Infrastruktur und Energie

(Foto: Wietersdorfer) Bei der Produktion massiver Baustoffe zählt die heimische Industrie zu den effizientesten der Welt. Mit dem neuen Energieeffizienzgesetz drohen diejenigen Unternehmen bestraft zu werden, die für viel Geld freiwillig ihre Energieeffizienz optimiert haben.  (Foto: Wietersdorfer) Bei der Produktion massiver Baustoffe zählt die heimische Industrie zu den effizientesten der Welt. Mit dem neuen Energieeffizienzgesetz drohen diejenigen Unternehmen bestraft zu werden, die für viel Geld freiwillig ihre Energieeffizienz optimiert haben.

Der aktuelle Infrastrukturreport von Future Business Austria kommt zu dem Schluss, dass die heimische Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 bei einem entsprechenden Ausbau der Infrastruktur um neun Prozent, das sind rund 27 Milliarden Euro, höher sein könnte.

Seit 2005 soll der Wertschöpfungsverlust sogar 181,1 Milliarden Euro betragen. Deshalb fordert Manfred Asamer, Obmann Fachverband Steine-Keramik, dass das Thema auch politisch den Stellenwert bekommt, den es verdient. Das Bekenntnis der Republik zum Ausbau der Infrastruktur müsse sich auch im Koalitionspapier einer künftigen Regierung finden. »Aber dann müssen auch Taten folgen«, fordert Asamer.

Heftige Kritik übt der Fachverband auch am geplanten Energieeffizienzgesetz, das eine allgemeine Energieeinsparung von 1,125 Prozent für alle Industriebetriebe vorsieht. Diese Vorgaben sind laut Fachverband realitätsfremd, da die heimische Industrie bei der Produktion massiver Baustoffe ohnehin zu den effizientesten in ganz Europa zählt. In der Zementindustrie haben Betriebe in den letzten Jahren hohe zweistellige Millionenbeträge in die Effizienzsteigerung investiert. »Da gibt es kaum noch Einsparungspotenzial«, kritisiert Fachverbands-Geschäftsführer Andreas Pfeiler. Auch die Umweltdeklaration für Bauprodukte erntet Kritik des Fachverbands. »Das Zertifizierungschaos bringt derzeit nur den Zertifizierern etwas. Am Ende zahlt aber der Hausbauer drauf«, kritisiert Obmann-Stellvertreter Bernd Wolschner. Der Fachverband stehe aber gerne bereit, sich produktiv einzubringen, Vorschläge abzugeben und Lösungen aktiv mitzugestalten.

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