Dienstag, Juni 18, 2024

Preisträger Fritz Mondl mit Laudatorin Hong Nguyen, Präsidentin Starise Group, und Energy-Globe-Erfinder Wolfgang Neumann (v.l.).Am 26. November wurde in Wels der «Energy Globe Austria 2010» vergeben. Gesamtsieger des Awards und Sieger in der Kategorie Feuer ist das Projekt Strom-Boje. Die Sieger-Innovation der Firma Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH aus Niederösterreich erzeugt allein durch Wasserströmung Energie und benötigt keine Staudämme und sonstigen Flusseinbauten. Weitere Sieger gab es in den Kategorien Erde, Wasser, Luft und Jugend. Auch ein Award für Heimwerker wurde vergeben.

Die via donau – Österreichische Wasserstraßen Gesellschaft mbH gewann mit einer innovativen Idee für ein Mülltrennungsprogramm für die Schifffahrt an der Donau in der Kategorie Wasser. In der Kategorie Erde siegte die Kärntner Firma Kraus Energie Konzept für ihre Sanierung der Volksschule Sörg. Ein 45 Jahre altes Haus wurde in ein Passivhaus modernster Prägung umgewandelt. Das steirische Unternehmen VAE Eisenbahnsysteme GmbH siegte in der Kategorie Luft. Der Stahlverarbeitungsbetrieb vermeidet mit seinem Energie- und Produktionskonzept 1.200 Tonnen CO2 pro Jahr. Die HBLA Ried erhielt den Energy Globe in der Kategorie Jugend für ein Steuerungskonzept in ihrer Schule, das 60 Prozent Heizenergie spart. Franz Zotlöterer aus Niederösterreich hat mit seiner Ökoturbine, die Wasser reinigt, Lebewesen schützt und Strom erzeugt, ein Weltpatent geschaffen.

In der chinesischen Provinz Anhui entsteht ein Wohnhausprojekt mit mehreren Gebäuden. Xolar liefert spezielle Solarkollektoren. Die Xolar Group, Anbieter von Solaranlagen für Wärme und Strom, konnte den chinesischen Zement- und Kunststofffenster-Produzenten Conch als Kunden gewinnen. In Wuhu in der chinesischen Provinz Anhui, einer Stadt mit zwei Millionen Einwohnern, entsteht ein Hochhausprojekt aus mehreren Gebäuden mit jeweils 150 Wohnungen. Xolar liefert die Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. In Kooperation mit dem Kunden wurde ein spezieller Solarkollektor kreiert, dessen Design und Funktion sich an die Markterfordernisse in China anpassen. Die Kollektoren werden als Balkongeländer eingesetzt. Sie liefern Warmwasser und dienen als Balkonbrüstung. «Bei diesem Wohnbauprojekt hat jede Wohnung ihre kleine Solaranlage mit einem Speicher auf dem Balkon. Die Anlage funktioniert mit Schwerkraft: Genützt wird das Prinzip, dass erwärmte Flüssigkeiten nach oben steigen. Umwälzpumpe und Steuerung entfallen dabei», erklärt Xolar-Eigentümer Herbert Huemer.

Günter Thumser, Henkel, Hildegard Aichberger, WWF, Kurt Hofstädter, Siemens, Moderation Regina Jankowitsch, Jutta Kleinschmidt und Peter Koren, Industriellenvereinigung, diskutierten in der Siemens City (v.l.).Das Industrie Forum in der Siemens City stand unter dem Motto Innovationen und Energieeffizienz. Es diskutierten Kurt Hofstädter, Vorstand der Siemens AG Österreich, Sektor Industrie, Günter Thumser, Präsident von Henkel CEE, Peter Koren, der stellvertretende Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und Hildegard Aichberger, Chefin des WWF, sowie Jutta Kleinschmidt, Rennfahrerin und Gewinnerin der Rallye Paris-Dakar, über technische Innovationen als Hebel zur Bekämpfung des Klimawandels.

«Was haben wir gelernt? Die beste Versicherung gegen die Wirtschaftskrise ist Innovation», betont Kurt Hofstädter bei der Podiumsdiskussion. «Die gute Entwicklung im Unternehmen und in unserem Bereich gibt uns recht.»

Peter Koren ist überzeugt: «Die nächste Revolution wird von der Technik und ihren Innovationen ausgehen.» Dazu müsste die Politik handeln und die Forschungsquote langfristig auf vier Prozent erhöhen. Zudem fordert Koren 150 Millionen Euro für Forschung mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz. Hofstädter setzt auf die Märkte, die in stärkerem Ausmaß als bisher nach energieeffizienten Produkten verlangen werden: «Umwelttechnologien sind eine große Chance für uns, um in Zentral- und Osteuropa zu punkten.» Hildegard Aichberger stimmt diesem Aspekt zu, aber nur, «wenn mit den wahren Kosten kalkuliert wird: Denn bisher ist Energie noch viel zu billig.» Deshalb fordert sie, auch im Sinne der Industrie, die Einbeziehung von Umwelt- und Sozialkosten.
Für Günter Thumser ist es ebenfalls an der Zeit, dass die Politik handelt: «Wir brauchen mehr Geld für Aus- und Weiterbildung unserer Jungend. Denn wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter, um Neues zu schaffen.»

