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Mehrwert für ManagerInnen

Lehrlinge: Positive Indikatoren der Krisenbewältigung

Um die aktuelle Coronakrise halbwegs unbeschadet zu überstehen, braucht es neben zahlreichen hard facts wie den nationalen und internationalen Konjunkturpaketen, Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Steuerstundungen auch den einen oder anderen soft fact. Ein wesentlicher soft fact ist Vertrauen. Vertrauen in die Zukunft: in die eigene, in die des Unternehmens, des Landes, Europas… Fehlt dieses Vertrauen, fehlen die Investitionen. Das ist im privaten Bereich nicht anders als in der Wirtschaft. Wer Angst um seinen Job hat, kauft kein Auto und nimmt keine Gartenbehübschung vor. Ein Unternehmen, das Angst vor einem Auftragseinbruch hat, kauft keine neuen Maschinen und stellt keine neuen Mitarbeiter ein. Ohne Investitionen in die Zukunft ist unser Wirtschaftssystem zum Scheitern verurteilt. Es gibt aber gute Nachrichten: Wie eine aktuelle Umfrage unter 25 führenden Branchenvertretern zeigt, wird kein einziges (!) Unternehmen seine Ausbildungsstrategie ändern und weniger Lehrlinge aufnehmen. Im Gegenteil: Viele Unternehmen planen sogar, mehr Lehrlinge als im letzten Jahr aufzunehmen. Sie gehen davon aus, dass der Fachkräftemangel auch in Zukunft eines der beherrschenden Themen der Branche bleiben wird – und nicht fehlende Aufträge. Das Vertrauen in eine positive Zukunft ist da, hoffen wir, dass es nicht enttäuscht wird...

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Wer taugt zum Feindbild, wenn die Zementindustrie das CO2-Problem gelöst hat?

Mit ihrer Analyse »Cementing the European Green Deal« hat die europäische Zementindustrie Mut bewiesen, unkonventionelle Vorschläge für komplexe Fragestellungen im Klima- und Energiebereich zu machen. Denn klar ist: Die Industrie ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

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Und täglich grüßt das Murmeltier

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Wettbewerbsverzerrung bedeutet Rückschritt

Dass der Kampf um den Markt seit Anfang März ein harter ist, erfährt wohl jeder täglich selbst. Dass nun aber die Bundesregierung zusätzlich in den freien Wettbewerb eingreift, mutet mehr als seltsam an.

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Kooperation - in der Bauwirtschaft mehr als ein Schlagwort

»Gemeinsam schaffen wir das«, »zusammen durch die Krise« – diese und ähnliche Aufrufe hört man derzeit allerorts. Nicht immer steckt viel Substanz dahinter. Die Bauwirtschaft muss sich diesen Vorwurf nicht gefallen lassen. Selten wurde der Kooperationsgedanke mit so viel Leben gefüllt wie jetzt. Die Bau-Sozialpartner haben trotz unterschiedlicher Interessen in kürzester Zeit die »Handlungsanleitung für sicheres Arbeiten auf Baustellen« aus dem Boden gestampft. Gemeinsam hat man ein 5-Punkte-Paket erarbeitet, das die Baukonjunktur ankurbeln und Arbeitslosigkeit aktiv bekämpfen soll, und im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative Umwelt + Bauen gemeinsam mit Global 2000 ein umfassendes Sanierungskonzept vorgelegt. Und schließlich haben sich unter dem Dach der Österreichischen Bautechnik Vereinigung ÖBV Auftraggeber und Auftragnehmer zusammengefunden und einen Leitfaden für die Dokumentation von coronabedingten Leistungsstörungen und Mehrkostenforderungen erarbeitet. »Ein großer Wurf«, wie ÖBV-Vorstandsvorsitzender Peter Krammer überzeugt ist. Schließlich sollen damit auf »zigtausenden Baustellen auf ÖNORM-Basis die Mehrkostenfordungen schnell und unbürokratisch erledigt werden können«. Eine Erleichterung, die in Zeiten wie diesen mehr als willkommen ist ...

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Zum Glück gezwungen

Die aktuelle Situation treibt nicht nur die Nutzung von Video- und Telefonkonferenzlösungen in lichte Höhen. Auch die Offenheit gegenüber BIM-Kollaborationsplattformen steigt angesichts der erzwungenen Isolation – selbst bei ausgewiesenen BIM-Skeptikern.

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Steuerliche Maßnahmen für mehr Sanierung

Alles zeigt in Richtung energieeffiziente Zukunft. Wege, wie wir uns sicher auf diese zubewegen können, zeigen die Ergebnisse der Studie „Konkrete steuerliche Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Wohnungssektors“. Die Politik muss ins Tun kommen.

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Am falschen Ende gespart

Wenn im Sinne eines »schlanken Planungsteams« bei BIM-Manager und BIM-Koordinator gespart wird, kann das nicht nur sprichwörtlich teuer werden. Denn eine gelungene BIM-Zusammenarbeit erfordert mehr als nur den fröhlichen Austausch von IFC-Modellen. Damit BIM auch in der Praxis klappt, braucht es einen »Rule-Maker« und einen »Rule-Checker«. Sonst ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.

