfordern geneigte Rolltreppentunnel, wechselnde Querschnitte und enge Platzverhältnisse projektspezifische Schalungslösungen. Für die künftige Umsteigestation Pankrác D kombiniert Doka Tunnelschalungs-, Traggerüst- und Sonderkomponenten.

Doka-Schalung im unterirdischen Raum mit Bauarbeiter
Doka-Schalung im beengten unterirdischen Raum des Projekts »Pankrác D«.

Im Süden Prags entsteht mit der Metro-Linie D eine neue Verkehrsachse. Der Abschnitt zwischen Pankrác und Olbrachtova bildet den ersten und technisch anspruchsvollsten Teil des Projekts. Die Bauarbeiten laufen seit 2022 und sollen in diesem Abschnitt bis 2029 abgeschlossen werden. Rund 150.000 Menschen sollen von der ersten Ausbaustufe profitieren.

Eine zentrale Rolle übernimmt die Station Pankrác D. Sie wird künftig den Umstieg zwischen den Linien C und D ermöglichen. Zum Bauwerk gehören neben dem eigentlichen Stationsgebäude mehrere Zugangskorridore und Rolltreppentunnel. Auftraggeber sind die Prager Verkehrsbetriebe DPP. Ausgeführt wird das Projekt vom Konsortium Metro I.D, dem Subterra, HOCHTIEF CZ, STRABAG, HOCHTIEF Infrastructure und Ed. Züblin angehören.

Wechselnde Geometrien
Die unterirdischen Stahlbetonkonstruktionen weisen stark variierende Querschnitte und Geometrien auf. Besonders anspruchsvoll sind die um rund 30 Grad geneigten Rolltreppentunnel und die komplexen Übergänge zu den übrigen Stationsbereichen. Gleichzeitig ist der Raum für Material, Montage und Baustellenlogistik stark begrenzt. An die fertige Konstruktion werden hohe Anforderungen hinsichtlich Maßgenauigkeit, Beton­oberfläche, Dauerhaftigkeit und Wasserdichtheit gestellt.

Nach dem Ausbruch werden die Hohlräume zunächst durch eine Spritzbetonschale gesichert. Darauf folgen die Abdichtung und die Herstellung der dauerhaften Stahlbeton-Innenschale. Die Schalung muss dabei sowohl die unterschiedlichen Tunnelquerschnitte abbilden als auch unter den beengten Bedingungen sicher montiert werden können.

Kombination aus Standard und Sonderlösung
Für die Zugangstunnel passt Doka das Traggerüstsystem SL-1 an die jeweiligen Geometrien an und ergänzt es um projektspezifische Sonderkomponenten. Konstruktionen auf Basis der Trägerschalung Top 50 kommen in weiteren Bereichen zum Einsatz. Komplexe Tunnelübergänge werden mit dem Traggerüst Staxo 100 unterstützt. Die Lösung verbindet damit standardisierte Systemkomponenten mit eigens für das Projekt entwickelten Bauteilen. Entscheidend ist nicht nur die erforderliche Tragfähigkeit. Die Schalung muss auch ausreichend flexibel sein, um unterschiedliche Querschnitte und Übergangsgeo­metrien herzustellen, ohne die Arbeiten im knappen unterirdischen Bauraum zusätzlich zu behindern. Integrierte Geländer, Zugänge und Seitenschutz sollen die Sicherheit während der Betonierarbeiten gewährleisten.

Vom 3D-Modell zur Vormontage
Grundlage der Fertigung ist eine dreidimensionale Planung der Schalungselemente. Die einzelnen Bauteile werden entsprechend der jeweiligen Tunnelgeometrie konstruiert, CNC-gefertigt und im Doka-Werk in Prag-Čakovice vormontiert. Dadurch sollen Passgenauigkeit und Montageaufwand bereits vor der Anlieferung auf die Baustelle optimiert werden.

Die Vormontage ist besonders relevant, weil sich umfangreiche Zusammenbauarbeiten unter Tage nur schwer durchführen lassen. Jedes Element wird deshalb auf den vorgesehenen Tunnelabschnitt und die verfügbaren Bewegungs- und Montageflächen abgestimmt. So soll der Montageaufwand auf der Baustelle reduziert werden.n


Das Projekt in Kürze

Projekt: U-Bahn-Station »Pankrác D«
Standort: Prag, Tschechien
Bauwerkstyp: U-Bahn-Station inkl. Zugangs- und Rolltreppentunnel
Auftraggeber: Prager Verkehrsbetriebe (DPP)
Hauptauftragnehmer: Metro I.D Consortium (Subterra, HOCHTIEF CZ, STRABAG, HOCHTIEF Infrastructure und Ed. Züblin)
Bauzeit: 2022–2029 (Abschnitt Pankrác–Olbrachtova)
Eingesetzte Systeme: Traggerüst SL-1, Trägerschalung Top 50, Traggerüst Staxo 100, Abstützbock Universal
Dienstleistungen: 3D-Planung, Schalungsvormontage

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