Sonntag, Juli 21, 2024
Die Deutsche Börse hat ein neues Konzept für die Segmentierung des Aktienmarktes an der Frankfurter Wertpapierbörse vorgestellt, das im Kern eine Zweiteilung des Gesamtmarktes in zwei Segmente mit unterschiedlichen Transparenzstandards sowie ein neues sektorales Indexkonzept vorsieht.

Als Börsenzulassungssegmente will die Deutsche Börse künftig "Domestic Standard" mit gesetzlichen Mindesttransparenzanforderungen von "Prime Standard" mit zusätzlichen, international üblichen Transparenzanforderungen unterscheiden. Die Zusatzanforderungen für das Premium-Segment seien Quartalsberichte, internationale Rechnungslegungsstandards (IAS oder US-GAAP), Vorlage eines Unternehmenskalenders, mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr sowie Ad-hoc-Mitteilungen und laufende Berichterstattung in englischer Sprache.

Damit ersetzt Prime Standard aus regulatorischer Sicht auch die bestehenden Handelssegmente Neuer Markt und SMAX, die spätestens Ende 2003 vollständig eingestellt werden sollen. Zielgruppe für Domestic Standard sind Emittenten mit eher nationaler Ausrichtung, während Prime Standard den Emittenten den Zugang zum internationalen Kapitalmarkt öffnen soll, so die Deutsche Börse weiter. Die größten Unternehmen dieses Segments sollen wie bisher im DAX zusammengefasst werden. Small Caps und Mid Caps werden nach Branchen zu zwei Gruppen zusammengefasst: Zum einen die eher klassischen Branchen, die derzeit in MDAX und SDAX gelistet sind, zum anderen die Technologiebranchen wie etwa im NEMAX. "Wir wollen unsere Märkte zukünftig konsequent nach den Bedürfnissen der Investoren organisieren", so Volker Potthoff, für den Kassamarkt verantwortlicher Vorstand der Deutschen Börse.

Die Deutsche Börse hatte den Neuen Markt im April 1997 als Segment für Wachstums- und Technologiewerte ins Leben gerufen. In der Boomphase der New Economy zählte das Segment über 350 Unternehmen. Seit gut zwei Jahren macht der Neue Markt jedoch vor allem Schlagzeilen wegen der dramatischen Kurseinbrüche sowie Bilanz- und Kursmanipulationen bei einzelnen Gesellschaften. Versuche der Deutschen Börse, das Vertrauen der Anleger durch schärfere Auflagen wie die Verpflichtung zur Veröffentlichung von Quartalsberichten und den Ausschluss so genannter Pennystocks zurück zu gewinnen, brachten keine greifbaren Ergebnisse.

Nokia will noch Q4 sein Handy verschiedenen Netzbetreibern für Kompatibilitätstests überlassen. Die Markteinführung des Geräts ist für das erste Halbjahr 2003 geplant. Das Mobiltelefon wurde zum Start der UMTS-Services des finnischen Mobilfunkanbieters Sonera präsentiert.

Das technische Design des neuen Nokia 6650 basiert auf einer Lösung, die GSM- und WCDMA-Technologie in einem Schaltkreis vereinigt. Damit sollen lange Sprechzeiten (bis zu 2 Stunden und 20 Minuten bei WCDMA und bis zu 2 Stunden und 40 Minuten bei GSM) sowie eine Stand-by-Zeit von bis zu 14 Tagen ermöglicht werden. über UMTS- oder WCDMA-Technologie (Wideband Code Division Multiple Access) kann das Handy mehrere Verbindungen gleichzeitig aufbauen und verschiedene Funktionen gleichzeitig nutzen.

Nokia hat das 6650 mit einem großen Farbdisplay ausgestattet. Zusätzlich verfügt das Gerät über eine integrierte Kamera und Bluetooth. Neben Fotos kann man Videoclips in einer Länge von bis zu 20 Sekunden und in 4.096 Farben aufnehmen. Diese können auf dem Nokia 6650 betrachtet und gespeichert oder als MMS-Nachricht an andere kompatible Geräte oder Mail-Adressen versendet werden. Die Kamera wird durch öffnen der Linsenabdeckung aktiviert.

Nokia liefert mit dem 6550 seine Software Nokia PC Suite. Damit lassen sich Multimedia-Inhalte vom Mobiltelefon auf den PC übertragen und bearbeiten. Persönliche Daten, wie beispielsweise Kalender- und Kontakteinträge, können ebenfalls zwischen Mobiltelefon und PC synchronisiert werden. Das Nokia 6650 unterstützt WAP 1.2.1, GPRS und MIDP Java 1.0 für das Herunterladen von zusätzlichen Applikationen. Darüber hinaus verfügt das Nokia 6650 über polyphone Klingeltöne, eine elektronische Brieftasche zur Durchführung mobiler Transaktionen und ermöglicht den Datenaustausch via USB, Bluetooth und Infrarot. Das Nokia 6650 wiegt 141 Gramm und verfügt über einen Speicher von 7 MB.

Wir sind die ersten, die mit UMTS starten" - die Behauptung ist nicht neu und wurde schon von vielen Mobilfunkern geäußert (Stichwort: Isle of Men). Nun hat mobilkom-Boss Boris Nemsic ebenfalls einen Platz in der überfüllten ersten Reihe beansprucht.

Mit einer kleinen Zahl von Friendly Usern soll zum Herbstbeginn der UMTS-Betrieb in allen Landeshauptstädten aufgenommen werden - und das, obwohl das FMK immer behauptet, mit den Salzburger Grenzwerten sei gar kein UMTS möglich und der Stadt ein 3G-Boykott drohe (was für den Start auch gilt, für die Zukunft will Boris Nemsic die Salzburger aber nicht ausschließen).

Geht es nach den Mitbewerbern, dann hat mobilkom aber ohnehin ganz andere Sorgen: kaum vorhandene Endgeräte. Wobei sich die kleine mobilkom in bester Gesellschaft befindet, denn selbst "Mobilfunk-Gigant" Vodafone hat seine liebe Not mit den 3G-Handys, was kürzlich erst zu einer deftigen Verstimmung zwischen Chris Gent und den Endgeräteherstellern führte. Nokia hat jedenfalls für den 26. September die ersten UMTS-Endgeräte angekündigt, während Ericsson gerade neue Handys vorstellte, von denen aber keines 3G-tauglich ist.

Dass aufgrund des Handymangels nur ein paar Freindly User ausgestattet werden können, hat laut tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger aber auch seine Vorteile für A1: "Das Netz ist praktisch leer, dadurch können auch höhere übertragungsraten realisiert werden, als das im Echtbetrieb der Fall wäre."

