Donnerstag, Oktober 29, 2026

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Die Geschäftsführungen der Fernleitungsnetzbetreiber:innen Gas Connect Austria GmbH (GCA) und TAG GmbH (TAG) fordern einen engagierten politischen Schulterschluss zur schnellen Umsetzung einer neuen Wasserstoff-Infrastruktur und stellen dazu ein einzigartiges Finanzierungsmodell vor: „Das staatlich garantierte H2-Hochlaufkonto“.

"Wasserstoff braucht mutige Entscheidungen"
Bild: iStock

Um Österreich als künftige Wasserstoff-Drehscheibe zu etablieren, braucht es politische Entscheidungen, die attraktive, fördernde Rahmenbedingungen für den H2-Hochlauf schaffen. „Der verlässliche Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff ist entscheidend, um Industrie, Arbeitsplätze und Klimaziele zu sichern. Jetzt braucht es Mut für innovative Lösungen und klare Rahmenbedingungen, damit der Wasserstoff-Hochlauf gelingt. Wettbewerbsfähige Energiepreise und Investitionen in die Wasserstoff-Infrastruktur sind der Schlüssel, um 450.000 Arbeitsplätze und Milliarden an Wertschöpfung zu sichern“, sagen Valerie Hackl und Stefan Wagenhofer, beide Geschäftsführung Gas Connect Austria.

Die Geschäftsführung der TAG betont: „Der SoutH2 Corridor macht Österreich zum Herzstück der europäischen Wasserstoffversorgung – wir ermöglichen Zugang zu grünem Wasserstoff und stärken Europas Versorgungssicherheit. Unsere Infrastruktur eröffnet neue Chancen: Sie versorgt die Industrie in Österreich und bedient den europäischen Markt gleichermaßen“, so Daniele Gamba und Brigitte Straka-Lang.

Der von Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer vorgestellte Fahrplan zur Wasserstoff-Zukunft unterstreicht die Bedeutung einer nachhaltigen Energiepolitik. GCA und TAG befürworten diesen Vorstoß der Bundesregierung: „Die geplante Importstrategie und der Ausbau des Wasserstoff-Südkorridors sind zentrale Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wirtschaft und für die künftige Versorgungssicherheit.“

Um sich über die Zukunft der heimischen Wasserstoff-Wirtschaft auszutauschen, luden GCA und TAG Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Industrie und Verbänden zum „Netzdialog Gas-Wasserstoff“ – mehr als 70 Teilnehmer:innen besuchten die Veranstaltung. Mit diesem Dialogformat fördern GCA und TAG den überparteilichen Austausch mit Entscheidungsträger:innen und Stakeholder:innen, um gemeinsame Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur zu entwickeln. Ein zentrales Element der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion mit den Energiesprecher:innen der im Parlament vertretenen Parteien, die sich über die Zukunft der heimischen Wasserstoff-Wirtschaft austauschten.

Es diskutierten Tanja Graf (ÖVP), Alois Schroll (SPÖ), Karin Doppelbauer (NEOS), Paul Hammerl (FPÖ) und Lukas Hammer (Die Grünen) gemeinsam mit den Geschäftsführungen von GCA und TAG über die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.

Rahmenbedingungen für Netzbetreiber
Die Fernleitungsnetzbetreiber:innen sprechen sich für ein Finanzierungsmodell aus, das planbare und verantwortungsvolle Investitionen ermöglicht. „Milliardeninvestitionen in die Zukunft benötigen stabile und transparente Refinanzierungsmechanismen. Das H2-Hochlaufkonto – über eine Staatsgarantie abgesichert – schafft die Grundlage für Investitionen, verteilt Risiken ausgewogen und bietet von Beginn an marktverträgliche Transporttarife für Wasserstoffkunden. Als zeitlich befristetes Instrument kann es sich flexibel der Marktentwicklung anpassen.“

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