Mittwoch, Oktober 21, 2026

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Bau | Immobilien

Obwohl die Sanierungsoffensive 2026 den Heizungstausch bevorzugte, wuchs in Österreich die Nachfrage nach Dämmstoffen im 1.Halbjahr signifikant, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstitus BRANCHENRADAR.com Marktanalyse.

Haus vor und nach der thermischen Sanierung

Im Frühjahr war die Enttäuschung in der Bauwirtschaft groß, als ohne Vorwarnung die Bundesförderung für thermische Sanierung (Sanierungsoffensive 2026) über Nacht eingestellt wurde. Offenbar hinderte das viele Bauherren jedoch nicht daran, die geplanten Sanierungsmaßnahmen trotzdem zu realisieren. Denn zumindest im 1. Halbjahr lag die Nachfrage nach Dämmstoffen und zertifizierten Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) erkennbar über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums.

Laut aktuellem BRANCHENRADAR Trend 2026 für den österreichischen Markt, erhöhte sich der Absatz von Dämmstoffen um 3,7 Prozent und von WDVS um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insbesondere bei Objektgebäuden wurde die Sanierungsleistung deutlich gesteigert. Zudem verkaufte die Industrie von Dachmaterial für geneigte Dächer um 1,3 Prozent mehr Quadratmeter als zwischen Jänner und Juni 2025. Die Nachfrage nach Fenstern stagnierte auf Vorjahresniveau.

„Das zeigt, der Sanierungsdruck ist hoch“, sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse. „Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wächst das Interesse an einer thermischen Sanierung der Gebäudehülle klar erkennbar“. Insofern geht die Studie davon aus, dass die für 2027 beschlossene Aufstockung der Fördermittel für thermische Sanierungen auf 321 Millionen Euro, den Markt zusätzlich belebt. Damit wächst zum einen die Chance, dass der Heizungstausch – wie von Bauexperten empfohlen – verstärkt in bereits thermisch optimierten Gebäuden erfolgt. Zum anderen kommt man dem Ziel einer Dekarbonisierung des Gebäudebestands ein gutes Stück näher.

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