Die Strabag AG hat die Strassenbausparte der Holzmann-Tochter Deutsche Asphalt erworben. Dies gab Strabag-CEO Hans Peter Haselsteiner am 26. September im Klub der Wirtschaftspublizisten bekannt. Rund 2000 Mitarbeiter und ein Umsatz von 150 Millionen Euro wandern damit ins Strabag-Reich. Zum Kaufpreis war Haselsteiner nur ein "natürlich ist Cash geflossen" zu entlocken. "Die Asphalt war bislang einer der großen Mitbewerber in Deutschland und einer von drei Anbietern, die in Deutschland flächendeckend tätig sind", erklärte Haselsteiner die Bedeutung des Deals.

Im Bereich Strabag-Strassenbau sind nun insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter tätig, womit die Strabag seine Marktführerschaft auf fünf bis sechs Prozent des Gesamtvolumens deutlich ausbaut. In österreich liegt der Anteil der Strabag laut Haselsteiner bei 18 bis 20 Prozent, in Ungarn bei 30 Prozent. Die Differenz erklärt der Strabag-Chef mit der unterschiedlichen Struktur in der Bauwirtschaft. Er ist der Ansicht, dass Deutschland die hierzulande weit gehend abgeschlossenen Konsolidierung noch vor sich hat. Er schätzt, dass in Deutschland in den kommenden zwei Jahren bis zu 1.500 Unternehmen in Konkurs gehen werden. Dies sei keine spektakuläre Pleitenwelle sondern ein kontinuierlicher Vorgang dem eben so viele Neugründungen gegenüberstehen. Einer firmeninternen Untersuchung zufolge rangiert die Strabag AG im europäischen Ranking nach Bauleistung an 6. Stelle. Ohne die Umsätze, die potente Mitbewerber in den USA und Australien erzielen will er seinen Konzern an dritter oder vierter Stelle gereiht wissen.

Was den Markt insgesamt betrifft beklagt Haselsteiner die schwierige Situation in österreich und Deutschland: "Wir haben im Verhältnis zu unserem Risiko zu geringe Margen", meint der Manager. Sein Unternehmen habe bereits reagiert und die Bautätigkeit um 20 bis 25 Prozent zurückgefahren. Nun seien die potenten Mitbewerber "MAU" (Mayreder-Alpine-Universale) und die Porr AG gefordert den Blick auf Ergebnisse und nicht auf Umsätze zu fokussieren. Als "das Skurillste überhaupt" bezeichnete Haselsteiner die Kurssprünge der Aktien von Baufirmen nach dem Hochwasser. Wenig begeistert zeigt sich der Bau-Tycoon vom eben erst verabschiedeten Reverse Charge System, das den Umsatzsteuerbetrug eindämmen soll. "Die getroffene Lösung ist halbherzig, sinnvoll wäre es gewesen die Mehrwertsteuer nur mehr beim Endverbraucher einzuheben", meint Haselsteiner. Was die viel gepriesenen Publich-Private-Partnership-Modelle betriftt ist der Strabag-Boss skeptisch. "Eine Grundvoraussetzung ist, dass PPP nicht ein politisches Schlagwort bleibt, sondern auch im Beamtenapparat durchgesetzt wird. Die logische Konsequenz aus seiner Sicht: "Ganze Landesbaudirektionen müssten entvölkert werden".

Vor allem der automatisierten Fabriksteuerung (Machine-to-machine communication) und der Außendienstler-Bewirtschaftung räumen die T-Gesellschaften hohes Potential ein. "Wichtig ist, dass wir nicht bei der Email-Integration steckenbleiben, sondern echt live verbunden sind", erklärt T-Systems-Bereichsleiter Wolfgang Rohringer. "Dass ich unterwegs Emails lesen kann, vielleicht soll und irgendwann einmal sogar muss, halte ich persönlich für ein Horrorszenario. Ich möchte aber uneingeschränkt auf die EDV meiner Firma zugreifen können."

Die entsprechenden Werkzeuge für den Benutzer versucht T-Mobile-Trendscout Harald Stadlbauer auf den Markt zu bringen. "Wir sehen die Zurverfügungstellung geeigneter eigenentwickelter Hardware durchaus aus wesentliches Element in unserer Wertschöpfungskette", sagt er mit Bezug auf den seit wenigen Tagen lieferfähigen PocketPC "MDA", der bei gewohnter Größe und Gewicht ein vollwertiges GSM-GPRS-Telefon bereits inkludiert hat (bei Markenprodukten verdoppeln sich Dicke und Gewicht durch ansteckbare GPRS-Rucksäcke). Mit der sicheren Datenlösung "IP-VPN" sei das Fundament gelegt, auf dem zum Beispiel im Industriebau mehrere Gewerke oder Subunternehmer vor Ort Daten austauschen und ihren Systemen mitteilen, wer wem warum was verrechnen werde.

Als prominentes M2M-Exempel lässt sich das Kühlwagen-Tracking der DB Cargo erwähnen.

Erwartungsgemäß hat die Austria Gas Clearing and Settlement GmbH (AGCS) die Konzession für die Abrechnung der Ausgleichsenergie in der Regelzone Ost des österreichischen Gasmarkts erhalten. Sie hatte sich als einziger Bewerber um diese Aufgabe bemüht. Die AGCS ist eine Schwesterfirma der APCS (Austrian Power Clearing and Settlement GmbH), die auf dem österreichischen Strommarkt für die Abrechnung der Differenz zwischen angemeldetem und tatsächlichem Verbrauch (Ausgleichsenergie) in der Regelzone Ostösterreich zuständig ist. Analog zum Strommarkt umfasst die Regelzone Ostösterreich auch im Gasbereich die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Burgenland. Nach Angaben der AGCS entfallen rund 92 Prozent des österreichischen Gasaufkommens auf die Regelzone Ostösterreich.
Wie die "Wiener Zeitung" schon am 25. September exklusiv berichtet hatte, ist in der Regelzone Westösterreich (Tirol und Vorarlberg) die A"B (Ausgleichsenergie " Bilanzgruppen-Management AG) für die Abrechnung der Ausgleichsenergie im Gasbereich zuständig. Die APCS ist mit zehn Prozent an dieser Gesellschaft beteiligt, im Gegenzug hält die A"B an der APCS ebenfalls zehn Prozent.
Damit hat das Unternehmen bereits die erste Auflage der Regulatoren, eine Abdeckung von 25 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2003, erreicht. Bis Jahresende soll mit rund 1.000 Basisstationen eine Abdeckung von bis zu 40 Prozent erreicht werden.

Boris Nemsic sieht den übergang zu UMTS als einen evolutionären Schritt für sein Unternehmen. Die mobilkom hat das UMTS-Netz auf ihrer bestehenden Infrastruktur aufgebaut. Allerdings soll der Testbetrieb mit rund 1.000 "friendly User" erst dann aufgenommen werden, wenn genügend Endgeräte zur Verfügung stehen. Das Netz ist für kommerzielle UMTS-Handys bereit, die allerdings erst in den kommenden drei bis sechs Monaten in ausreichenden Stückzahlen auf den Markt kommen werden. "Wir laden die Handyhersteller ein, ihre Geräte in unserem Netz zu testen", so Nemsic. Der kommerzielle Betrieb soll in der ersten Jahreshälfte 2003 starten.