Forscher arbeiten an einer neuen Generation von  Solarkollektoren in  Kunststoffbauweise.Beim Bau thermischer Kollektoren werden vorwiegend metallische Materialien verwendet, da diese besonders wärmeleitfähig sind. Die Produktion ist aufwändig und kostenintensiv. Eine Umstellung der Kollektorfertigung auf Kunststoff, sogenannte Polymere, würde eine radikale Änderung in der Herstellung bedeuten. Im Rahmen zweier Projekte sollen nun die dafür optimalen Kunststoffe und die richtigen Produktionsverfahren erforscht werden. Sunlumo, ein Green-Technology-Unternehmen aus Perg in Oberösterreich, leitet dazu Arbeitspakete des wissenschaftlichen Projekts «Solarthermische Systeme aus Polymerwerkstoffen». Auch der Solaranlagenanbieter Xolar beteiligt sich an der Forschungsarbeit. Koordinator des Projekts ist die Johannes Kepler Universität Linz. Weitere Firmen wie Borealis, Engel, Greiner, KeKelit oder Lenzing gehören zum fixen Forschungs- und Entwicklungsteam. Die Dauer des Projekts ist für vier Jahre angesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro. Der Klima- und Energiefonds kofinanziert die Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Info:  www.sunlumo.at

SOT-Geschäftsführer Karl Stagl setzt nun weltweit erfolgreich auf Algen-biomasse.Das Wiener Unternehmen SEE-O-TWO Biotech GmbH (SOT) beginnt, sich zu einem führenden Anbieter in der Umwandlung von CO2-Emissionen in Biomasse zu etablieren. Dabei wird das CO2 zur Zucht von Mikroalgen in industriellem Maßstab verwendet. Das neuartige System zeichnet sich durch sehr hohe Produktivität gepaart mit kostengünstiger Errichtung und effizientem Anlagenbetrieb aus. Dadurch wird es erstmals möglich, Mikroalgenbiomasse als kommerziell wettbewerbsfähigen Rohstoff herzustellen.

«Wir freuen uns, nach intensiver Forschung und Entwicklung seit dem Jahr 2008 die SEE-O-TWO-Pilotanlage mit der derzeit weltweit führenden grünen Technologie nun erstmals zu präsentieren. Wir danken der Energie AG Oberösterreich, die uns als Kooperationspartner bei dem Vorhaben voll unterstützt hat», hebt Karl Stagl, Geschäftsführer des österreichischen
Clean-Tech-Unternehmens, anlässlich des Markteintritts von SOT Mitte November hervor.

Die Lösung konvertiert die CO2-Emissionen in Algenbiomasse mit einem Faktor von circa 1:2. Die energetische Verwertung der damit erzeugten Algenbiomasse ist daher entsprechend dem Kyoto-Protokoll «CO2 neutral». Die gewonnene Algenbiomasse ist sowohl Rohmaterial für die pharmazeutische und kosmetische Industrie, für Biokunststoffe und Biochemie als auch Grundstoff für Bioölerzeugung. Algenöl kann technisch zum Beispiel einfach in Biodiesel umgewandelt werden. Der proteinreiche Algenrest ist ideales Tierfutter, beispielsweise für Aquakulturen.

Wu Guo Hua, Director Environmental Protection TEDA (r.), überreicht Bernhard Puttinger, Geschäftsführer Eco World Styria, einen Eco-Partnervertrag.Der Bereich der Umwelttechnik hat in China in den letzten zehn Jahren einen massiven Aufschwung erlebt. Im Zuge des Besuchs einer chinesischen Delegation in Graz hat der Umwelt-Technik-Cluster Eco World Styria einen Partnervertrag mit der chinesischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft TEDA unterzeichnet. Eco ist einer der 20 weltweiten Partner, die Technologien für anstehende Umweltprojekte in der Industrieregion Tianjin Bihain empfehlen werden. Steirische Unternehmen erhalten so die Chance, Geschäftsbeziehungen in China aufzubauen. So soll auch das Ziel des aktuellen 5-Jahres-Plans zur Reduktion der CO2-Intensität erreicht werden.

Die Tianjin Binhai Area ist eine der größten Industrieregionen Nordchinas. Derzeit befinden sich dort 1.000 Umwelttechnik-Projekte in Planung, etwa 400 davon sollen demnächst konkret werden. Aufgrund der starken Verschmutzung durch die große Anzahl an Unternehmen im Raum Peking wurde Tianjin von der Zentralregierung als die neue «Eco-City» Chinas definiert. Zwischen 1993 und 2006 hat sich die Wirtschaftsleistung der Region fast verzwanzigfacht. 120 der weltweit 500 Top-Unternehmen sind in der Region tätig – mit steigender Tendenz.

