Donnerstag, Mai 26, 2022

Nach den äußerst erfolgreichen Vorjahren bremst sich das Wachstum am Dämmstoffmarkt massiv ein.

Treiber hinter der Marktentwicklung sei vorrangig die Neubautätigkeit, während die Impulse aus der thermischen Sanierung schwächer werden, hat das Marktforschungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner (KF&P) in einer aktuellen Studie herausgefunden. Lag das Marktwachstum 2006 und 2007 durchschnittlich noch bei 11% p.a., resümiert 2008 gerade einmal bei +2,7% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden rd. 6,2 Millionen Kubikmeter abgesetzt. Der Neubau zeigte sich in den letzten Jahren als stabiler Absatzmarkt, hauptsächlich aufgrund der positiven Entwicklungen im Nicht-Wohnbau und zuletzt auch im mehrgeschoßigen Wohnbau. Dennoch kamen 2007 noch die stärkeren Impulse aus der (thermischen) Sanierung. 2008 bricht die Sanierung jedoch ein und stagniert auf Vorjahresniveau. Für 2009 und 2009 erwarten KF&P einen absoluten Rückgang der Nachfrage um durchschnittlich -5,2%. Neben der schwachen Sanierungstätigkeit wird spätestens 2010 auch die Neubautätigkeit rückläufig sein, wenn die in allen Gebäudetypen eingebrochenen Bewilligungszahlen aus 2009 auf den Markt durchschlagen.
Die größten Nachfragezuwächse verzeichnen 2008 noch die Dämmstoffhersteller im Bereich der Fassadenplatten. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr beträgt hier +4,1% und übersteigt damit erstmals die Marke von 2,0 Millionen Kubikmeter. Die verbaute WDVS-Fläche allein steigt 2008 schon um +3,0%, zunehmende empfohlene Dämmstärken bei WDVS-Fassaden tun das Übrige.


Dämmstoffe               2005  2006  2007 2008  2009e  2010f
Nachfrage in Mio. m3    4,84  5,56  6,01   6,17    5,91   5,53

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