Die mobilkom verfolgt bei der Errichtung ihres Netzes eine Zwei-Hersteller-Strategie. Als Netzwerklieferanten treten Nortel Networks und Ericsson auf, die jeweils ein selbständiges Teilnetz errichtet haben. Die Kapazität des UMTS-Netzes der mobilkom beträgt bei Datenübertragung 384 kbps, bei Video-Calls 664 kbps. Das System ist von Beginn an in der Lage, Bewegbilder zu übertragen, wie Nemsic sogleich bei der Pressekonferenz mit einem Video-Call an die steirische Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic demonstrierte.

Nemsic sieht die Zukunft für UMTS durchaus optimistisch. Die mobilkom kann, nachdem die Kosten für die Lizenzen im europäischen Vergleich relativ gering waren, den Netzaufbau aus dem Cashflow finanzieren. Bisher wurden 72 Mio Euro in den Aufbau der UMTS-Infrastruktur investiert. Bis 2010 soll diese Summe voraussichtlich auf 600 bis 700 Mio Euro steigen.

Der Mobilfunkanbieter startet mit einem eigenen Content-Angebot bestehend unter anderem aus News-Flashes der ORF-Nachrichten und Reuters Business-News, sowie Bundesliga-Informationen oder Verkehrskameras in das UMTS-Zeitalter. Eine Killerapplikation für UMTS sieht Marketing-Chef Hannes Ametsreiter derzeit nicht. Er setzt vielmehr auf ein ganzes Paket aus Informations- und Entertainment-Diensten, die noch entwickelt werden müssen. Die zukünftigen Verrechnungsmodelle für die UMTS-Nutzung stehen jedenfalls noch nicht fest. "Wir müssen hier einen eigenen Weg finden."

Von Klaus Fischer und Werner Wegscheider

Report:Wie sind Sie mit dem Ergebnis des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg zufrieden?
Gürkök: Ich sehe den Gipfel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem weinenden, weil wenige konkrete Ziele vereinbart wurden. Wir wollen den Anteil der erneuerbaren Energieträger an der weltweiten Energieerzeugung erhöhen, sagen aber nicht, um wie viel. Wir wollen die Zahl der Menschen, die mit einem Dollar pro Tag auskommen müssen, um die Hälfte reduzieren, aber es gibt keine konkreten Pläne dafür und vor allem kein Geld. Mit einem lachenden Auge sehe ich den Gipfel, weil erstmals der Zusammenhang zwischen Energieversorgung und Armutsbekämpfung anerkannt wurde. Außerdem haben wir als UNIDO den Start unserer Rural Energy Initiative bekannt gegeben. Dabei fördern wir den Aufbau lokaler Energieversorgungssysteme in der Dritten Welt und schaffen so eine Basis für die Entwicklung gewerblicher Strukturen. In Mali beispielsweise bauen wir mit österreichischer Unterstützung ein Kleinwasserkraftwerk. Der dort erzeugte Strom treibt Wasserpumpen, mit denen Felder bewässert werden. Das kommt der lokalen Lebensmittelindustrie zu Gute.

UNO und UNIDO werden wegen ihrer Schwerfälligkeit und ihres Bürokratismus kritisiert.
Wir reagieren auch nicht langsamer als die Nationalstaaten selbst. Es dauert meistens seine Zeit, bis wir einen Konsens aller Beteiligten hergestellt haben. Aber wenn es einmal einen Beschluss gibt, stehen auch alle dazu.

Wie geht es mit dem Kiotoprotokoll weiter?
Aus Ländern wie Kanada, Russland und China, die sich bisher sträubten, das Protokoll zu ratifizieren, kommen zunehmend positive Signale. Der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow sagte in Johannesburg, sein Land werde das Protokoll bald ratifizieren, Präsident Wladimir Putin hat sich ähnlich geäußert. Und wenn die Russen mitmachen, haben mehr als 55 Staaten das Protokoll ratifiziert, die mehr als 55 Prozent der in den Kiotostaaten erzeugten Treibhausgase repräsentieren. Das heißt, das Protokoll tritt in Kraft.

Wie helfen Sie der Wirtschaft, die Kiotoziele zu erfüllen?
Mit einem Dreistufenprogramm. Erstens machen wir Awarenessprogramme samt Workshops und allem drum und dran. Zweitens bilden wir Leute in den Entwicklungsländern aus, damit die Staaten, in denen kiotorelevante Projekte durchgeführt werden könnten, auch entsprechende personelle Kapazitäten haben. Drittens helfen wir, mögliche Projekte zu identifizieren und Partner zusammen zu bringen, die diese gemeinsam umsetzen können. Die UNIDO agiert sozusagen als Project Facilitator.

In diese Richtung geht auch das österreichische Global Forum in Sustainable Energy ...
... das ich für eine sehr begrüßenswerte Einrichtung halte. Zu wünschen wäre eine entsprechende finanzielle Ausstattung seitens der staatlichen Stellen.

Der dänische Statistiker Björn Lomborg hält Kioto für weitgehend nutzlos. Er sagt, die Staatengemeinschaft solle die dafür vorgesehenen Gelder lieber direkt in die Entwicklungshilfe stecken.
Faktum ist, es gibt menschengemachte Probleme mit dem Weltklima. Das bestreitet auch Herr Lomborg nicht. Wenn er eine kostengünstigere Alternative zu Kioto hat, auf den Tisch damit.

In wenigen Wochen findet in Delhi die achte Nachfolgekonferenz zu Kioto statt, die COP8. Was erwarten Sie sich von dieser?
Ich erwarte mir wenig und ich erhoffe mir viel. Wichtig ist, dass das Protokoll möglichst rasch in Kraft tritt und umgesetzt wird. Dafür braucht es nicht nur Geld, sondern auch Idealismus. Eine der größten Herausforderungen ist, den Entwicklungsländern durch geeignete Energieversorgung wirtschaftliche Prosperität zu ermöglichen, ohne die Umwelt weiter zu schädigen. Darauf müssen wir uns konzentrieren.

