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Struktur für eine datenbasierte Welt
Eine einfache Verwaltung von Storage global – vom leistungsfähigen SAP-System bis zum langlebigen Dateiarchiv: Wie verschiedene Speicherarten nun in einem »Mesh« zusammenwachsen.
Der Trend zu KI bringt auch die Storage-Expert*innen in den IT-Abteilungen vor neue Herausforderungen: Speicherlösungen müssen moderner und effizienter werden.
Markus Grau: Wir sprechen insbesondere über das Thema File-Storage. Diese Systeme sind in der Regel auf alten Architekturen aufgebaut, die entsprechende Herausforderungen im Betrieb bringen. Hier sind Erweiterungen schwierig, beispielsweise bei einer Infrastruktur für KI, die oft mit dem gleichen Datenstamm arbeitet, sich aber bei neuen Use-Cases verändern muss. Wie bekomme ich dann die Daten von A nach B? Viele dieser Lösungen denken noch in den klassischen Silos, in festen Strukturen. In der Storage-Welt wurde in den letzten Jahren immer mehr auf diese Systeme draufgepackt, was es noch komplizierter gemacht hat. In den IT-Abteilungen musste man sich damit behelfen, Daten von einem physischen System in ein anderes zu migrieren. Man war an die Grenzen von Hardware gebunden, konnte Daten nicht über Systeme hinweg einfach verschieben.
Wie wollen Sie diese Datendienste neu definieren?
Grau: Wir behandeln auf der Pure-Storage-Plattform File-Services genauso, wie andere Block-Storage- oder Object-Storage-Services auf den Systemen in Unternehmen behandelt werden. Das heißt auch, dass File-Storage nativ implementiert wird, also ohne es auf andere Services draufzusetzen. Dann bauen wir auch keine neuen Silos, sondern eine Flotte. Infrastruktur wird in allen Formen nun als große weltweite Storage-Flotte behandelt, wie man es zum Beispiel auch von einem Cloud-Provider kennt. Im Hintergrund sind weiterhin alle Assets mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften da – wie etwa leistungsfähigere, schnellere Storage oder auf Archivierung ausgelegter Speicher. Nach oben hin, zu den Nutzer*innen, aber werden diese Teile als eine ineinander verwobene Lösung, als »Mesh«, dargestellt. Die Anwender*innen müssen nur noch wissen, wie viel Speicherplatz eine Anforderung benötigt, mit welcher Leistungsklasse und Verfügbarkeit. Die Lösung dahinter sucht automatisch die passende Hardware und den passenden Speicherort – um intelligent die Performance, die Verfügbarkeit und die Auslastung zu optimieren.
Hintergrund: Drei Arten von Speicherung
1. Hierarchisch
File Storage speichert Daten in einem hierarchischen System von Dateien und Ordnern. Der Dateipfad und der Dateiname müssen der Applikation bekannt sein. Es ist eine der einfachsten und am häufigsten verwendeten Methoden zur Datenorganisation und wird oft für alltägliche Daten und Dokumente verwendet.
2. Physisch
Block Storages speichern Datenblöcke auf physischen Speichermedien wie zum Beispiel Festplatten. Es ist somit eine hardwarenahe, performante Speicherform. Block Storages werden auf der Ebene des physischen Speichermediums etwa von Datenbanksystemen genutzt.
3. Objekt
Object Storage speichert Daten als Objekte unterschiedlicher Größe. Object Storages ermöglichen einen schnelleren Zugriff als File Storages, da die Navigation entlang der Ordnerstruktur entfällt. Diese Methode wird oft für große Mengen unstrukturierter Daten verwendet, wie beispielsweise Backups, Medieninhalte oder große Datenarchive.
Quellen: barc.com, serverhero.de
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