Sonntag, Oktober 18, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Auf dem Areal der ehemals größten Fassfabrik Mitteleuropas hat die Strabag auf circa 1.200 m² einen Forschungsraum für alternative Baustoffe eröffnet, der gleichzeitig Werkstatt für Künstler*innen des Strabag Kunstforums sowie Ausstellungsort für alternative Bauprodukte ist. 

Neues Reallabor für nachhaltiges Bauen

Das Konzept des Reallabors erprobt über zwei Jahre hinweg nachhaltige Baustoffe unter realen Einsatzbedingungen und vernetzt Forschung mit Kunst und Kultur. So sind die Atelierwände der Kunstschaffenden zugleich Raumtrenner, Forschungsobjekte und Materialquelle. Ein besonderer Fokus bei den verbauten Trockenwänden liegt auf dem ökologischen Abfallprodukt Stroh. Hochverdichtete Strohfaserplatten können pro Quadratmeter Wandfläche 53 kg CO2e binden. Im Reallabor werden diese in Kombination mit Lehm als Ersatz für Gipskartonplatten eingesetzt. Auch Dämmstoffe wie Hanf, Flachs und Schafwolle kommen auf der Fläche zum Einsatz. Ziel der Erprobung ist es, unterschiedliche Einbaumöglichkeiten sowie ihre Leistungsfähigkeit zu testen, um das Produkt und Verfahren zu ermitteln, das sich zukünftig wirtschaftlich und effizient in bestehende Bauprozesse integrieren lässt. Materialien, die beim Einbau übrigbleiben und sonst als Abfall entsorgt werden, finden direkt vor Ort bei Künstler*innen Wiederverwertung.

Aktuell bietet das Reallabor Raum für fünf Künstlerwerkstätten sowie für die Ausstellung von 14 Baustoffprodukten, darunter auch Halb- und Vollfertigteile aus Holz oder CO2-reduziertem Beton, die ökologische und effiziente Bauverfahren ermöglichen. Zukünftig soll der Ort auch als Eventlocation nutzbar sein.

„Das Reallabor - Nachhaltiges Bauen liefert einerseits wichtige Erkenntnisse über Einsatzmöglichkeiten und zukünftige Potenziale von nachhaltigen Baustoffen. Andererseits sorgt es als Austausch- und Ausstellungsort für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz von alternativen Materialien. Dieser innovative und interdisziplinäre Ansatz leistet einen wichtigen Beitrag für das Ziel von Strabag, dass bis 2040 alle Baustoffe, die zum Einsatz kommen, klimaneutral sein sollen“, sagt Leopold Leonhartsberger, Unternehmensbereichsleiter Baustoffe Strabag.

Populär

In New York werden ungenutzte Luftrechte zu handelbarem Baupotenzial. So können neue Baukörper über oder neben bestehenden Gebäuden entstehen. Foto: REPORT/Eva Flatscher

Haus über Haus: Wie New York mit Luftrechten baut

In New York wird nicht nur mit Grundstücken gehandelt, sondern auch mit dem...
Batterieelektrische Scania-Zugmaschine in Dreiviertelansicht.

Langstrecke unter Strom

Scania will batterieelektrische Lkw stärker für längere Strecken einsetzen....
Buchcover: Homo Universus von Matthias Strolz
Cover: Edition Platin

Homo Strolzus

Matthias Strolz widmet sich in „Homo Universus“ den großen Fragen des...
Luftaufnahme des Knauf-Standorts in Ferndorf in Kärnten mit Produktionshallen, Bahntrasse sowie angrenzenden Feldern und Gewässern.

Knauf investiert 30 Millionen Euro in Recyclinganlage

In Ferndorf in Kärnten entsteht eine neue Recyclinganlage für Glas- und...
Gruppenbild Studierende mit Michael Nowak vor der verbotenen Stadt

Studierende tauchten in Chinas Tech-Welt ein

Das Bildungsprogramm „Seeds for the Future“ fand in diesem Jahr zum zwölften...
Sabine Hammer

Infinigate: Sabine Hammer übernimmt Leitung DACH

Als neue RVP DACH wird Sabine Hammer ab dem 1. Oktober das Wachstum des...

ThemaThema

Einladung zur Enquete „Chance Bau 2026“

Die österreichische Bau- und Immobilienwirtschaft steht vor entscheidenden Weichenstellungen: Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Sanierung, Künstliche Intelligenz, neue regulatorische Rahmenbedingungen und die Frage, wie rasch der Markt wieder an Dynamik gewinnt. Bei der Enquete „Chance Bau...

Leben & StilView all