Das Schnelllebige ist der Wirtschaft scheinbar abhanden gekommen. Schmierige Verheißungen sind knochentrockenen Facts gewichen. Eine Art Neue Langsamkeit ist aufgekommen. Jedoch: Ist Business tatsächlich langsamer geworden? Ja und nein. Warum, hat unserer Ansicht nach UTA-Vorstand Romed Karré in die treffendsten Worte gekleidet. Die besten Sager - thematisch gegliedert - folgen ihm nicht weniger aussagekräftig …

THE BIG VIEW

»In den letzten Jahren wurde als primärer Steuerungsaspekt für das operative Geschäft und damit auch für Innovationszyklen die Beurteilung der Finanzmärkte angesehen. Die Ausschläge der Börsen wurden durch den Versuch, in gleichem Tempo das Geschäft zu verändern und zu optimieren, beantwortet. Die Beurteilung von Unternehmen wurde eher Analysten zugetraut als den eigenen Kunden. Kundenbedürfnisse entwickeln sich jedoch viel langsamer als Kurse an den Finanzmärkten. Daher ist für realen Unternehmenserfolg eine Neue Langsamkeit zwingend, um nicht sinnlos am Markt vorbei zu entwickeln. Für weitgehende Akzeptanz neuer Produkte (und nicht nur marketingkosmetisch veränderter) im Privatmarkt ist immer noch die 5-Jahres-Zeitkonstante ein guter Anhaltspunkt. Die Zeitkonstante für IT-Projekte, die tiefgreifenden Einfluss auf ein Unternehmen haben und erfolgreich sind, ruht ebenfalls seit Jahren bei mindestens 18 Monaten. Hektischere Optimierungszyklen dienen eher der Shareholder-Beruhigung, als dass sie echter Sinnhaftigkeit genügen.« Romed Karré, UTA-Boss

Jürgen Million, Hardware-Direktor bei IBM österreich, sieht die Entwicklungszyklen generell verkürzt, allerdings sei die Akzeptanz neuer Technologien einem stärkeren Wandel unterzogen: »Da neue Technologien kritischer als vor einigen Jahren betrachtet werden, bedarf es kritischerer Business-Cases und damit einer längeren Zeit.« Bank-Austria-Vorstand Wolfgang Haller sieht bei Unterhaltungselektronik und Mobilfunk einen klaren Trend: »Die Zeit der spektakulären Neuigkeiten ist spätestens seit den UMTS-Auktionen vorüber. Um es in Buzz-Words zu sagen: Convenience schlägt Innovation. Anwender sehen höhere Rechnerleistung oder reiche Ausstattung an Features nur mehr als willkommene Verfeinerung. Um Neuigkeiten im jüngsten Release als wahre Innovationen zu begreifen, muss man IT-Fan sein. Und das hat kaum noch jemand nötig.« Albert Felbauer, Chef von Siemens Business Services österreich: »Die Technologieorientierung der Kunden hat sich deutlich reduziert. Gefragt sind pragmatische Lösungen mit einer klaren ROI-Darstellung. Damit verlängern sich automatisch die Technologiezyklen.« Apple-österreich-Chef Christian Maranitsch meint: »Produktzyklen haben in unserer Branche nach wie vor nichts an Dynamik verloren, im Gegensatz zu früher sind die übergänge zu neuen Entwicklungen aber fließend. Technologien enden nicht mehr abrupt, sondern bieten flexible Möglichkeiten, in diese neu einzusteigen. Dadurch verlängert sich die Lebenszeit bestehender Technologien. Dadurch entsteht mitunter fälschlicherweise das Bild, dass es länger dauert, bis sich etwas Neues durchsetzt.« Microsoft-österreich-Chef Andreas Ebert: »Mit dem freien Auge betrachtet weist etwa der Spielkonsolenmarkt eine raschere Entwicklung auf als der Servermarkt, wo viele signifikanten Neuerungen oft recht unbemerkt von der breiten öffentlichkeit stattfinden. Sie finden jedoch trotzdem statt. Der Betrachter ist diesbezüglich gut beraten, eine betont langfristigere Perspektive einzunehmen. Es wird meist überschätzt, was in einem Jahr oder in zwei Jahren möglich ist, jedoch oft unterschätzt, welche änderungen in einem Zeitraum von sieben bis zehn Jahren stattfinden.« Peter Zehetner, Geschätsführer Ericsson Austria, sieht es nüchtern: »Es ist sinnvoll, Produkte dann zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, wenn sie für Kunden einen wirtschaftlichen Nutzen bringen - gleichzeitig muss natürlich auch eine entsprechende Nachfrage gegeben sein - diese hängt auch wieder von der möglichen Finanzierung ab. Timing sollte sich auf wirtschaftlichen Bedarf und nicht auf Events konzentrieren.« Für Heinz Hartinger, SAP-Chef für Zentral- und Osteuropa, geht die technologische Entwicklung gleich rasch oder langsam voran wie in den letzten Jahren: »Technologische Innovationen, die Unternehmen einen Nutzen bringen, können nach wie vor rasch auf den Markt gebracht werden und werden akzeptiert.« Allerdings: »Technologie um der Technologie willen ist passee.« Stefan Csizy, CEO ACP: »Die technologischen Produktzyklen sind nach wie vor rasanter, als sie der Markt verarbeiten kann, obwohl seitens der Hersteller Tendenzen erkennbar sind, auf die Bremse zu steigen.« eTel-Chef Christian Rosner sieht keine Schleifen, aber auch keine Big Bangs für die Konsumenten, »aber viele kleine Schritte und laufend neue Services«. Für mobilkom-Boss Boris Nemsic ist die Multi-Plattform-Tauglichkeit eine Haupttugend: »Kunden ist es letztlich egal, auf welcher Technologie Applikationen laufen. Es gilt aber zu bedenken, dass auch GSM einige Jahre gebraucht hat, um sich als Massenmarkt zu etablieren. Wir erwarten daher, dass sich UMTS erst 2004 zum Massenmarkt entwickeln wird.« »Aktuell findet ein Atemholen und Kräftesammeln statt. Der Telekom-Markt ist für Betreiber und Ausrüster zunehmend ein Angebotsmarkt, determiniert durch die finanziellen Restriktionen in den Unternehmen«, so Reinhard Hutter, GF-Alcatel österreich. T-Mobile österreich-Chef Georg Pölzl meint: »Es wird aufgrund der zunehmenden technischen Interdependenzen zwar laufend schwieriger, marktreife Innovationen zu launchen. Es ist jedoch bedingt durch großen Wettbewerbsdruck weiterhin notwendig, Produktinnovationen rasch und mit hoher Zielgruppenrelevanz am Markt zu platzieren.« UTA-CEO Romed Karré: »Aus Sicht des Endkunden sind Produktentwicklungszyklen im ITK-Umfeld mit Sicherheit langsamer geworden. Die tägliche Praxis der Implementierungen, Releases und Projektlaunches läuft jedoch mit hoher Geschwindigkeit unvermindert weiter. Allerdings verschiebt sich der Fokus von der Neuentwicklung samt raschem Roll-out in Richtung Weiterentwicklung/Erweiterung/Verbesserung von Services, Produkten und Prozessen.« Viktor Horak, Geschäftsführer von AT&T kann jedenfalls in seinem Umfeld keine Verlangsamung beobachten: »Die Implementierung von MPLS in österreich und Europa etwa verlief sehr zügig. Die Technologie ist ausgereift und der Bedarf der Kunden ist wegen der wachsenden Datenmengen durchaus gegeben. Nach wie vor gilt: Kundenbedarf und Marktlage bestimmen das Tempo einer Innovation.«

CHANGE IM MARKETING?

