Samstag, Oktober 10, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

ROT-WEISS-ROTE VERGABEN sind einfach umsetzbar, rechtssicher, EU-konform und jetzt dringender denn je, so die Gewerkschaft Bau-Holz. Deshalb hat man gemeinsam mit Rechtsanwalt Martin Schiefer einen praxisnahen leitfaden für regionale, faire und nachhaltige Auftragsvergaben entwickelt.

Leitfaden ROT-WEISS-ROTE VERGABEN vorgestellt

Jährlich werden in Österreich rund 70 Milliarden Euro an öffentlichen Aufträgen vergeben – ein großer Teil davon am Bau. Dabei geht es um mehr als nur um den Preis. Vergaben entscheiden darüber, ob Arbeitsplätze, Lehrstellen, Qualität sowie Steuern und Abgaben in Österreich bleiben oder ins Ausland abwandern. Gemeinsam mit dem Vergabeexperten RA Martin Schiefer hat die GBH auf Basis der neuen Möglichkeiten im Vergaberecht seit 1. März 2026 den Leitfaden „ROT-WEISS-ROTE VERGABEN“ entwickelt. Er soll praxisnah zeigen, wie öffentliche und private Auftraggeber regional, fair und nachhaltig vergeben können – rechtssicher und EU-konform.

Die Initiative "Rot-Weiß-Rot Bauen" soll dem reinen Preiswettbewerb ein klares Gegenmodell entgegensetzen: Lebenszykluskosten, Qualität, regionale Wertschöpfung sowie ökologische und soziale Auswirkungen sollen bestimmen, wer den Zuschlag verdient. Denn Vergaberecht soll nicht bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben enden. Im Fokus steht die Frage, wie öffentliche Beschaffung gezielt zur Stärkung von Qualität, Innovation und regionaler Wertschöpfung beitragen kann. Das Vergaberecht kann als strategisches Werkzeug gesehen werden, um nachhaltige Entscheidungen zu ermöglichen und langfristigen Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.

Zentrale Inhalte

- Bestes Angebot statt billigster Preis: Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität können berücksichtigt werden
- Aufträge sinnvoll aufteilen: Mehr Chancen für regionale Betriebe
- Subunternehmerketten begrenzen: Schutz vor Sozialbetrug und Scheinunternehmen
- Kurze Wege und schnelle Reaktion berücksichtigen: Vorteile für Betriebe vor Ort und Beitrag zum Klimaschutz
- Lehrlinge und Fachkräfte einbeziehen: Ausbildung und Arbeitsplätze sichern

Kurzversion des Leitfadens hier downloaden

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