Wie werden wir 2035 arbeiten?



Vier Trends werden in rund 15 Jahren unsere Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen: Künstliche Intelligenz und Robotik spielen eine große Rolle, neue Berufsbilder entstehen, Arbeit wird zunehmend flexibler und durch gesteigerte Produktivität haben Mitarbeiter mehr Zeit fürs Wesentliche – bei gleichzeitigem Unternehmenswachstum. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Citrix.

Keine Angst vor C-3PO

Was im Star Wars Universum schon gang und gäbe ist, entwickelt sich auch bei uns immer mehr: Dank künstlicher Intelligenz werden Roboter immer effektiver und selbständiger, digitale Assistenten können mittelweile Menschen bei Entscheidungsprozessen maßgeblich unterstützen. 77 Prozent der von Citrix Befragten glauben, dass KI in 15 Jahren Entscheidungsprozesse verbessern und dadurch zu gesteigerter Produktivität führen wird. 83 Prozent sind der Meinung, dass bis 2035 einfache aber zeitaufwendige Jobs völlig automatisiert werden können. Das wiederum sehen 79 Prozent der Umfrageteilnehmer als wichtige Voraussetzung, um Mitarbeitern mehr Raum für ihre Weiterentwicklung zu geben.

Ich bin Virtual-Reality-Manager, und Sie?

Im Zuge der digitalen Transformation und vor allem in Bezug auf KI wird oft befürchtet, dass es zu Arbeitsplatzverlusten in großem Stil kommen könnte. Dabei ist die Digitalisierung wesentlich mehr Chance als Bedrohung. Denn ein „Roboter“ wird seine menschlichen KollegInnen nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen – und zweifelsohne werden neue Berufsfelder entstehen: Vom Roboter/KI-Trainer, über den Virtual Reality-Manager und Advanced Data-Scientist, bis hin zum Privatsphäre- und Vertrauensmanager oder Design-Thinker.

Nicht nur Corona macht flexibel

Wie auch immer sich die aktuelle Situation rund um Covid-19 entwickeln wird – eines steht schon jetzt fest: Organisationen, die gestärkt aus der Pandemie hervorgehen wollen, müssen bereits jetzt ihre zukünftigen Arbeitsmodelle durch- und gegebenenfalls überdenken. Denn in Zukunft, mit fortschreitender Digitalisierung, wird die Anzahl an Mitarbeitern, die für ihre Tätigkeit „nur“ einen Laptop benötigen, stark steigen. Dadurch werden „flexiblere Arbeitsmodelle“ möglich. Unternehmen, die das erkennen und ihre Arbeitskultur entsprechend organisieren, können auf einen wesentlich größeren Talent-Pool zugreifen. 67 Prozent der Befragten glauben, dass sich ein so genanntes „Plattform“-Modell durchsetzen wird, bei dem Mitarbeiter und Unternehmen flexibel und projektbezogen zusammenarbeiten.

Investitionen, die sich lohnen

51 Prozent der befragten Führungskräfte denken, dass neue Technologien die Mitarbeiter mindestens doppelt so produktiv machen werden wie bisher. Dabei wird nach Ansicht der Befragten KI eine entscheidende Rolle spielen. Persönliche Assistenten können Mitarbeiter im Alltag unterstützen, indem sie Gewohnheiten und Prozesse zunächst erlernen und anschließend repetitive Tasks selbst übernehmen. Zudem kann KI einen „kritischen“ Blick auf die Arbeitsbelastung von Mitarbeitern werfen und so – etwa bei den ersten Anzeichen eines Burnouts – frühzeitig warnen. Doch nicht nur indirekt, durch die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität, sondern auch direkt, durch eigene Wertschöpfung, kann KI zum Unternehmenserfolg beitragen. Davon sind auch die befragten Führungskräfte überzeugt. Denn 90 Prozent glauben, dass Investitionen in KI-Technologien zukünftig hauptverantwortlich für das Wachstum von Unternehmen sein werden.

Über die Studie
Citrix führte umfassende Studien durch, die sich über ein Jahr erstreckten. Dafür arbeitete das Unternehmen mit dem Beratungsunternehmen Oxford Analytica und den Wirtschaftsforschern bei Coleman Parkes zusammen. Dabei wurden über 500 Führungskräfte und 1.000 Mitarbeiter in großen und mittelständischen Unternehmen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden über ihre aktuellen und zukünftigen Personalstrategien sowie Arbeitsmodelle befragt. Daraus lassen sich interessante Trends für die Arbeit der Zukunft ableiten.

Bild: iStock

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