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Potentiale der Auftraggeber-Informations-Anforderungen (“AIA”) bei BIM-Projekten

Die AIA spielen im Zuge von BIM-Projekten eine zentrale Rolle. Sie definieren die inhaltlichen Vorgaben an die digitale Abwicklung, ohne dabei Details vorzugeben. Die Herausforderung bei der Verfassung und Verhandlung liegt – wie so oft im Leben – darin, die richtige Balance zu finden. Einerseits zwischen zu unspezifischen Vorgaben und einem zu hohen Detailierungsgrad. Andererseits zwischen den Interessen der BIM-Akteure (Auftraggeber, Auftragnehmer, Generalplaner, ausführende Professionisten).

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Warum nur konstruktive Kräfte für die Zukunft taugen

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Die Lösungen zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors sind wesentlich vielfältiger, als oberflächliche Stammtischdiskussionen vermuten lassen. Allerdings hat es nicht den Anschein, als wären alle gleichermaßen an einer echten Lösung interessiert.

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Regierung war nicht bereit, Baustellen bis Ostern zu schließen

Unser Appell an den Bundeskanzler, einen generellen Baustellenstopp bis Ostern zu verordnen, blieb ungehört. Daraufhin forderten wir einen Baugipfel, weil es unverantwortlich ist, wie Arbeiter gezwungen werden, ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen weiter zu arbeiten.

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»Bau-Sozialpartner haben zusätzliche Entlastung für Arbeitgeber beschlossen«

Der Bau & Immobilien Report hat dem obersten Bau-Gewerkschafter Josef Muchitsch über die Auswirkungen der Krise auf die Beschäftigten gesprochen. Gemeinsam mit den Bau-Sozialpartner wurde eine zusätzliche Entlastung für die Arbeitgeber geschaffen.

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Baugipfel am 23. März ohne endgültigem Ergebnis

Die bisherigen Regelungen bleiben aufrecht. Um eine rasche gemeinsame Lösung nicht zu gefährden, wurde Stillschweigen vereinbart.

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Zukunftsaufgabe

»Ein schönes Bauwerk zeichnet sich durch ein angenehmes und gefälliges Aussehen aus und besitzt ein ausgewogenes Verhältnis der Einzelteile zueinander«, wusste im 1. Jh. v.Chr. bereits der römische Architekt Vitruv. Erst das abwechslungsreiche Spiel mit Struktur und Farbe setzt die charakteristischen Akzente. Leider ging die Vielfalt der Putztechniken seit Anfang des 20. Jahrhunderts sukzessive verloren – und mit ihr das Wissen um Handwerk und Materialien.

Galten Putzfassaden lange Zeit als altmodisch, erleben sie gegenwärtig eine Renaissance. Neue Zusammensetzungen eröffnen Anwendungsmöglichkeiten in der Wärmedämmung, Akustik oder im Brandschutz. Bei Sanierungen bewähren sich Spezialputze als effektive Problemlöser. Auch als ästhetisches Gestaltungselement werden Putze wieder geschätzt.

Report(+)PLUS widmet dieses Schwerpunktheft im Februar (Link) der faszinierenden Welt der Putze & Mörtel, die wie kaum eine andere Werkstoffgruppe an der Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation steht. Wie wir in Zukunft leben wollen, wird zunehmend kon-trovers und interdisziplinär diskutiert. Klimafreundliches Bauen und Sanieren ist kein Trend, sondern eine Zukunftsaufgabe für die gesamte Branche.

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Rechtliche Aspekte von BIM



Umfragen zeigen deutlich, dass gegen die BIM-Methodik (BIM = Buildung Information Modelling) erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Welche rechtliche Aspekte BIM betrifft, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Motto 2020 – Mehr Fairness am Arbeitsplatz

»Leben und leben lassen« - so lautet die Erfolgsformel der BAU-Sozialpartnerschaft. Zu den aktuellen Schwerpunkten zählen die BAU ID Card und ein Jahresarbeitszeitmodelll.

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Drei Prozent – jetzt aber wirklich

Es ist eine Herkulesaufgabe, die Leonore Gewessler übernommen hat. Schon der neue Name ihres Ministeriums zeigt, dass einiges an Arbeit auf die ehemalige Geschäftsführerin von Global 2000 zukommen wird: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Als Grünpolitikerin und Geschäftsführerin einer Umweltschutzorganisation schafft man sich in der Bauwirtschaft nicht nur Freunde. Dennoch stehen Gewessler viele Branchenvertreter überraschend positiv gegenüber. Obwohl im Regierungsprogramm explizit von einer »Forcierung des Baustoffes Holz« die Rede ist, hält sogar der Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik Andreas Pfeiler große Stücke auf Gewessler. Er hofft, dass »mit ihr jemand im Ministerium sitzt, der offen ist für alle Ideen, die zum Klimaschutz beitragen können« (siehe auch Seite 26). Es wird ihn freuen, dass sich die Ministerin in unserem großen Titel-Interview klar für Produktneutralität im Wirkungsbereich ihres Ministeriums ausgesprochen hat. Wie alle ihre Vorgänger hat natürlich auch Gewessler das Ziel, die Sanierungsrate auf drei Prozent zu erhöhen. Ob ihr gelingt, woran alle anderen spektakulär gescheitert sind? Konkrete Ideen hat sie (siehe Seite 10), als gebranntes Kind ist aber etwa die Dämmstoffindustrie durchaus skeptisch (siehe Seite 42).

