Mittwoch, November 30, 2022

Eine akustische Schallschutzwand soll Wilderer in der Aoos-Schlucht in Griechenland abschrecken, indem es ihre Schüsse erkennt. Die Technologie dazu stammt von Huawei.

Titelbild: Die Devices werden hoch oben auf Bäumen installiert und sollen Tiere in Zukunft vor Wilderei schützen. (Credit: Huawei)

Im Januar 2021 schlossen sich die Rainforest Connection (RFCx), Wildtierforscher*innen des Forest Research Institute (FRI) und Huawei Griechenland zusammen zu einem gemeinsamen Projekt zusammen. „TECH4ALL“ soll dabei helfen, Wildtiere vor Wilderei zu schützen - indem es ihren Lebensraum rund um die Uhr mit Hilfe akustischer Technologie überwacht.

Illegale Jagd als Gefahr für Wildtierarten

Rund um den Fluss Aoos im Nordwesten Griechenlands befindet sich der Unesco Global Geopark Vikos - Aoos und der Nationalpark Nord-Pindos. Als einer der ruhigsten Orte Griechenlands beherbergt das Gebiet eine Vielzahl an Wildtieren, darunter Wölfe, Braunbären und das Wahrzeichen des Pindos-Gebirges – die einzigartige Balkangämse.

Doch das abgelegene und teilweise auch schwer zugängliche Terrain erfreut sich nicht nur aufgrund des atemberaubenden Panoramas großer Beliebtheit: Jahr für Jahr nimmt dort auch die Jagd auf Wildtiere zu, obwohl die Schlucht eigentlich als Tierschutzgebiet gilt. Jedoch sind die personellen und finanziellen Kapazitäten zum Schutz der Aoos-Schlucht begrenzt. Innovative Lösungen müssen her: Eine Möglichkeit für verbesserten Schutz liegt beispielsweise im umfangreichen Monitoring des Gebietes. Den Weg dorthin ebnet neuartige Technologie.

Technologien als akustischer Schutzschild

Um Wilderei rechtzeitig zu erkennen, kommt Technologie von Huawei zum Einsatz: Wie bereits beim TECH4ALL Projekt im Nationalpark Neusiedler See – das heimische Projekt beschäftigt sich mit dem Monitoring von Vögeln – werden auch in Griechenland sogenannte Guardian Devices im zu schützenden Gebiet installiert. Die Guardians sind solarbetriebene, akustische Aufnahmegeräte, die direkt über das Mobilfunknetz mit einer zentralen Plattform verbunden sind. Jeder der eingesetzten Guardian-Sensoren erfasst Umgebungsgeräusche in einem Gebiet von 3 km², einschließlich der Geräusche, die eine direkte Bedrohung für die Wildtiere darstellen, zum Beispiel Schüsse von Wilderern oder Kettensägen illegaler Holzfäller. Ist ein Geräusch erfasst worden, wird dieses direkt durch ein KI-unterstütztes Programm analysiert.

Die akustischen Daten werden kontinuierlich über ein mobiles Kommunikationsnetz übertragen und auf Cloud-Plattformen gespeichert, wo Algorithmen potenzielle Bedrohungen für die Tiere identifizieren. Erfasst das Gerät beispielsweise einen Schuss oder eine Kettensäge, meldet eine App am Smartphone das den Parkwächter*innen, die umgehend handeln können. Da nur wenige Wege in die Schlucht hinein und aus ihr hinaus hinaus führen, können die Wilderer so leichter aufgespürt und gefasst werden.

Bei Wind und Wetter

Das schwierige Gelände der Aoos-Schlucht macht es nötig, dass die Guardian Devices auch unter extremen Betriebsbedingungen funktionieren. Mit Solarenergie als Energielieferant sind die Geräte monatelang problemlos und ohne Wartung im Einsatz. In den ersten drei Monaten wurden bereits fünf Schüsse von Wilderern entdeckt. Die nächsten Schritte sind die Ausstattung der Technologie mit zusätzlichen Solarzellen sowie die Durchführung weiterer Schulungen für die örtlichen Förster*innen.

Nikolaos Exarchou, Bürgermeister der Kleinstadt Konitsa, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Wildparks befindet, erzählt: „Wir freuen uns sehr, dass die Aoos-Schlucht für das TECH4ALL-Projekt von Huawei ausgewählt wurde, da die Artenvielfalt hier sehr hoch ist und durch die Unterstützung von Technologie auch hochgehalten werden kann.“ Der stellvertretende Generaldirektor für Forstwirtschaft des Ministeriums für Umwelt und Energie, Evangelos Goudoufas, zeigt sich ebenfalls begeistert von dem gemeinsamen Projekt: „Das TECH4ALL-Projekt ist das erste Projekt dieser Art in unserem Land und hilft uns dabei, gefährdete Wildtierarten in Echtzeit und noch effizienter zu schützen.“

Weitere Infos zu den Huawei TECH4ALL-Projekten auf der ganzen Welt finden Sie unter: www.huawei.com

 

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