Gemeinwohl tut Unternehmen gut

Foto: Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), zog anlässlich der ersten wissenschaftlichen Gemeinwohl-Tagung gemeinsam mit ForscherInnen über das Potenzial des Wirtschaftsmodells Bilanz. Foto: Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), zog anlässlich der ersten wissenschaftlichen Gemeinwohl-Tagung gemeinsam mit ForscherInnen über das Potenzial des Wirtschaftsmodells Bilanz.

Zwei wissenschaftliche Studien attestieren der Gemeinwohl-Ökonomie soziale Innovationskraft. Das Wirtschaftsmodell, das auf ethischen und nachhaltigen Kriterien fußt, sei es wert, »nachgeahmt und instutionalisiert zu werden«.

Die Gemeinwohl-Bilanz ist das Herzstück des Wirtschaftsmodells der Gemeinwohl-Ökonomie und richtet das unternehmerische Handeln von Organisationen am Ziel des Gemeinwohls aus. Im Vergleich zu anderen Instrumenten unternehmerischer Nachhaltigkeit setzt sie stark auf Suffizienz bzw. die absolute Reduktion des Naturverbrauchs. Daher habe das Modell das Potenzial, den Wandel in Richtung einer Postwachstumsgesellschaft zu ermöglichen, wie eine Studie »GIVUN« der Universitäten Flensburg und Kiel aufzeigt.

Das Fazit einer Studie der Universität Valencia geht in dieselbe Richtung: Die Gemeinwohl-Bilanz führe über bestehende CSR-Ansätze hinaus und fördere sowohl die ethische als auch die finanzielle Performance der Unternehmen. Ein Viertel der 206 befragten Firmen bestätigte positive Auswirkungen auf ihre Gewinne, 85 % verzeichneten zumindest keine negativen.

Die Bilanz bewertet die Bereiche Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie demokratische Mitbestimmung und Transparenz. In Österreich ist der Waldviertler Kräuterspezialist Sonnentor mit 671 von 1.000 erreichbaren Punkten einer der Spitzenreiter bezüglich gemeinwohlorientierter Unternehmensführung.

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