Einen Wandel im Marketing der Technologieunternehmen sehen die meisten nur insofern, als sich eben die Budgets für die öffentlichkeitsarbeit dramatisch verringert haben. Vermehrter Druck auf die IT-Abnehmer lasse sich jedenfalls nicht konstatieren. Oder doch?
»Kunden setzt man nicht unter Druck«, ist Peter Zehetner überzeugt, »Bedarf wecken, vom Nutzen überzeugen, das Geschäft des Kunden zu verstehen und zu fördern - besser als dies die Mitbewerber tun können - das sind unsere Marketinggrundsätze.« Albert Felbauer meint: »über Image lässt sich keine Technologie mehr positionieren. Gefragt ist intensive Kundenbetreuung - trusted IT-advisors sind angesagt.« Marketingdruck auf Anwender auszuüben ist für Christian Maranitsch die falsche Methode: »Marketing muss den Druck innerhalb des Unternehmens erzeugen, damit die von Kunden gewünschten Technologien auf den Markt kommen. Wir leben ja seit langer Zeit nicht mehr in einem Anbieter-, sondern in einem Käufermarkt.« Für Andreas Ebert ist die Technikverliebtheit der Pionierzeit in den 80er und 90er Jahren einer am Kunden orientierten Nutzenstiftung gewichen. Boris Nemsic sieht die Ausstattung von Arbeitsplätzen mit PC und Upgrades Kompatibilitätslösungen und Lizensierungsfragen gewichen. Im Mobilfunk sei die grundlegende Ausstattungsfrage der Unternehmen mit Endgeräten und VPN-Lösungen trotz aller Marktsättigungstendenzen noch immer zentral. »Mobile Lösungen stehen erst am Beginn des Einsatzes.« »Der Druck auf IT-Abnehmer hat sich sehr wohl erhöht. Kontaktversuche per Telefon sowie Malings nehmen deutlich zu«, sagt indessen Hans Straßl, Vorstand von BP-Austria. Für Romed Karré geht der Trend in Richtung einer stärkeren Betonung der wirtschaftlichen Aspekte wie Total Cost of Ownership und ROI: »Zusätzlich rücken begleitende Finanzierungsmodelle wie pay as you grow in den Vordergrund.« Stefan Csizy schließlich konstatiert: »Der Druck war und ist nach wie vor durch hohe Konzernerwartungen gegeben. Quartalszahlen sind zu erfüllen - koste es, was es wolle.«

PRüFE WER SICH BINDET

Die Vorlaufzeiten von IT-Projekten werden länger. Kunden entscheiden sich erst nach einer langen Evaluierungsphase, ob, wie und welche Technologie eingesetzt wird.
Jürgen Million bestätigt das, betont aber: »Produkte, die auf neuen Technologien aufbauen, werden zunehmend nicht um ihrer selbst willen entwickelt werden, sondern finden verstärkte Orientierung am konkreten Bedarf des Marktes.« Andreas Ebert unterstreicht: »Die Produktentwicklung eines Technologieanbieters ist zeitlich nicht zwingend mit Projektzyklen auf der Kundenseite zu verbinden. Die Kunst besteht darin, Innovationen so in Produkte zu verpacken, dass sie ständig auf dem Vorhandenen aufbauen können und eine Integration in bestehende IT-Umgebungen jederzeit erfolgen kann. Wir sprechen bei Microsoft von Software als Service und verstehen darunter eine regelmäßige und stetige Innovation, welche kostenmäßig und projektbezogen besser planbar ist als in der Vergangenheit.« Heinz Hartinger sieht dadurch vor allem das Design der Projekte verändert. Hans Straßl meint, dass »Releases oder neue Produkte vermehrt ausgesetzt oder übersprungen werden.« Und wünscht sich zudem, dass »alte Technologien länger supported und Unternehmen nicht zum Umstieg gezwungen werden sollten«. Nach Reinhard Hutter sind die Evaluierungsphasen zwar intensiver, aber nicht unbedingt langsamer geworden: »Im Vordergrund stehen eindeutig Open Sys-tems - kompatible Lösungen werden gewünscht. Investitionssicherheit steht an oberster Stelle.« Christian Maranitsch sagt: »Technologie muss aufwärts- und abwärtskompatibel sein, der Einstieg in eine neue Technologie sollte schrittweise und über einen wesentlich längeren Zeitraum als früher möglich sein. Es muss auch möglich sein, unterschiedliche Technologien parallel einzusetzen.« Aus der Praxis von Stefan Csizy: »Es kann durchaus sein, dass der Kunde von der Projektentscheidung bis zum Ende der Umsetzungsphase die eingesetzten Produkte zwei Mal wechseln musste.« Viktor Horak sieht keinen direkten Zusammenhang zwischen Dauer der Kundenentscheidung und Produktentwicklung bei AT&T. Boris Nemsic sieht sich ebenfalls auf einem anderen Schlachtfeld: »Der Kampf um IT-Ideologien ist im Mobilfunk nicht gegeben. Hier entscheiden Kunden, ob sie auf Mobilität setzen oder noch zuwarten. Wenn sich ein Unternehmen entschieden hat, Mobilfunk über reine Sprachtelefonie hinaus einzusetzen, dann dauert die Realisierung nur mehr die Implementierungs- und Testphase lang.« »In dem Moment, wo sich nur ein Konkurrent für eine Technologie entscheidet, die sich rasch rechnet, dem Kunden Vorteile bringt und Kosten senkt, muss und werde ich zumindest nachziehen und den nächsten Schritt setzen«, sagt Christian Rosner. Romed Karré: »Im IT-Umfeld alternativer TK-Anbieter werden vermehrt notwendige Konsolidierungen durchgeführt, die in der Zeit des raschen Wachstums nur bedingt erfolgen konnten. Die Dringlichkeit solcher Projekte steht im Gegensatz zu langen Vorlaufzeiten. In der Praxis forcieren wir deshalb Proof of Concept-Strategien und setzen verstärkt auf finanztechnische und strategische Beurteilung der in Frage kommenden Hersteller, um langfristige Verfügbarkeit des Produkts zu gewährleisten.«

