Wednesday, June 17, 2026

Mehrwert für Manager

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Unternehmen stehen mehr denn je vor großen Herausforderungen: Steigende Energiepreise, instabile Lieferketten, geopolitische Unsicherheiten und eine schwankende Marktdynamik setzen Betriebe aller Branchen unter Druck. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen zu erzielen und strategisch in die eigene Wettbewerbs- und Widerstandsfähigkeit zu investieren. Welche digitalen Trends und Themen Unternehmen dabei helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich resilienter aufzustellen, beleuchtet Christian Krenn, Executive Advisor bei DCCS.

Christian Krenn ist Executive Advisor bei dem IT-Dienstleister DCCS.

1. KI-Integration in Unternehmensprozesse vorantreiben

Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben, aber der Hype um große Sprachmodelle weicht 2025 zunehmend einer pragmatischen Integration von KI in Unternehmensprozesse. Entscheidend ist, KI sinnvoll mit der bestehenden Datenwelt des eigenen Unternehmens zu verknüpfen, um echten Business-Mehrwert zu schaffen. Dazu bedarf es einer geeigneten Strategie, die sowohl technologische als auch organisatorische Aspekte berücksichtigt. Gefragt sind maßgeschneiderte KI-Lösungen, die den spezifischen Geschäftsanforderungen gerecht werden. Derzeit lassen sich KI-Anwendungen zur Automatisierung von Prozessen, zur Datenanalyse und zur personalisierten Kundeninteraktion besonders gewinnbringend in Unternehmen integrieren.

2. Daten als strategische Ressource nutzen

Gerade in unsicheren Zeiten sind Daten die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Unternehmen, die ihre Datenlandschaft gezielt strukturieren und nutzen, können schneller auf Veränderungen reagieren. Darüber hinaus müssen Unternehmen eine saubere Datenbasis schaffen, um den sinnvollen Einsatz von KI sowie datengetriebene Entscheidungen und Innovationen zu ermöglichen. Moderne Datenarchitekturen ermöglichen die nahtlose Integration, Analyse und Nutzung von Informationen. Gleichzeitig wird es zunehmend wichtiger, das Konzept des Produktdenkens auch auf Daten anzuwenden und Datenprodukte, also wiederverwendbare, gut dokumentierte Datensätze oder datenbasierte Dienste, anzubieten. Wer Daten als strategische Ressource begreift, kann nicht nur interne Prozesse optimieren, sondern auch neue Geschäftsmodelle entwickeln und Wettbewerbsvorteile sichern.

3. Digitale End-to-End-Prozesse implementieren

Durchgängig digitalisierte End-to-End-Prozesse und ein hoher Automatisierungsgrad helfen Unternehmen, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen zu erzielen. Low-Code-Plattformen und der Einsatz von KI spielen dabei auch 2025 eine wesentliche Rolle. Bei hoher Komplexität der Prozesse bzw. der vorhandenen IT-Landschaft hilft Individualsoftware, maßgeschneiderte Lösungen zu schaffen, die gut in vorhandene Kernsysteme integriert sind und eine nahtlose Datenverarbeitung ermöglichen. Eine durchgängige Digitalisierung der Prozesse erfordert oftmals auch die Modernisierung von Legacy-Systemen, um die Interoperabilität zwischen den Systemen zu verbessern und damit den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Gleichzeitig rückt die User Experience in den Fokus: Eine intuitive Gestaltung digitaler Prozesse sorgt für eine höhere Akzeptanz bei Mitarbeitenden und Kunden, was die digitale Transformation zusätzlich beschleunigt.

4. Investitionen ins Digitalgeschäft tätigen

Um die Erwartungshaltung – sowohl von Business-Kunden als auch Konsumenten – zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen in digitale Geschäftsmodelle investieren. Digitale Services und smarte Add-ons zu Produkten, die einen klaren Mehrwert für Kunden schaffen, eröffnen neue Einnahmequellen und verbessern die Customer Experience sowohl im Business-to-Business-Bereich als auch im Endkundensegment. Datengetriebene Geschäftsmodelle spielen dabei eine entscheidende Rolle: Durch die Analyse von Nutzerverhalten können Unternehmen personalisierte Angebote entwickeln und ihre Services kontinuierlich optimieren. Unternehmen, die gezielt in digitale Lösungen investieren, sichern sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil und verbessern ihre Marktposition.

5. IT-Security und -Resilienz stärken

Cyberbedrohungen bleiben weiterhin ein aktuelles Thema und nehmen in ihrer Komplexität kontinuierlich zu. Unternehmen müssen daher weiterhin in Präventionsmaßnahmen investieren und auch darüber hinausdenken und robuste Sicherheitsarchitekturen etablieren, die auch im Angriffsfall handlungsfähig bleiben. Zero-Trust-Modelle auf allen Ebenen, intelligente Bedrohungserkennung durch KI sowie eine durchdachte Incident-Response-Strategie sind essenziell. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch kontinuierliche Schulungen und Informationen, da menschliche Unachtsamkeit oft das größte Sicherheitsrisiko darstellt. Die Kombination aus präventiven Maßnahmen, reaktiven Sicherheitsmechanismen und einer resilienten IT-Infrastruktur stellt sicher, dass Unternehmen trotz zunehmender Cyberbedrohungen geschützt und handlungsfähig bleiben.

6. Nachhaltigkeit und resiliente Lieferketten etablieren

Nachhaltigkeit bleibt 2025 ein zentrales Thema, auch wenn regulatorische Vorgaben wie das ESG-Reporting in Teilen verschoben wurden. Dennoch ist es entscheidend, Lieferketten widerstandsfähig und transparent zu gestalten. Datenplattformen, rückverfolgbare Zertifizierungen und digitale Produktpässe sind Instrumente, die helfen, Nachhaltigkeit in Lieferketten und Unternehmen zu etablieren. Der Einsatz von KI und IoT-Technologien zur Überwachung von Lieferketten, Kooperationen mit nachhaltigen Zulieferern und die Integration erneuerbarer Energien in Produktionsprozesse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Unternehmen, die proaktiv in nachhaltige und resiliente Lieferketten investieren, erfüllen nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern steigern auch ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Reputation.

Fazit
Digitalisierung und Resilienz sind essenzielle Faktoren für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Unternehmen, die ihre digitale Transformation 2025, trotz angespannter Wirtschaftslage, vorantreiben und die richtigen geschäftlichen und technologischen Weichen stellen, werden gestärkt aus den aktuellen Herausforderungen hervorgehen. Entscheidend ist ein ganzheitlicher Ansatz, der technologische Innovation mit strategischer Weitsicht verbindet. So lassen sich Chancen nutzen und sowohl bestehende als auch zukünftige Herausforderungen besser bewältigen.


Über den Autor
Christian Krenn, Executive Advisor bei DCCS, hat mehr als 20 Jahre Erfahrung als IT-Berater in der produzierenden und Automobilindustrie. Er begleitete bereits zahlreiche namhafte DAX-Unternehmen bei großen Digitalisierungs- und Change-Projekten.

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