Dienstag, Juni 25, 2024
Innovatives Österreich
Foto: Amlogy GmbH

Schulbücher mit Augmented Reality, Werkzeuge für die Automatisierung von Buchhaltung, konfliktfreie Bürozonen und der Blick in den Alltag von Mitmenschen.

Interaktives Papier
Die Verbindung aus Schulbuch und Reisen in digitale Welten, mit dem Startfeld auf dem Papier – diesen scheinbar unmöglichen Spagat schafft das Unternehmen Amlogy. Seit Herbst 2017 werden mit der App Areeka abgestimmte Themenhefte mit Augmented-Reality-Inhalten ergänzt. Dazu werden Kamera und Screen eines Smartphones einfach über eine Seite gehalten – und schon springen Animationen aus dem Buch. Amlogy-Gründer Arkadi Jeghiazaryan ist ein Wiener mit armenischen Wurzeln. Er kam 2007 als Flüchtling nach Österreich und nahm sich – anfangs selbst mit sprachlichen Hürden konfrontiert – vor, Fächer wie Mathematik, Geschichte und Englisch anderen auf spielerische Weise näher zu bringen. »Wir sind auf dem besten Weg, die Schulbücher zu revolutionieren – ohne, dass man sie abschaffen muss«, sagt der findige Jungunternehmer. Gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesverlag und dem Bildungsverlag Lemberger soll nun auch bestehende Literatur mit den kreativen Animationen belebt werden.
www.areeka.net



Bild: Das sportliche Domonda-Team liefert Steuerberatern ein Werkzeug, damit diese ihre Klientel mit tagesaktuellen Finanzinformationen versorgen können.

Mehr Zeit,
weniger Kosten
Ein FinTech-Unternehmen aus Wien macht aus einer notwendigen Verpflichtung eine Tugend – mit ganz einfachen Mitteln. Das Startup Domonda hat eine Software entwickelt, die Steuerberatern und Unternehmen die komplette Buchhaltung im Handumdrehen digitalisiert. Dabei werden routinemäßige Buchhaltungsprozesse wie die Belegerfassung, die Zuweisung von Sachkonten und Steuercodes sowie das Auslesen der Debitoren und Kreditoren automatisiert. Das spart beiden Seiten – Unternehmen und Steuerberatungs-Kanzleien – bis zu 80 % Bearbeitungszeit mit Belegen und schafft finanzielle Übersicht im Tagesgeschäft. »Wir machen Steuerberater fit für die Zukunft. Ihre Kanzlei wird zum digitalen Service-Hub für KMU«, sind die Buchhaltungs-Profis überzeugt. Die innovative Software soll heuer bereits gut 1.000 klein- und mittelständische Kunden von Steuerberatungskanzleien unterstützen und bis zu 400.000 Belege verarbeiten. Dafür sicherte sich das Team rund um Michael ­Haller, Stefan Spiegel und Erik Unger  kürzlich 385.000 Euro über das Investoren-Netzwerk primeCrowd.
www.domonda.com

Bild: Gerhard Führer erhöht mit dem »Konflikt-Navigator« die Zufriedenheit in Unternehmen und senkt Fluktuationsraten und Kosten, die durch Konflikte entstehen können.

Navigator bei Konflikten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wertvolle Ressourcen, die so lange wie möglich im Betrieb gehalten werden sollten. Ein intaktes Konfliktmanagement, das aufkommende Spannungen frühzeitig erkennt, ist dazu unerlässlich. Ein hilfreiches Frühwarnsystem dazu ist der »Konflikt-Navigator«, eine Erfindung aus Ober­österreich. Entwickelt wurde das Softwaretool von der Medius GmbH aus St. Marien gemeinsam mit der Forschungseinrichtung FAW aus Hagenberg. Dabei erfassen anonym und selbstbestimmt MitarbeiterInnen, aber auch Führungskräfte belastende Situationen und erhalten Handlungsempfehlungen zur frühzeitigen Klärung. »Mit unserer Software lässt sich das Konfliktmanagement im Unternehmen professionalisieren und unternehmensweit standardisieren. Ein wichtiger Schritt für eine positive betriebliche Weiterentwicklung«, erklärt Medius-Geschäftsführer Gerhard Führer. Unterstützung für die Navigatoren-Entwicklung gab es durch die Innovationsberater TIM und der FFG.
www.konflikt-navigator.com



Bild: Seeanoli-Gründer Dirk Schwendt bietet neugierigen, offen eingestellten Menschen den Blick über den Tellerrand in den Alltag anderer. 

Mit anderen Augen

Die Plattform Seeanoli steht für »see another life« und ermöglicht, den Arbeitsalltag und Hobbys anderer für einen Tag, live und vor Ort kennenzulernen. »Es gibt so viele Berufe und Leben außerhalb des eigenen Universums«, erklärt Gründer Dirk Schwendt. »Das alltägliche Leben anderer Menschen kann mindestens genauso spannend sein wie ein Fallschirmsprung oder andere spektakuläre Erlebnisse«, ist er überzeugt. Die Online­Plattform macht es Gastgebern und Gäs­ten einfach: Für den Gastgeber entstehen zu keinem Zeitpunkt Kosten oder Gebühren. Er legt ein kurzes Profil an, in dem er seinen Alltag beschreibt und ein paar Rahmenbedingungen für einen Besuch bei ihm festlegt. Anschließend lädt er einige Bilder hoch, legt den Preis für den Besuch fest und kann sein Angebot dann unmittelbar selbst online schalten. Der Gast wählt auf der Seeanoli­Plattform einen für ihn interessanten Gastgeber aus und kauft einen Gutschein für sein Alltagserlebnis.
www.seeanoli.com

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