DIE ANGST DER KUNDSCHAFT

Fakt ist auch, dass es konkrete Angst der IT-Abnehmer gibt, dass eine gewählte Technologie schon nach kurzer Zeit obsolet und die Investition somit keine langfristige ist. Investitionssicherheit hat oberste Priorität. Jedoch: Produkt- und Entwicklungszyklen nun zu verlangsamen, um mehr Vorhersehbarkeit zu erreichen - das macht für niemand Sinn.
»Investitionssicherheit sollte vielmehr durch Erweiterbarkeit, Kompatibilität und Möglichkeit des einfachen Umstiegs auf neue Technologien gegeben sein« sagt Jürgen Million, und: »Kontinuität muss hauptsächlich in der Anwendung, nicht nur in der Hardware gegeben sein.« Für die meisten ist klar: Enormer Wettbewerb zwingt die Unternehmen regelrecht zu permanenter Innovation. »Investitionssicherheit muss daher durch andere Angebote wie einfachere und günstigere Updates auf neue Versionen oder zeitlich klar definierten und garantierten Support gewährleistet werden«, argumentiert daher Heinz Hartinger. Andreas Ebert: »Eine Verlangsamung von Innovationszyklen würde keinerlei Investitionssicherheit beim Kunden erzeugen. Man kann ja auch nicht einfach die Uhr zurückdrehen, wenn man bereits zu spät ist. Der Kunde ist besser beraten, auf eine technologisch fortschrittliche Plattform mit klarer und planbarer Innovationsrichtung zu setzen und diese evolutionär ständig zu erweitern. Technologien, welche sich nach dem Zufallsprinzip entwickeln oder nur einer anderen Leittechnologie folgen, sind hingegen für den Enterprisebereich nur bedingt eine gute Wahl. Hier ist die Gefahr einer technologischen Sackgasse nicht auszuschließen.« Das Motto von Georg Pölzl: »Weniger ist mehr - aber keinesfalls ist langsamer besser.« Boris Nemsic: »Entwicklungszyklen lassen sich in einer Marktwirtschaft nicht verlangsamen. Wenn Innovationen wirklich gut sind, dann werden sie nicht über Nacht obsolet.« Stefan Csizy sagt: »Eine Verlangsamung ist aus Sicht der Kunden zweifelsfrei wünschenswert, setzt aber einen Konsens der jeweiligen Branche auf der Anbieterseite voraus. Ein solcher Konsens ist aber auf Grund des starken Konkurrenzdruckes nicht in Sicht.« Reinhard Hutter sagt es prägnant: »Wettbewerb steht einer künstlichen Verlangsamung entgegen.« Punkt.

DAS SCHNELLE MONEY BACK

Als Entscheidungsgrundlage für den Einsatz einer bestimmten Technologie wird immer häufiger der Return on Investment (ROI) genannt. Ist das tatsächlich der wichtigste Parameter? Und wie schnell so er sich einstellen?
»Der ROI ist der wichtigste Parameter«, sagt Heinz Hartinger, »die Zeiträume, in denen er erzielt wird, sind allerdings sehr unterschiedlich und abhängig vom Umfang des Projekts sowie der Branche.« OMV-CEO Rudolf Klenk meint dagegen: »Die Entscheidungsgrundlage liegt weit öfter im qualitativen und strategischen Bereich angesiedelt.« Viktor Horak schränkt ebenso ein: »Kosten sind für unsere Kunden wesentliches, aber nicht wichtigstes Kriterium. Denn: Reibungsloser Betrieb eines IT-Systems hat nicht primär mit Kosten etwas zu tun.« Für Reinhard Hutter war die Liberalisierung per se der Beschleuniger »und damit wurde auch der ROI-Grenzwert kürzer. Fakt ist aber auch, dass Usus gewordene Co-Financing-Modelle auf Grund der finanziellen Situation seltener angewendet werden.« »Der ROI ist bloß eine Kennzahlen von vielen - eine langfristig erfolgreiche Unternehmensstrategie lässt sich bestimmt nicht nur auf dem ROI aufbauen. Wichtiger sind künftige Marktentwicklung und Kundenwünsche als Entscheidungsbasis«, meint indessen Christian Maranitsch. Für Andreas Ebert ist ein Blick auf die bloßen Anschaffungskosten im hohen Maße unzureichend, »da diese oft nicht mehr als fünf Prozent der Gesamtkosten einer IT-Investition ausmachen. Der Blick auf die Total Costs of Ownership, welcher auch die Kosten für Support, Wartung, Ausbildung sowie Erweiterungspotenziale beinhalten muss, sollte mindestens auf drei bis fünf Jahre gerechnet werden.« Georg Pölzl meint: »ROI ist neben NPV, Amortisationszeit oder EVA eine Kennzahl, die absolute Berechtigung bei der Beurteilung von Investitionsentscheidungen hat. Zusätzliche Parameter sollten strategische Konformität sowie ein ausgewogenes Technologieportfolio sein. Dementsprechend kann auch kein allgemein gültiger absoluter ROI-Grenzwert für Technologieentscheidungen angewendet werden.« Stefan Csizy, der Rechner: »Investitionsrechnungen sind nicht immer Entscheidungsgrundlagen. Aber in einer sich stark verändernden Technologie muss die Investition nach drei Jahren zurückverdient sein.« Hans Straßl sieht das genauso. »Die Fristigkeit muss von der eingesetzten Technologie, der strategischen Bedeutung und den Innovationszyklen in der gewählten Sparte abhängen. Hauptaugenmerk sollte auf der nachträglichen Kontrolle der ROI-Rechnung liegen«, sagt IBM-Mann Million. Christian Rosner unterscheidet: »Der Pay-back hängt vom Einsatzbereich ab - etwa bei einem Backbone 20 Jahre, bei einem Switch fünf Jahre, bei einer CPU hingegen nur 12 Monate. Der ROI treibt vor allem die Liquidität - und die ist sicher im Moment noch wichtiger als der ROI.« Boris Nemsic betont die Harmonie mit der Unternehmensstrategie: »Projekte mit hohem ROI, die auch strategisch ins Portfolio passen und für die positive Machbarkeitsanalysen vorhanden sind, sind gute Investitionen in unserem Sinne. Manchmal können Investitionen allerdings auch einfach strategisch unheimlich wichtig sein, dann müssen ROI-überlegungen in den Hintergrund treten.« Romed Karré schließlich fasst zusammen: »Der ROI ist zweifelsohne eine wichtige Schlüsselkennzahl, da sie - sobald positiv - aussagt, dass die getätigte Investition durch Deckungsbeiträge hereingespielt wurde. Allerdings reicht manchmal die rein finanzielle Bewertung zur Beurteilung nicht aus. So gibt es Projekte, die nur über TCO betrachtet werden können, da die Investition aufgrund von Technologiesprüngen unabdingbar ist (etwa die XP-Einführung). Ergänzt wird diese Sicht durch Do-nothing-effect-Betrachtung bei Investitionen, die nur bedingt ROI-technisch bewertet werden können, aber einen Umsatzverlust bei ausbleibender Implementierung befürchten lassen (etwa Churn-Prevention-Features).«

