Sonntag, Mai 19, 2024

In der österrreichischen Energiebranche verdienen Einkäufer durchschnittlich am besten.Die Branche, aber auch die Unternehmensgröße und das Umsatzvolumen sind entscheidend für die Verdienstmöglichkeiten im Einkauf. Das ergab eine Gehaltsstudie von Kerkhoff Consulting, der Personalberatung Penning Consulting und des Österreichischen Produktivitäts-und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ), für die 175 Unternehmen befragt wurden. Mit 106.000 Euro jährlich verdienen Einkäufer in der Energiebranche in Österreich am besten. Ihre Kollegen in der Holz- und Papierindustrie müssen sich im Schnitt mit 77.000 Euro begnügen, jene in der Auto- und Pharmabranche mit nur 65.000 Euro. Das Schlusslicht bilden Einkäufer im Dienstleistungssektor mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 47.000 Euro.

Die Erhebung bietet damit erstmals eine Benchmark, nach der Betriebe die marktgerechte Gehaltseinstufung ihrer Einkäufer beurteilen können. Auch die Größe des Unternehmens und die Höhe des Einkaufsvolumens beeinflussen den Verdienst. So erhalten Einkaufsleiter großer Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro rund 40 % mehr Gehalt als Kollegen in Unternehmen mit weniger als 100 Millionen Euro. »Aufgrund von flachen Hierarchien und der Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen, zahlen auch Unternehmen mit 100 bis 250 Mitarbeitern Spitzengehälter«, bestätigt Stephan Penning, Geschäftsführender Gesellschafter bei Penning Consulting.

Bei Spezialisten oder erfahrenen Sachbearbeitern ist die Gehaltsschere weniger groß als bei Führungskräften. Bonusvereinbarungen sind in Österreich kaum üblich: Nur ein Drittel der Einkäufer erhält neben dem Grundgehalt eine variable Vergütung, bei Führungskräften wird maximal jeder Zweite mit Boni belohnt. »Einkäufer werden nicht ausreichend motiviert, einen exzellenten Job zu machen«, sagt Penning. »High Potentials können so nur schwer für eine Karriere im Einkauf begeistert werden.« Gundula Jäger, Geschäftsführerin des Wiener Büros von Kerkhoff Consulting, sieht den Grund darin, dass der Einkauf »viele Jahre nicht als ernsthafte Managementdisziplin betrachtet wurde«. Seit Beginn der Wirtschaftskrise finde aber ein Paradigmenwechsel statt: »Die Unternehmenslenker haben erkannt, wie wichtig ein optimal geführter Einkauf für den Ertrag ihrer Firmen ist.«

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