»Security hat einen neuen Stellenwert bekommen« Featured

Foto: Christian Vogt, Fortinet: »Nur ein ganzheitlicher Security-Ansatz wird Unternehmen den Mehrwert bringen, den diese benötigen, um ihre Innovationen vorwärtszutreiben.« Foto: Christian Vogt, Fortinet: »Nur ein ganzheitlicher Security-Ansatz wird Unternehmen den Mehrwert bringen, den diese benötigen, um ihre Innovationen vorwärtszutreiben.«

Der Cyber-Security-Hersteller Fortinet reagiert auf ein starkes Wachstum im deutschsprachigen Raum und sorgt im Lockdown für einen weltweiten Zertifizierungsschub.

Durch das Anpassen interner Strukturen sowie der Beförderung des Deutschen Christian Vogt zum Vice President DACH soll die Dynamik des Sicherheitsspezialisten Fortinet in der Region vorangetrieben werden. »Wir surfen derzeit auf einer Erfolgswelle – und das wollen wir auch in Zukunft weiter so machen«, bringt Vogt in einem gemeinsamen Gespräch mit Karl Freundsberger, Country Manager Österreich, zum Ausdruck. Fortinet hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um 18 % im Vergleich zum Vorjahr – bedingt vor allem durch die Nachfrage nach sicheren SD-WAN- und Heimarbeitsplätzen – auf 615,5 Millionen Dollar gesteigert. Man sei »perfekt aufgestellt«, die Security-Bedürfnisse von Unternehmen aller Größen zu adressieren, erklären die beiden: »Unser großer Vorteil ist, dass wir Security als Gesamtes sehen, hier speziell mit der ›Fortinet Security Fabric‹ den ganzheitlichen Ansatz verfolgen.«

Fortinet hat allein in Deutschland bereits 120 Mitarbeiter, in der Region DACH sind es rund 200. Ein eigenes Support-Center in Frankfurt, vor sechs Jahren eröffnet, wird derzeit auf eine Fläche von 3.000 m² erweitert und soll im Endausbau weitere 100 Mitarbeiter für internationale Serviceaufgaben umfassen. Der DACH-Leiter spricht von einem »starken Commitment« bei Fortinet für den deutschsprachigen Raum.

Wie ist derzeit die Investitionslust bei den Unternehmenskunden? »Security hat in diesem Jahr einen ganz neuen Stellenwert bekommen«, berichtet Vogt von »vielen Produktionsunternehmen«, die die Zeit des Stillstandes für die Erneuerung ihrer Systeme und Implementierung von modernen Security-Lösungen genutzt haben – vom Mittelstand angefangen bis zu großen Automobilkonzernen. Auch in den Investitionsbudgets für die nächsten Monate sieht er »keine Zurückhaltung« beim Thema Security,  wenn auch einzelne Projekte verschoben werden können. Der Ausblick sei »weiter positiv, solange es zu keinen weiteren massiven Einbrüchen in der Wirtschaft kommt«. Freundsberger und Vogt wollen nun eng zusammenarbeiten – auch wenn die Märkte Deutschland und Österreich weiterhin unabhängig voneinander gemanagt bleiben.

Schulungsoffensive

Die Zeit selbst gut genützt hat der Sicherheitsspezialist mit Weiterbildungsangeboten für den Markt. Im April wurden insgesamt 360 Stunden Lerninhalte für die NSE-Zertifizierung (»Fortinet Network Security Expert«) kostenlos freigegeben. In den vergangenen sechs Monaten wurden so weltweit 200.000 Zertifizierungen für die Fortinet-Produktpalette durchgeführt, teilweise auch von großen Beratungshäusern, die gleich tausende Mitarbeiter in die Sicherheitstrainings brachten.

Als nächsten Technologietrend in der Informationssicherheit sehen die Fortinet-Experten »Secure Access Service Edge«, oder kurz SASE. »Da sich der Netzwerkrand über die gesamte digitale Infrastruktur erstreckt, glauben wir, dass Netzwerk und Sicherheit weiter zusammenwachsen. Bereits jetzt verfügen wir über eine der umfassendsten SASE-Plattformen – und das wird sich in Zukunft noch auszahlen.«

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