Dienstag, Juli 16, 2024

Die Suche nach dem richtigen Bauprodukt gestaltet sich für Planer oft schwierig und zeitraubend. Aber auch für Hersteller ist es schwierig, ihre Produkte nah am Kunden zu platzieren und aktuelle Markttrends frühzeitig zu erkennen. Das Start-up Plan.One verspricht beiden Seiten eine Lösung: ein Such- und Vergleichsportal für Bauprodukte.

"Ich glaube, dass die Krise Dinge beschleunigen kann, die ohnehin passiert wären.  Gerade strukturell steht die Branche vor einigen Herausforderungen", sagt Anton Rieder.

Im Interview mit dem Bau & Immobilien Report spricht der Tiroler Landesinnungsmeister Bau und Eigentümer von Rieder Bau, Anton Rieder, über den Sonderfall Tirol und die Möglichkeit, die aktuelle  Situation für die Weiterentwicklung von Prozessen, Abläufen und Technologien zu nutzen. Er erklärt, warum die Themen Digitalisierung und Produktivitätssteigerung durch die Coronakrise mehr denn je an Bedeutung gewinnen und warum er nicht mit einer Marktbereinigung oder verstärkten Übernahmen rechnet.

Foto: Thinkstock

Die ZT-Kammer unterstützt den Betrieb von Baustellen, fordert aber klare Regelung für die 300.000 Beschäftigten

Foto: iStock

Am 20. März 2020 wurde im Nationalrat zum Schutz der österreichischen Wirtschaft mit dem 2. COVID-19-Gesetz mit sofortiger Wirkung eine "Insolvenzbremse" beschlossen.

Foto: Attensam

Die Mitarbeitenden von Attensam – dem heimischen Marktführer in der umfassenden Betreuung von Wohnimmobilien – müssen auch während der Coronakrise unterwegs sein, um mit professioneller Reinigung, Desinfektion, Hygiene und Gebäudeinstandhaltung zum Systemerhalt beizutragen. Dabei unterstützen die Attensam-Teams in den betreuten Häusern auch abseits der eigentlichen Tätigkeiten: Ab sofort wird Risikogruppen in Ballungszentren in ganz Österreich mit wichtigen Besorgungen unter die Arme gegriffen – kostenlos und unbürokratisch.

Foto: Für eine faire Ökobilanz von Baustoffen fordern der neue Obmann des Fachverbands Steine-Keramik, Robert Schmid (r.), und Geschäftsführer Andreas Pfeiler eine Betrachtung des gesamten Lebenszyklus. Unterstützung kommt von Klimaministerin Leonore Gewessler.

Der Hochbau und der milde Winter sind hauptverantwortlich dafür, dass die österreichische Baustoffindustrie trotz schwächelnder Industriezulieferer in Summe ein Plus von 2,2 % erwirtschaften konnte. Für die Zukunft zeigt man sich bei der Pressekonferenz Anfang März noch zuversichtlich – vor allem, wenn die Regierung hält, was sie im Regierungsprogramm verspricht.

"Mit den Auftraggebern wird individuell und gewohnt partnerschaftlich die weitere Vorgehensweise besprochen, ob die Handlungsanweisung umsetzbar ist", sagt CEO Stefan Graf.

Nach den "großen Vier" Strabag, Porr, Swietelsky und Habau hat auch der niederösterreichische Branchenprimus Leyrer + Graf den Baustellenbetrieb wieder aufgenommen.

"An ein Abstellen der Anlagen haben wir in der Schmid Industrieholding noch nicht gedacht, aber die Kapazitäten etwa in der Zementproduktion werden deutlich heruntergefahren", sagt Robert Schmid.

Im Interview mit dem Bau & Immobilien Report spricht Robert Schmid, Obmann des Fachverbands Steine-Keramik und Eigentümer der Schmid Industrieholding, über die Auswirkungen der Coronakrise auf die Branche und seine Unternehmensgruppe, er kritisiert das Informationschaos und lobt das Teamwork im Fachverband. Trotz enormer Produktionsrückgänge kann er die Versorgung der heimischen Baustellen mit mineralischen Baustoffen zu 100 Prozent garantieren. Engpässe erwartet er in anderen Bereichen. Für die Zeit nach Corona ist er vorsichtig optimistisch, dass die richtigen Lehren gezogen werden und dann „intelligente Industriepolitik gemacht wird“.

Thomas Korol, Geschäftsführer ISHAP Gebäudedokumentations GmbH

Die aktuelle Krise zeigt es ganz deutlich. Am gefährdetsten sind jene Wirtschaftsbereiche, die immer noch analog funktionieren. Wenn Waren, Akten oder Papier von unterschiedlichsten Personen angefasst werden, feiert der Virus, wienerisch gesagt "fröhliche Urständ". Ganz abgesehen davon, dass auch bei Nutzung eines Homeoffice viele analoge Akten und Papierunterlagen den Mitarbeitern oft gar nicht für die Arbeit zur Verfügung stehen. Davon sind auch Branchen betroffen, die eigentlich heute bereits digital arbeiten könnten.

"Die Gesundheit der Arbeitnehmer hat oberste Priorität. Gleichzeitig müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Produktion dort aufrecht erhalten werden kann, wo dies aus gesamtwirtschaftlicher Sicht notwendig und aus gesundheitspolitischer Sicht vertretbar ist", sagt Hans-Werner Frömmel.

Der Baugipfel mit Gesundheitsminister, Sozialpartnern und Arbeitsinspektorat brachte die lang ersehnte klare Regelung. Es darf weiter gebaut werden, sofern bestimmte Spielregeln eingehalten werden. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister Bau, begrüßt das Ergebnis: „Damit ist sichergestellt, dass die Bauwirtschaft als eine Schlüsselbranche nicht zum Erliegen kommt und dort weitergearbeitet werden kann, wo es möglich und sinnvoll ist.“

Die Bauszialpartner haben sich darauf geeinigt, dass es zu keinem generellen Baustopp in Österreich kommt. Allerdings gelten neue Regeln, die ab sofort auf den Baustellen eingehalten werden müssen.

Dass die Arbeitslosenzahlen derart nach oben geschnellt sind statt auf Kurzarbeit zu setzen, liegt laut Nicolaus Mels.Colloredo vor allem an Kommunikationsproblemen.

 Im Interview mit dem Bau & Immobilien Report spricht Nicolaus Mels-Colloredo, PHH Rechtsanwälte, über Hürden und Verunsicherung in Zusammenhang mit der Kurzarbeit, die Auszahlungsmodalitäten der Hilfsgelder und  mögliche langfristige arbeitsrechtliche Auswirkungen der Krise.

Beim Gesundheits- und Sozialzentrum Cape 10 arbeitet die Strabag als Totalunternehmerin mit Building Information Modeling. Obwohl es sich um ein vergleichsweise kleines Projekt handelt, setzt die Strabag dabei auf einen BIM-Koordinator.

Building Information Modeling ist vieles, vor allem aber ist es eine völlig neue Form der Zusammenarbeit. Dafür braucht es Spielregeln. Der BIM-Koordinator übernimmt zentrale Kommunikations- und Koordinationsaufgaben und sorgt dafür, dass diese Spielregeln auch eingehalten werden. Er ist eine Art digitaler Bauleiter. Seine Rolle wird aber oftmals unterschätzt.

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