Friday, January 30, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Organisationskultur und Organisationsführung -​ EFQM Modell Kriterium 2

Das Kriterium 1 des EFQM Modells beschäftigt sich mit den Themen Organisationskultur und Organisationsführung. Wie werden diese definiert?

Organisationskultur: Unter Organisationskultur werden die Werte und die Verhaltensnormen einer Organisation verstanden, die ihre Mitarbeitenden und Gruppen in der Organisation teilen und die im Laufe der Zeit sowohl ihr Verhalten untereinander als auch gegenüber den für Zweck, Vision und Strategie wichtigen Interessengruppen außerhalb der Organisation prägen.

Organisationsführung: Im Sinne des EFQM Modells wird darunter eine Tätigkeit in einer Rolle, nicht zwingend eine hierarchische Position und Funktion, verstanden. Organisationsführung bezieht sich nicht nur auf eine Person oder eine Gruppe, die von oben die Richtung vorgibt, sondern auf die Organisation als Ganzes.

Ansprüche des EFQM Modells an die Organisationsführung und -kultur
Welche Ansprüche stellt das EFQM Modell an die Organisationsentwicklung? Welche Bedeutung haben die Inhalte des EFQM Modells für die Organisationskultur und -führung?

Ein wichtiges Element des EFQM Modells ist ein langfristiger, auf Interessengruppen gerichteter Blickwinkel. Das bedeutet, dass alle Interessengruppen in die Kulturarbeit und -umsetzung eingebunden werden sollen.

Wichtige Interessengruppen der Organisation werden ausgewogen berücksichtigt: Kunden, Mitarbeitende, Eigentümer, Aufsichtsbehörden, Gesellschaft, Partner und Lieferanten.

Die im EFQM Modell wichtige Komponente der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gilt auch für die Ausrichtung der Organisationskultur – obwohl tiefere Aspekte der Kultur nur mittelfristig veränderbar sind gilt es, sich aktiv für die im Sinne der Ausrichtung gewünschte Richtung einzusetzen.

Das EFQM Modell basiert auf europäischen Werten und UN Prinzipien (wie z.B. den Sustainable Development Goals). Für die Gestaltung der Organisationskultur sollte man daher zuerst sein Ecosystem begreifen: Wer sind meine Interessengruppen? Wie schaut der Markt aus? Wie ist mein globales Umfeld gestaltet? Die Organisationskultur sollte dann nicht nur von der ökonomischen, sondern auch unter Betrachtung einer ökologischen und sozialen Perspektive bearbeitet werden. Führungskräfte im EFQM Modell sollen Vorbilder (für Excellence) sein bzw. Vorbilder fördern.

Ein „exzellenter" Führungsstil ist weniger hierarchisch geprägt, sondern durch mehr Zusammenarbeit, idealerweise eine Kombination aus Top-down und Bottom-Up-Ansätzen. Es gibt weniger Anweisung und Kontrolle und dafür mehr Ermächtigung.

Diversität in der Zusammenarbeit bringt Vorteile. In verschieden Teilen der Organisation können unterschiedliche „Sub-Kulturen" bestehen: Nehmen Sie die Buntheit an und lernen Sie daraus

Das Tagesgeschäft und gleichzeitig Transformation erfolgreich umzusetzen - diese Dualität (bzw. Beidhändigkeit) gilt auch für Organisationskultur: Schaffen Sie dafür einen Rahmen und stellen Sie dann die Umsetzung sicher.

Eine kreative, innovative - auch disruptive – Grundeinstellung sollte Teil der Organisationskultur sein. Gemeinsames Tun (Co-Creation) anstatt einer Gewinner-Verlierer-Mentalität. Binden Sie die (Interessen-)Partner aus dem Ecosystem für gemeinsame Aktivitäten ein.

Nehmen Sie eine holistische Perspektive ein und sehen Sie die Organisation als Ganzes. Verstehen Sie Organisationskultur als prägenden Rahmen – mit sichtbaren und unsichtbaren Teilen.

Kulturarbeit kann nicht verordnet werden, es ist ein unsicherer Prozess, der nur teilweise gesteuert werden kann. Daher ist es notwendig, die Organisation als ein wandlungsfähiges, komplexes aber nicht mechanistisches System zu begreifen.

Unter www.staatspreis.com/bewertung können Sie das EFQM Modell downloaden.

×
Stay Informed

When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.

IT Sicherheitsspezialist Advenica baut österreichi...
Zauberwort XDR: Mehr (künstliche) Intelligenz für ...

Related Posts

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/

Firmen | News

Firmen | News
29 January 2026
Firmen | News
Fußball gehört in Österreich zu den beliebtesten Sportarten und begeistert Menschen jeden Alters gleichermaßen. Ob im Verein, beim Freizeitkick mit Freunden oder in der Schule – der Ball rollt in Österreich nahezu überall. Doch obwohl dieser Sport, d...
Firmen | News
von Dr. Werner Vogels, Vice President und Chief Technology Officer, Amazon.com Wir stehen am Beginn einer neuen Ära, in der KI den Menschen in den Mittelpunkt stellt, Autonomie fördert und drängende Probleme wie Einsamkeit, Bildungsungleichheit und S...
Firmen | News
20 January 2026
Firmen | News
In einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt, in der virtuelle Kommunikation dominiert, gewinnen haptische Botschaften als greifbare Ausdrucksform persönlicher Wertschätzung wieder deutlich an Bedeutung. Personalisierte Karten verbinden Tradition...
Marija Kotnig
15 January 2026
Firmen | News
Ihr Neujahrsvorsatz beinhaltet Weiterbildung für Ihr Team? Bei Quality Austria erhalten Sie genau die richtige Unterstützung. Bei Buchungen im Zeitraum von 01.01.2026 bis 21.02.2026 profitieren Sie von 10 % Bonus auf alle Inhouse-Trainings. Tipp: Der...

Neue Blog Beiträge

15 January 2026
Architektur, Bauen & Wohnen
Beton spielt in der modernen Wasserversorgung eine zentrale Rolle. Seine Festigkeit, auch unter Wassereinfluss, und Beständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen machen ihn zum idealen Material für Anlagen, in denen Trinkwasser gespeichert und verteilt ...
15 January 2026
Architektur, Bauen & Wohnen
Freibier für alle! So oder so ähnlich lautete ein Spruch in meiner Jugendzeit der vermitteln sollte, dass es sinnvoll ist, den Menschen Bier zu geben, um sie bei Laune zu halten. Egal wann, egal wo und vor allem gratis. Wir haben das damals...
16 December 2025
Intelligente Netze
Europa
Mensch und Gesellschaft
Digitale Souveränität wird in Europa seit Jahren intensiv diskutiert. Dennoch bleibt sie politisch folgenlos. Der Grund liegt nicht in fehlendem Problembewusstsein, sondern in einer systemischen Fragmentierung der Verantwortung. Juristische, technisc...