ubitronix liefert Smart-Metering-Euipment für die Linz AG und hat den IT-Spezialisten Kontron übernommen.Mit dem Smart-Metering-Projekt bei der Linz AG – dem derzeit größten seiner Art im deutschsprachigen Raum – hat sich ubitronix als österreichischer Technologieführer im Bereich Smart Metering etabliert. Diese Rolle baut der Spezialist für Energiemanagement-Lösungen nun auch international weiter aus. Basis dafür ist die Übernahme durch die Kontron AG, einen der weltweit größten Hersteller von Embedded Computer Technology. Dadurch kann ubitronix nicht nur direkt auf Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten der Kontron-Gruppe zugreifen, sondern erhält auch Unterstützung durch die weltweit aktive Vertriebsorganisation. »Als kleines Technologieunternehmen waren unsere Kapazitäten bislang schnell ausgeschöpft, wenn es um größere Aufträge ging«, beschreibt ubitronix-Geschäftsführer Christoph Schaffer den Zusammenschluss mit der Kontron AG.

Atos WorldGrid will Energieversorger mit der Smart-Metering-Lösung ''Linky'' flexibel für künftige Anforderungen aufstellen.Der IT-Dienstleister Atos Origin präsentierte auf der vergangenen »Metering Europe 2010« in Wien Details eines ambitionierten Projekts. Die Experten von Atos WorldGrid zeigten die »Linky«-Lösung, die im derzeit größten europäischen Smart-Metering-Projekt in Frankreich zum Einsatz kommt.

Der Roll-out von zunächst 300.000 intelligenten Stromzählern ist der Auftakt für die Installation von insgesamt 35 Millionen Zählern in Frankreich. Die Kompatibilität zwischen den Systemen ist ein integraler Teil der Strategie von ERDF, einem regionalen Strukturfördermittelfonds der EU. Sie ist deshalb ein kritischer Faktor im Design von Frankreichs künftigem Metering-Netzwerk. Also wurden offene Spezifikationen definiert – für das Metering-Equipment und für die Kommunikation auf Basis von Technologie zur Übertragung von Daten über Stromkabel, die sogenannten »Powerline Communication«.

70.000 Euro jährlich werden dank Facilitiy-Management-Maßnahmen im Hotel Hilton am Stadtpark eingespart.Fensterfolien, Lastspitzenmanagement oder Wärmerückgewinnung sind nur drei der Aufgaben des Facility Managers WISAG im Hotel Hilton am Stadtpark.

Martina Jochmann, Energiecomfort, erweitert FM-Services auf den Gesundheitsbereich.Seit vergangenem Jahr baut die Wien-Energie-Tochter Energiecomfort ein weiteres strategisches Geschäftsfeld erfolgreich auf: Facility-Management-Dienstleistungen für Unternehmen im Gesundheitswesen.

Siemens-Energy-Leiter Gunter Kappacher sieht die Sinnhaftigkeit eines Strommixes aus GuD-Kraftwerken und erneuerbarer Energie. Gunter Kappacher, Leiter des Bereichs Energie für Österreich und CEE bei Siemens, über die Zukunft der Energieversorgung in Österreich und Visionen auf europäischer Ebene.

Von Martin Szelgrad

Manfred Brand­stetter ist neuer Leiter des Automatisierungsgeschäftes bei Siemens.Mit Manfred Brandstetter folgte Anfang Oktober ein erfahrener Simatic-Experte auf Otto Raming, der nach 15 Jahren an der Spitze des Automatisierungsgeschäftes von Siemens in den Ruhestand wechselt. Der neue Leiter startete nach einer HTL-Ausbildung zum Elektrotechniker seine berufliche Karriere 1986 bei Siemens. Nach mehreren konzerninternen Stationen im Engineering, im Vertrieb und im Produktmarketing war er von Anfang im Teams der Marktimplementierung der neuen Simatic-S7-Technologie. Mit dem Wechsel von Otto Raming in den Ruhestand endet eine Ära bei Siemens Österreich. Raming ist seit Mitte der 70er-Jahre eng mit den beiden Steuerungs-Systemtechniken Sinumerik und Simatic verbunden. Er gilt als der Pionier, der 1977 die CNC-Steuerung Sinumerik am heimischen Markt eingeführt hat.
OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer wurde als Vorstandsvorsitzender bestätigt.Der Aufsichtsrat der OMV hat dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Ruttenstorfer sein Vertrauen ausgesprochen. Gegen den OMV-Chef strengt die Finanzmarktaufsichtsbehörde einen Prozess wegen Insiderhandels an. Ruttenstorfer hatte im März 2009 ein Aktienpaket um rund 632.000 Euro gekauft. Eine Woche später verkaufte die OMV ihren MOL-Anteil aber an den russischen Ölkonzern Surgutneftegaz um 1,4 Milliarden Euro. Ist dies nun eine verpönte Bereicherung oder einfach nur unschöne Optik? Immerhin muss Ruttenstorfer besagte Aktien drei Jahre halten. »Der Aufsichtsrat wird das Verfahren weiterhin genau beobachten und bei Bedarf weitere Zusatzinformationen einholen. Die Basis für die Entscheidung des Aufsichtrats bildeten mehrere Gutachten namhafter Experten, die alle zum Ergebnis kamen, dass keine verbotene Verhaltensweise gesetzt wurde«, heißt es bei der OMV.

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