FREE MARKETS OR NOT

Haben regulatorische Hürden den Einsatz neuer Technologien in der Vergangenheit gebremst? Gibt es Reformbedarf?
»Ja«, sagt Jürgen Million, »zumindest in Märkten mit annähernder Monopolstellung eines Herstellers sollten Regulatorien aktiver eingesetzt werden, um Wettbewerb zu fördern bzw. zu ermöglichen, um neue Innovationszyklen zu generieren, die dann auch für die Wirtschaftsentwicklung förderlich sind.« SAP-Mann Hartinger sieht dagegen keinerlei regulatorische Hemmschwellen gegeben, Karré und Straßl ebenfalls nicht. »Die Bremse ist nicht der Regulator, sondern die verspätete oder ungenügende Definition und Veröffentlichung der Regulatorien«, meint Albert Felbauer. Microsoft denkt, »dass die Kosten für den Breitbandzugang nach wie vor zu hoch sind, um einen Durchbruch dahinter liegender Potenziale unterstützen zu können. Das kann zu einer nachhaltig geringeren Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes österreich führen.« Apple sieht es gewohnt kreativ: »Förderungen für den Privat-PC im Haushalt, vor allem im Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildungsprogrammen, wären ein toller Fortschritt.« Viktor Horak meint: »Gerade für einen internationalen Konzern ist das ein ganz wichtiger Punkt. In vielen Ländern, sogar in Westeuropa, gibt es schwierige gesetzliche Hürden, etwa bei Verschlüsselungstechnologien. Hier wäre ein europäischer Standard sicher vorteilhaft.« überhaupt, frägt man eine Telefoncompany, wird der Ton anders - etwa bei Georg Pölzl: »Der EU-Rechtsrahmen birgt große Gefahren der überregulierung in sich. Die Eingriffsrechte der Kommission sind zu umfassend, nationale Regulierer werden zu Brüssel-Niederlassungen, nationale Marktunterschiede bleiben oft unberücksichtigt. Der Entwurf zum österreichischen KIG versucht - soweit möglich - einen Mittelweg einzuschlagen. Der Spielraum der Behörde für die Regulierungspraxis ist aber noch zu weit. Unser Wunsch daher: Sektorspezifisches Wettbewerbsrecht sollte wegfallen. Allgemeines Wettbewerbsrecht als alleinige Marktverfassung ist erstrebenswert, aber leider noch weit entfernt.« eTel-Chef Rosner bemerkt überhaupt gravierende Hürden und könnte darüber »eine 20-Seiten Abhandlung schreiben«. Seine wichtigsten Headlines: »Warum dürfen wir nicht auch Grundgebühr verrechnen und nur die TA? Instanzenzug und Verfahrensdauer sind unakzeptabel. Missbrauchsaufsicht schläft und die TA als Ex-Monopolist nutzt das skrupellos. Die Durchsetzung von Regulierungsentscheidungen ist zäh, die Unversaldienst-Verordnung wird zur europäischen Kuriosität, es gibt in Verfahren kaum Parteienrechte - und: Alle alternativen Festnetzbetreiber kämpfen gegen einen Ex-Monopolisten mit von der Volkswirtschaft bezahlter Infrastruktur sowie Pensionsregelungen.« Der Konter von Boris Nemsic: »Interconnection-Regelungen in österreich haben ein niedrigeres Investitionsvolumen zur Folge. Im Festnetz ist bekannt, dass Betreiber, die bewusst nicht in eigene Infrastruktur investieren, erfolgreicher sind. Diese Regelungen werden auch auf den Mobilfunk ähnliche Auswirkungen haben. Zugute kommen die derzeitigen Rahmenbedingungen internationalen Konzernen wie der Deutschen Telekom, die auch im heimischen Markt vertreten sind, aber als schützenswerte Alternative gelten. Harmonisierung der Regulierung über Landesgrenzen hinweg ist daher anzustreben. Als weiteren Reformbedarf sehe ich den Rückzug der Regulierung von funktionierenden oder neuen Märkten. Regulierung ist immer nur die zweitbeste Lösung und sollte nur dann Option sein, wenn der Markt versagt.« Und Rudolf Klenk redet Tacheles: »Bremsend in der Telekommunikation war eher die frühere monopolähnliche Position der PTT.«

POLITIK VERSUS MARKT

Stimuliert momentan die Politik - das Ministerium - als eigentlicher IT-Treiber - in Form von Großaufträgen? Oder kann eine Markterholung mittelfristig auch ohne forciertere staatliche Einflussnahme stattfinden?
Stefan Csizy: »Die Politik - das Ministerium - ist Marktteilnehmer wie jeder andere. Es ist natürlich aufgrund seiner Größe als Einzelkunde interessant, übt aber keinen Einfluss auf die Marktentwicklung aus.« »Politik spielt heute im Vergleich zur freien Marktentwicklung keine wesentliche Rolle mehr«, ist Peter Zehetner überzeugt. Jürgen Million sieht momentan keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung durch staatliche Großaufträge. Eine Marktbelebung wünscht er sich vor allem durch strategische Weichenstellungen, die dem Allgemeinwohl dienen: »Die öffentliche Hand sollte - wo sinnvoll - nicht nur der Shareholdervalue-Mentalität dienen.« Heinz Hartinger sieht in der öffentlichen Hand einen wichtigen Umsatzbringer für die IT-Branche, jedoch keinen Treiber für neue Technologien. Und noch wichtiger: »Klassische Industrieunternehmen sind durchaus bereit, als Vorreiter zu agieren und neue Lösungen als erste einzusetzen.« Reinhard Hutter meint, dass der Staat im ITK-Sektor weitaus stärkere Impulse setzen sollte: »Er sollte verstärkt neue Technologien etwa im Staatsapparat selbst einsetzen, um Kosteneinsparungen zu erzielen und Impulse für alle im Staat zu setzen.« Wesentlich sei aber: »österreich hat keinen eigenen Defense-Technology-Sektor, welcher der eigentliche Technologietreiber war und ist. Und daher ist in österreich auch kaum Geld für zivile Spin-offs vorhanden. Hier muss man gegensteuern, ein forcierter Einsatz etwa würde das teilweise kompensieren.« Albert Felbauer ist überzeugt, dass die »Vorreiterrolle des Staates durch gezielte Bereitstellung und Nutzung von E-Government-Verfahren gewaltig ist. Damit kann eine Reihe weiterer Investitionen in den Unternehmen stimuliert werden. Raschere E-Government-Einführung wäre daher wünschenswert.« Andreas Ebert will einer staatlicher Einflussnahme grundsätzlich nicht das Wort reden: »Die Vergangenheit zeigt, dass dadurch mehr Marktverzerrungen als langfristige Stimulationen entstanden sind. Allerdings kann der Staat wertvolle Impulse für Rahmenbedingungen geben, welche eine bessere IT-Entfaltung ermöglichen.« T-Mobile Austria begrüßt die Initiativen zu M-Government und Boris Nemsic sieht kein simples Entweder-Oder zwischen politischer Stimulanz und Wirkung der Marktkräfte: »Beide Faktoren müssen funktionieren - Stimulation durch staatliches Investment, wenn ein Sektor stagniert und eine starke Wirtschaft, die bereit ist, auf die Zukunft zu setzen. Gerade in Krisenzeiten sind Kooperationen zwischen Politik und Wirtschaft treibende Faktoren. Was den Mobilfunkmarkt betrifft, wäre ein Rückzug des Staates schon Stimulation genug.« Karré: »Politik kann den Markt nur unterstützen bzw. Trends verstärken, nicht ersetzen. Großaufträge der öffentlichen Hand unterstützen neue Informationstechnologien wie etwa bei E-Government. Aber das ist nicht die primäre Aufgabe - diese besteht vielmehr darin, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.« Hans Straßl ortet hier eine gewisse Sättigung: »In IT wurde durch Y2K und Euro-Umstellung sehr viel investiert - diese Investitionen müssen nun verdient werden.«

