Montag, September 28, 2026

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Österreich hat 2025 bei der Sammlung von Elektroaltgeräten einen neuen Höchststand erreicht. Mehr als 161.000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte aus Haushalten wurden gesammelt, dazu 3.506 Tonnen Gerätealtbatterien. Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) präsentierte die Bilanz gemeinsam mit dem zuständigen Bundesministerium und der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände in Wien.

Vier Vertreter:innen der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, des Bundesministeriums und der kommunalen Abfallwirtschaft bei der EAK-Jahrespressekonferenz 2026. Im Vordergrund steht eine „Her mit Leer“-Sammelbox, im Hintergrund sind Informationsplakate zur Batteriesammlung und das EAK-Logo zu sehen.

Bei der EAK-Jahrespressekonferenz 2026 präsentierten Valentin Opfermann, Bianca Dvorak, Christian Holzer und Christian Macho die aktuelle Bilanz zur Sammlung von Elektroaltgeräten und Gerätealtbatterien in Österreich. © EAK /APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger


Bei Elektro- und Elektronikaltgeräten stieg die Sammelmenge gegenüber dem Rekordjahr 2024 nochmals um 0,32 Prozent. Mit der aktualisierten EU-Berechnungsmethode ergibt sich laut EAK für Österreich eine vorläufige Sammelquote von rund 90 Prozent.

Auch bei Gerätealtbatterien blieb das Niveau hoch. Insgesamt wurden 2025 3.506 Tonnen gesammelt. Die rechnerische Sammelquote lag bei 50,7 Prozent und damit über der von der EU vorgegebenen Quote von 45 Prozent. 

EAK-Geschäftsführer Valentin Opfermann, der im Juli 2026 die Nachfolge von Elisabeth Giehser angetreten hat, wertet die hohen Sammelmengen als Zeichen dafür, dass das Bewusstsein für die getrennte Sammlung in der Bevölkerung bereits stark verankert ist. Trotz der planmäßigen Pause der Informationskampagne „Her mit Leer“ seien die Sammelmengen 2025 auf hohem Niveau geblieben. 

Kritik an EU-Berechnung

Reformbedarf sieht die EAK bei den europäischen Vorgaben für Altbatterien. Laut Opfermann geht die EU bei Batterien pauschal von einer Lebensdauer von drei Jahren aus, obwohl moderne Lithium-Akkus und Batterien laut EAK eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren haben. Die EAK fordert daher einen angepassten Berechnungszeitraum, um die tatsächlichen Stoffströme realistischer abzubilden. 

Auch der Online-Handel war Thema der Pressekonferenz. EAK-Aufsichtsratsvorsitzende Bianca Dvorak warnt vor Wettbewerbsverzerrungen durch ausländische Online-Marktplätze und fordert gleiche Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer.

Lithium-Batterien im Fokus

Von 12. bis 17. Oktober 2026 findet erstmals eine österreichweite „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ statt. Hintergrund ist die unsachgemäße Entsorgung von Lithium-Batterien: Laut Untersuchungen der Montanuniversität Leoben landen jährlich hochgerechnet rund 17 Millionen Stück im Restmüll. Beschädigte Batterien können Brände in Sammelfahrzeugen sowie Sortier- und Behandlungsanlagen verursachen. 

Parallel dazu setzt die EAK auf zusätzliche Informations- und Sammelmaßnahmen. Die Kampagne „Her mit Leer II“ habe bereits im ersten Halbjahr eine hohe Reichweite erzielt. Zudem soll im Rahmen eines Pilotprojekts der Einsatz von Depotcontainern für Elektrokleingeräte erprobt werden. Für E-Zigaretten setzt sich die EAK für eine österreichweit einheitliche Rückgabemöglichkeit in Trafiken ein. 

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Elektroaltgeräte auf neuem Rekordniveau

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