Dienstag, Juni 18, 2024
Breitband - Artenreichtum im Übertragungsdschungel
(Fotocredit: iStock)

Welche Übertragungsmöglichkeiten gibt es überhaupt, und wie unterscheiden sie sich? Der REPORT schafft Klarheit.


Bodendecker in der Fläche

Bei Breitbandleitungen wird hauptsächlich zwischen zwei Arten von Verbindungen unterschieden: symmetrische und asymmetrische Verbindungen. Welche Art der Verbindung sinnvoll ist, hängt von der privaten oder geschäftlichen Nutzung ab. Während ADSL (»Asymmetric Digital Subscriber Line«) vornehmlich Haushalten empfohlen ist, erreicht SDSL (»Symmetric Digital Subscriber Line«) eine Geschwindigkeit von gut 25 Mbit/s auch im Upload beim Senden von Dateien. Noch mehr Power gibt es über Kabel­netze, die mit Standardtarifen bereits 100 Mbit und mehr schaffen. Diese Bandbreite ist mitunter bereits für kleinere Unternehmen ausreichend.

Spitzenläufer auf der Strecke

(Foto: iStock)


Die physikalisch schnellstmögliche Datenübermittlung erfolgt über Lichtsignale. Echte Glasfaseranschlüsse werden FTTH (»Fibre To The Home«) und FTTD (»Fibre To The Desk«) genannt und ermöglichen in der Praxis bereits 1 Gbit/s (1.000 Mbit/s) und mehr. Der limitierende Faktor hier ist nicht die Leitung, sondern es sind die Geräte und Anwendungen auf beiden Seiten des Stranges. Achtung bei Angeboten am Markt: Vielfach beruhen Glasfasertarife auf »unechten« Anschlüssen, die beim Verteiler in der Straße oder vor einem Gebäude enden. Die letzten Meter zum Endgerät werden wieder mit bandbreitenlimitierendem Kupfer bewältigt – FTTN (»Fibre To The Node«), FTTC (»Fibre to the Curb«) oder FTTB (»Fibre To The Building«.)

König der Lüfte

(Foto: iStock)


Der Siegeszug des Mobilfunks hat auch vor Breitbandangeboten nicht haltgemacht. Im weltweiten Vergleich bieten Mobilfunker in Österreich eine Leitungsqualität, die in anderen Ländern nicht einmal im Festnetz erreicht wird. Freilich ist der gängige Standard 4G (LTE) ein so genanntes »Shared Medium«. Die technisch maximale Bandbreite von rund 300 Mbit/s wird an den Sendestationen auf die Teilnehmer aufgeteilt. 5G schafft theoretisch bereits bis zu 10 Gbit/s und liefert mit »Network Slicing« fixe Bandbreiten für Unternehmenskunden. Eine weitere Möglichkeit bieten Richtfunk-Anbieter mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für die Anbindung – mit ebenfalls immer besseren Bandbreiten von bereits 
1 Gbit/s im Up- und Download.


Tipp: Welche Breitbandleitungen sind in meiner Region verfügbar?  Wie sind die Tarife gestaltet? Die Plattform durchblicker.at liefert die wichtigsten Infos zu DSL, Kabel und Glasfaser.

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