UNSICHTBARE INNOVATIONEN

Wird eine Neue Langsamkeit womöglich deshalb empfunden, weil technologische Entwicklungen in zunehmendem Maß unsichtbar werden - vor allem für Endkonsumenten sind etwa Softwareapplikationen mitunter nicht spürbar?
IBM-Mann Million bringt es auf den Punkt: »Neue Langsamkeit kann sich nur aufgrund der langsameren Akzeptanz neuer Technologien einstellen. Dies geschieht hauptsächlich durch ein größeres Kostenbewusstsein.« »Wenn Software unsichtbar wird, dann ist das durchaus in unserem Sinne, denn oft war es ein Problem für Softwarehersteller, dass sich Anwender gegen Neuerungen gewehrt haben«, sagt Heinz Hartinger. Peter Zehetner will von nichts Spüren nichts wissen: »Wir unterstützen keine Applikationen ohne Nutzen.« Christian Maranitsch: »Software-Applikationen sollten auf jeden Fall spürbar sein, Software ist für die Qualität des Outputs verantwortlich.« Albert Felbauer: »Das wäre doch das Ziel, dass Technologie zweitrangig wird, und mit einer intelligenten Nutzung der Technologien den Kunden wirkliche Vorteile in ihrem eigenen Geschäft entstehen.« Boris Nemsic kann keine allgemeine Neue Langsamkeit ausmachen: »Speziell bei mobilen Applikationen und Innovationen gibt es sie ganz sicher nicht. Bei GPRS etwa erlebt der User unmittelbar die höhere Geschwindigkeit. Bei konkreten Anwendungen wiederum fühlt er den Mehrwert, der seinen Alltag verändert. Wenn unser Kunde deshalb mehr Zeit für seine Familie hat, weil er mobile Lösungen einsetzt, dann spürt er diese Entwicklungen durchaus, und sehr persönlich.«

KUNDEN WEGGESCHWOMMEN?

Hochwasserschäden in Ober- und Niederösterreich haben die Wirtschaft erschüttert, aber auch teilweise stimuliert. Stehen in den überschwemmungsregionen nun vorerst IT- und Telekom-Investments gegenüber vorrangigeren Anschaffungen hintan?
Albert Felbauer bemerkt das Gegenteil: »Wir merken eine verstärkte Auseinandersetzung mit IT-Sicherheits-aspekten wie Ausfallsicherheit und orten gerade dort Bedarf.« Und Heinz Hartinger ist eben ein SAP-Manager: »IT ist heute für Unternehmen unerlässlich, um arbeiten zu können, daher wird schon bald auch wieder in IT investiert werden.« Hans Straßl kann sich sogar eine gewisse Impuls-Wirkung für die IT-Industrie vorstellen. Stefan Csizy: »Anschaffungen nach Elementarereignissen werden nach der Dringlichkeit getätigt. Es ist anzunehmen, dass IT- und Telekom-Investments in der Werteskala an Dringlichkeit zugenommen haben.« Boris Nemsic schließlich betont: »Sicherung des Lebens und eines lebenswerten Mindeststandards müssen an erster Stelle stehen.«

WER IST HERR DER ZEIT?

Macht uns der Einsatz der IT allgemein das Arbeiten wieder langsamer - in dem Sinne, dass Human Ressources die Schnelligkeit großteils an EDV-Systeme abtreten, selbst dafür aber wieder gemächlich werden?
»Leider nein«, meint Reinhard Hutter, »Herr der Zeit sein wird eher schwieriger.« Gemächlicheres Arbeiten sehen auch Albert Felbauer, Viktor Horak und Andreas Ebert nicht in Sicht. IT werde vielmehr in der Lage sein, immer mehr unangenehme und gleichförmige Aufgaben abzunehmen, und gleichzeitig zu neuer Effizienz und Qualität in der Arbeit führen. Intuitiver Umgang mit Sprachtechnologie sowie Tablet PC und Pocket PC als universelle Arbeitsumgebungen werden prophezeit. Jürgen Million bestätigt: »Die an IT abgegebene Arbeit wird durch neue Aufgaben mehr als kompensiert.« Apple-Mann Maranitsch betont: »Es geht bei der Arbeit nicht unmittelbar um Schnelligkeit, sondern um Qualität, und hier ist die EDV genau das Tool, um Human Resources von Routinearbeiten zu entlasten.« Stefan Csizy sieht neue Technologien schnell angenommen und das Tempo daran angepasst - ein Nachlassen liege nicht in der Natur des Menschen. »Nicht nur die Systeme sind gefordert, schneller zu arbeiten, auch von den Mitarbeitern wird das gefordert«, sagt Heinz Hartinger. Für Peter Zehetner ist der Begriff langsam überhaupt zu negativ besetzt: »Wir denken, dass IT das Arbeiten smarter und intelligenter macht«. »Das Arbeitsleben war nie schneller als heute. Wer täglich 100 Mails bekommt und versendet, muss trotzdem mit seinen Kollegen sprechen. Wichtig ist die Selektion: Was funktioniert per Mail und welche Gespräche führe ich besser persönlich?«, so Wolfgang Haller, Bank-Austria-Vorstand. Hans Straßl bleibt beim Business: »Marktdruck erlaubt keine Gemächlichkeit - und viele strategische Projekte basieren auf neuer Technologie.« Rudolf Klenk meint: »Rasche Kommunikationsmöglichkeiten treiben Akteure eher noch zusätzlich an.« Und für Georg Pölzl ändern sich durch die Verlagerung routinemäßiger Aktivitäten in die EDV und deren Beschleunigung auch »Relationen im Gesamtprozess (vormals kurze Denkpausen erscheinen nunmehr lange), entstehen änderungen der Tätigkeitsprofile bzw. andere Arten der Human Ressources«. Von Boris Nemsic war zu erwarten, dass er überzeugt

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