Mehr in der Februar-Ausgabe des Bau & Immobilien Report (Link)

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Baustoffe mit Zukunft: Mineralisch – nachhaltig – ökologisch

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Das Bekenntnis zum Klimaschutz der neuen Bundesregierung ist wichtig und richtig. Gerade der Bau- und Gebäudesektor kann dabei eine zentrale Rolle spielen. Voraussetzung ist eine unaufgeregte, sachliche Analyse, wo es die größten Potenziale gibt und wie man diese erreichen kann.

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2020: Jahr der Qualifizierung

Der Start in ein neues Jahr ist der ideale Zeitpunkt für Konsolidierung der eigenen Prozesse, Orientierung in der weiteren Entwicklung und für die Weiterbildung der Mitarbeiter. Denn über Erfolg und Misserfolg entscheiden nicht die neuen Technologien, sondern der Umgang mit ihnen.

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Enttäuschung oder Auszeichnung

Stolze 16 Jahre lang hat der Bau & Immobilien Report die Enquete »Chance Hochbau« veranstaltet. In den letzten Jahren haben wir am Ablauf nur wenig geändert, nach dem Motto »never change a running system«. Heuer haben wir unsere Komfortzone verlassen und einen Neustart gewagt. Wesentlichste Änderung waren vier Workshops mit fast 30 anerkannten Branchenexperten im Vorfeld der Enquete. Die Ergebnisse dieser Workshops wurden im Rahmen der eigentlichen Enquete mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutiert. Die Idee dahinter: den Diskussionen durch die vorangestellten Expertenrunden mehr Tiefe zu geben. Mehr als 150 Besucher und das zahlreiche positive Feedback zeigen, dass wir mit unserem Neubeginn so falsch nicht gelegen sind ...

Apropos Feedback: Auch unsere letzte Titelstory scheint gefallen zu haben. Allerdings treibt Anerkennung manchmal auch seltsame Blüten. Etwa dann, wenn man seine mühsam recherchierte Geschichte 1:1 und ohne Quellenangabe als Aufmacher im Newsletter der Konkurrenz wiederfindet. Sich mit fremden Federn zu schmücken, geht eigentlich gar nicht und hat mit seriösem Journalismus und solidem Handwerk wenig zu tun. Andererseits: Vermutlich handelt es sich fast um die höchste Auszeichnung. Schließlich plagiiert man ja nicht irgendwas ...

Jetzt bleibt mir an dieser Stelle nur noch, mich für Ihre Treue und das entgegenbrachte Vertrauen zu bedanken. Wir werden uns auch 2020 wieder bemühen, Sie mit gründlich recherchierten, hoffentlich originellen und manchmal unorthodoxen Geschichten bestmöglich zu informieren und auch zu unterhalten.
Ob und wie gut uns das gelingt, lesen Sie dann in den Printausgaben des Bau & Immobilien Report, auf www.report.at – und wer weiß, wo sonst noch ...

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Wohnen, leistbar

Gerade für die Jungen wird Wohnen fast unerschwinglich. Wir haben uns im Rahmen unserer Enquete Chance Bau mit Experten zusammengesetzt, um Lösungen für das Problem zu finden. Dabei sind spannende Vorschläge herausgekommen. Einer davon adressiert ein Grundübel: Mieten sind in ihrer Höhe begrenzt, deshalb konzentrieren sich Errichter nur auf die Baukosten, weil sie die Rendite bestimmen. Die Betriebskosten trägt ohnedies der Mieter, sie werden deshalb aus der Kalkulation ausgenommen.

Die Lebenszykluskosten aber sind ein Vielfaches der Baukosten. Mit anderen Worten: Wir machen die Berechnung völlig falsch, weil das wirklich Teure gar nicht berücksichtigt wird.

Die Lösung wäre einfach: Warmmieten! Im Mietrecht sollte also die Komplettmiete inklusive Betriebskosten reglementiert werden. Die Errichter hätten damit einen Anreiz mehr beim Bau zu investieren, weil sie dann auf Dauer bessere Renditen haben. Das hilft dem Mieter, das hilft dem Investor, das hilft der Umwelt. Es wäre einfach umzusetzen, wenn man will.

Warum tut man es nicht?

P.S. Wie Grundstücke billiger, Bauen effizienter und die Finanzierung besser wird, darüber berichten wir in der kommenden Ausgabe des Bau & Immobilien Report.

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