Tuesday, March 17, 2026

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Für mehr Durchblick auf den Energiemärkten Strom und Gas: Die E-Control hat ein neues Preisportal für mehr Transparenz bei Preis- und Kostenentwicklungen vorgestellt.

Bild: iStock


Auf https://www.e-control.at/preisportal-infos-rund-um-strom-und-gas werden unter anderem kurzfristige und langfristige Beschaffungskosten der Lieferanten simuliert und der Preisentwicklung auf dem Endkundenmarkt quartalsweise gegenübergestellt. Auch wenn untergeordnete Kosten der Versorgung und Margen der Lieferanten in den Beschaffungskosten nicht betrachtet werden, so ist ein Vergleich mit den Preisen für Endkund:innen dennoch sinnvoll: Wie zuletzt auch gerichtlich bestätigt, müssen Preisänderungen in engem Zusammenhang mit dem Wechsel der Beschaffungsbedingungen stehen, heißt es in einem Newsletter der E-Control.

Je nach Preismodell sollten sich also die Endkundenpreise ähnlich einer kurzfristigen oder langfristigen Beschaffungsstrategie verhalten. Starke Abweichungen der Tarife von einer bestimmten Beschaffungskosten­kurve, insbesondere über einen längeren Zeitraum, deuten darauf hin, dass die Preise nicht konsequent einer Beschaffungsstrategie folgen und der Lieferant einen möglicherweise (zu) hohen Tarif verlangt.

Das Preisportal enthält außerdem einen (langfristigen) Produkt- und Kostenvergleich. Spotprodukte gewinnen zunehmend an Bedeutung für Stromkund:innen, da diese durch eine gezielte Verbrauchsverlagerung in günstigere Stunden des Tages finanzielle Einsparungen erreichen können. "Zudem ist davon auszugehen, dass Spotprodukte zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg preislich etwas besser abschneiden sollten als Fixpreisprodukte, weil in einem solchen Fall seitens der Lieferanten keine Preisabsicherung notwendig ist", so der Wortlaut bei der E-Control. Um dies besser beurteilen zu können, berechnet und vergleicht das Preisportal die Kosten der verschiedenen Produkte. Dabei zeigt sich, dass ein typisches Spotprodukt in den Jahren 2019 und 2020 sowie 2023 und 2024 eine günstigere Option darstellte als alle Hauptprodukte.

In den außergewöhnlichen Krisenjahren kostete das Spotprodukt hingegen viel mehr als die Hauptprodukte. Im Allgemeinen reagiert das Spotprodukt direkt auf Preisveränderungen am Großhandelsmarkt (hohe Kosten vor allem im Jahr 2022), während Fixpreisprodukte Preissteigerungen in der Beschaffung verzögert weitergeben (hohe Kosten in den Jahren 2023 und 2024). Über die letzten sechs Jahre hinweg zahlten Kund:innen eines Spotproduktes insgesamt weniger als bei acht Hauptprodukten. Bis zu 515 Euro ließen sich im Vergleich zum Hauptprodukt einsparen. Lediglich einige Hauptprodukte insbesondere aus dem Westen des Landes waren über die letzten sechs Jahre hinweg gerechnet günstiger als das Spotprodukt.

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